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Di, 16:05 Uhr
30.07.2002

nnz-Doku: Erklärung zur B 243n

Nordhausen (nnz). Die Landräte der Landkreise Nordhausen und Osterode am Harz trafen sich am Nachmittag in Walkenried. Hintergrund war der geforderte Neubau der B 243. In der nnz-Doku-Reihe veröffentlicht die nnz den Wortlaut der Erklärung von Joachim Claus und Bernd Reuter.


Mit der durchgängigen Realisierung der BAB A 38 Göttingen (A 7) - Halle/Leipzig (A 9) bis zum Jahr 2005 (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Straße Nr. 13) wird die entscheidende Verkehrsachse für den Südharz in West-Ost-Richtung die großräumigen Verkehrsströme im europäischen und deutschen Fernstraßennetz aufnehmen.

Diese Maßnahme steht in einem engem Zusammenhang mit dem dringend erforderlichen Neubau der B 243 zwischen Herzberg am Harz und Nordhausen. Die B 243 wird durch die A 38 weiter an Bedeutung gewinnen und sich zu einer wichtigen Verbindung zwischen Hannover und Halle sowie darüber hinaus entwickeln.

Die Landkreise Osterode am Harz und Nordhausen setzen sich daher in dem 1999 gebildeten Regionalbündnis gemeinsam für den zügigen Neubau der B 243 zwischen Herzberg am Harz und Nordhausen ein. Sie begrüßen ausdrücklich die Linienbestimmung im Sommer 2001 für den Thüringer Abschnitt und die im Frühjahr dieses Jahres erfolgte Linienbestimmung für den Abschnitt Bad Lauterberg im Harz und die durch Herrn Bundesminister Bodewig bereitgestellten Bundesmittel für die weiteren Planungen in diesem Abschnitt. Vordringliches Ziel ist der vierstreifige Neubau der B 243n zwischen Herzberg am Harz und Nordhausen.

Begründung

Die B 243
- ist Bindeglied im Zusammenwachsen von neuen und alten Bundesländern und zweier Landkreise am südwestlichen Teil des Harzes
- ist von Seesen bis kurz vor Bad Lauterberg vier-streifig ausgebaut (durch die Ortslage von Herzberg)
- im Landkreis Nordhausen entspricht die Trasse dem Ausbaustand der dreißiger Jahre, da sie
- in Zeiten der DDR keine verkehrliche Bedeutung hatte und somit keine baulichen Veränderungen vorgenommen wurden
- weist 10 Ortsdurchfahrten auf und ist auf einer Länge von ca. 35 km neu zu bauen.

Großräumige Betrachtungen
- Die B 243n ist wichtiger Bestandteil der Raumschließung zwischen den Autobahnen A 2 im Norden, A 4 im Süden, A 7 im Westen und A 9 im Osten.

- Die B 243n stellt mit der A 38 / B 243 im Süd-Westen, der B 6 n im Norden und der weiterführenden A 71 im Osten die äußere Erschließung des Harzes sicher.

- Die B 243 stellt einen Teil eines Ringes von überregionalen Straßenverbindungen um den Harz dar (Harzring). Dadurch kann auch die Entlastung des Harzes von Durchgangsverkehren speziell im Bereich des Hochharzes vom großräumigen und überregionalen Verkehr erreicht werden.

- Die B 243n ist Bindeglied der zentralen Orte am Harz und Stärkung von Nordhausen mit seinen oberzentralen Funktionen.

- Die B 243n stellt die Verbindung über die B 4 zur Landeshauptstadt Thüringens her.

- Die B 243n stellt die Verbindung des Landkreises Osterode am Harz über die A 7 nach Hannover her.

- Durch den Bau der A 38 / B 243 n ergibt sich eine großräumige Verbindung Halle - Nordhausen - B 243/Herzberg - Osterode - Knoten Schlackenmühle - B 64 - Holzminden - Nordrhein-Westfalen.

- Verstärkte Verkehrsbelastung der B 243 durch den Bau der A 38 als Verbindung in Richtung Halle-Leipzig einschl. Südumfahrung (A 143) von Leipzig.

- Zunahme des Schwerverkehrs, da Nordhausen als Knoten logistisch weiter an Bedeutung für den Raum gewinnt

- Reduzierung der z. B. in der Ortsdurchfahrt Osterhagen für das Jahr 2010 prognostizierten Verkehrsmenge von 26.100 Kfz/Tag (bei einem Anteil von fast 20 % Schwerlastverkehr) auf 1.800 Kfz/Tag

Der Neubau der B 243 erfüllt folgende Ansprüche:

- die B 243n wird möglichst umfassend Fern-, Regional- und örtliche Verkehre aufnehmen, d. h. sowohl die Situation des Transitverkehrs als auch des Quell-/Zielverkehrs innerhalb der Region verbessert sich,

- die B 243n hat eine hohe Entlastungsfunktion für die Ortsdurchfahrten und damit positive Impulse für die Ortsentwicklung,

- die B 243n erfüllt die Funktion der überregionalen Erschließung der wirtschaftlichen Standorte,

- die B 243n führt zu einer deutlichen Verringerung der Lärm- und Schadstoffimmissionen in den Orten,

- die B 243n trägt zu einer wesentlichen Erhöhung der Verkehrssicherheit bei.

Eine ausgewogene räumliche Entwicklung entsprechend den politischen Optionen des Europäischen Raumentwicklungskonzeptes (EUREK) - Entwicklung eines ausgewogenen polyzentrischen Städtesystems - erfordert die entsprechende Verknüpfung der Zentren durch leistungsfähige Infrastrukturentwicklungsachsen.

Zwischen den Landkreisen Osterode am Harz und Nordhausen besteht Konsens darüber, dass die B 243n Nordhausen - W Herzberg, Projekte NI5002, TH5092 auf ihrer gesamten Linie bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes zum Jahr 2003 in die Priorität „Vordringlicher Bedarf“ einzustufen ist und darauf hingewirkt wird, dass der Bau zeitnah zur Fertigstellung der A 38 erfolgt. Walkenried, 30. Juli 2002

Claus, Landrat Landkreis Nordhausen
Reuter, Landrat Landkreis Osterode am Harz
Autor: nnz

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