Mo, 13:10 Uhr
05.01.2009
nnz-doku: Noch nachgereicht
Seine Kollegen Hengstermann, Zanker und Dr. Henning haben Ihre Grußworte bereits vor dem Jahreswechsel abgeliefert. Jetzt zieht Landrat Joachim Claus (CDU) nach. Wir veröffentlichen sein Grußwort innerhalb unserer doku-Reihe...
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
lassen Sie mich heute, einer guten Tradition folgend, den Anfang des Jahres 2009 nutzen, um in einer kurzen Rückbesinnung das Jahr 2008 Revue passieren zu lassen. Gleichzeitig möchte ich einen Ausblick vermitteln auf das, was uns 2009 erwartet und auf das, was ich mir für das neue Jahr wünsche.
Natürlich steht bei meinen Betrachtungen die Entwicklung des Arbeitsmarktes nach wie vor an erster Stelle. Es stimmt mich vorsichtig optimistisch, wenn ich mir die vorliegende Statistik des Arbeitsmarktes ansehe. Es ist ein Trend sichtbar, von dem ich mir wünsche, dass er sich im neuen Jahr fortsetzt. 2008 entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Landkreis durchweg positiv. Die Arbeitslosenquote hat sich stets rückläufig bewegt, von 15,2 Prozent im Januar 2008 auf 12,2 Prozent im November.
Nun wünsche ich mir, dass die momentan viel zitierte weltweite wirtschaftliche Krise nicht zu Lasten bestehender Arbeitsplätze in unserem Landkreis geht. Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen im Freistaat Thüringen auf derzeit unter zehn Prozent – was deutlich unter der Quote in den neuen Ländern insgesamt von 11,8 Prozent liegt – sind es dennoch nach wie vor zu viele Arbeitssuchende, die sich um eine neue Anstellung bemühen. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass bei der momentanen Wirtschaftslage die Unternehmerinnen und Unternehmer in unserer Region vorsichtig agieren müssen, wenn es darum geht, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Deshalb ist es mir besonders wichtig, den Unternehmen zu danken, die trotz schwerer Zeiten neue Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer einstellen und zusätzlich noch Ausbildungsplätze bereitstellen, um jungen Leuten eine Perspektive zu geben.
Das Jahr 2008 war neben den wirtschaftlichen Schwierigkeiten gezeichnet von der Bankenkrise. Hier hat sich erneut gezeigt, dass sich das System der Sparkassen bewährt und sich auch weiter bewähren wird.
Für das Landratsamt Nordhausen hat das Jahr 2008 neue Aufgaben gebracht. Die Thüringer Landesregierung hat die Aufgaben der Umwelt- und Versorgungsämter kommunalisiert, die Behörden entsprechend aufgelöst und die Aufgaben zum Teil auf die Landkreise übertragen. Seit Mai 2008 betreut das Landratsamt die Belange der Schwerbehinderten und Blinden. Die Auflösung der Staatlichen Umweltämter bedeutet für das Landratsamt rund 200 neue Aufgaben, dazu gehören zum Beispiel erweiterte Zuständigkeiten im Naturschutz und der nachsorgende Bodenschutz. Diese Kommunalisierung haben wir gut bewältigt und damit erreicht, dass die Verantwortung für diese wichtigen Aufgaben näher an die Bürger herangerückt ist.
Mein Dank gilt an der Schwelle des neuen Jahres besonders denen, die sich haupt- und ehrenamtlich um das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Nordhausen bemühen. Allen voran danke ich den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren in unserem Landkreis. Ihnen kommt meine besondere Wertschätzung zu. In vielen Fällen – wie ich meine, in zu vielen Fällen – konnten wir uns auf die Feuerwehren im Landkreis Nordhausen verlassen. Trotz erhöhter und anspruchsvoller Aufgaben, gerade im Hinblick auf die Autobahn A 38, gebührt der Einsatzbereitschaft und der Zuverlässigkeit unserer Feuerwehren großer Respekt. In diesen Dank beziehe ich auch den gesamten Rettungsdienst unserer Region mit ein. Den Notärzten, den Rettungssanitätern und auch der Hubschrauberbesatzung ist es gelungen, in rund 14.000 Einsätzen Leben zu retten oder im Akutfall schnelle medizinische Erstversorgungen zu leisten. Eine Leistung, die oft an die psychische und physische Grenze der Rettungskräfte gegangen ist.
Ebenso möchte ich all denen danken, die sich ehrenamtlich auf vielfältige Weise im Landkreis engagieren und damit dazu betragen, die Lebensqualität hier zu sichern und zu verbessern. Nicht zuletzt bedanke ich mich bei allen, die unsere Aktion Schülerspeisung unterstützt haben, die vor einem Jahr begonnen hat. Die Spendensammlung ist sehr positiv angelaufen. Zum Jahresende sind über 16.500 Euro an Spenden für die Schülerspeisung zusammengekommen. Ab kommendem Schulhalbjahr erhalten alle Schüler in den Grund- und Förderschulen in Trägerschaft des Landkreises einen Zuschuss von 55 Cent zum Mittagessen. Die Kosten dafür sollen zur Hälfte aus Spenden gedeckt werden.
Unsere wesentlichen Ziele für das gerade frisch begonnene Jahr 2009 sind in erster Linie, die wirtschaftlichen Herausforderungen einer schwachen Konjunktur zu meistern und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Außerdem wollen wir im Landratsamt weiter unsere Ziele vorantreiben, die Harzausläufer in unserem Landkreis als Naturpark Südharz auszuweisen sowie mit Landesmitteln die schadhaften Brücken in der Region zu sanieren. Schließlich soll unter Beteiligung des Freistaates der Kreisumlagestreit zügig beendet werden.
2009 ist nicht zuletzt ein Superwahljahr – mit Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahl. Ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung als Zeichen einer starken Demokratie im Südharz.
Trotz aller düsteren Meldungen sollten wir alle mit Optimismus ins Jahr 2009 gehen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr.
Ihr Landrat Joachim Claus
Autor: nnzLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
lassen Sie mich heute, einer guten Tradition folgend, den Anfang des Jahres 2009 nutzen, um in einer kurzen Rückbesinnung das Jahr 2008 Revue passieren zu lassen. Gleichzeitig möchte ich einen Ausblick vermitteln auf das, was uns 2009 erwartet und auf das, was ich mir für das neue Jahr wünsche.
Natürlich steht bei meinen Betrachtungen die Entwicklung des Arbeitsmarktes nach wie vor an erster Stelle. Es stimmt mich vorsichtig optimistisch, wenn ich mir die vorliegende Statistik des Arbeitsmarktes ansehe. Es ist ein Trend sichtbar, von dem ich mir wünsche, dass er sich im neuen Jahr fortsetzt. 2008 entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Landkreis durchweg positiv. Die Arbeitslosenquote hat sich stets rückläufig bewegt, von 15,2 Prozent im Januar 2008 auf 12,2 Prozent im November.
Nun wünsche ich mir, dass die momentan viel zitierte weltweite wirtschaftliche Krise nicht zu Lasten bestehender Arbeitsplätze in unserem Landkreis geht. Trotz sinkender Arbeitslosenzahlen im Freistaat Thüringen auf derzeit unter zehn Prozent – was deutlich unter der Quote in den neuen Ländern insgesamt von 11,8 Prozent liegt – sind es dennoch nach wie vor zu viele Arbeitssuchende, die sich um eine neue Anstellung bemühen. Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass bei der momentanen Wirtschaftslage die Unternehmerinnen und Unternehmer in unserer Region vorsichtig agieren müssen, wenn es darum geht, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Deshalb ist es mir besonders wichtig, den Unternehmen zu danken, die trotz schwerer Zeiten neue Arbeitnehmerinnen und Arbeitsnehmer einstellen und zusätzlich noch Ausbildungsplätze bereitstellen, um jungen Leuten eine Perspektive zu geben.
Das Jahr 2008 war neben den wirtschaftlichen Schwierigkeiten gezeichnet von der Bankenkrise. Hier hat sich erneut gezeigt, dass sich das System der Sparkassen bewährt und sich auch weiter bewähren wird.
Für das Landratsamt Nordhausen hat das Jahr 2008 neue Aufgaben gebracht. Die Thüringer Landesregierung hat die Aufgaben der Umwelt- und Versorgungsämter kommunalisiert, die Behörden entsprechend aufgelöst und die Aufgaben zum Teil auf die Landkreise übertragen. Seit Mai 2008 betreut das Landratsamt die Belange der Schwerbehinderten und Blinden. Die Auflösung der Staatlichen Umweltämter bedeutet für das Landratsamt rund 200 neue Aufgaben, dazu gehören zum Beispiel erweiterte Zuständigkeiten im Naturschutz und der nachsorgende Bodenschutz. Diese Kommunalisierung haben wir gut bewältigt und damit erreicht, dass die Verantwortung für diese wichtigen Aufgaben näher an die Bürger herangerückt ist.
Mein Dank gilt an der Schwelle des neuen Jahres besonders denen, die sich haupt- und ehrenamtlich um das Wohl unserer Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Nordhausen bemühen. Allen voran danke ich den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren in unserem Landkreis. Ihnen kommt meine besondere Wertschätzung zu. In vielen Fällen – wie ich meine, in zu vielen Fällen – konnten wir uns auf die Feuerwehren im Landkreis Nordhausen verlassen. Trotz erhöhter und anspruchsvoller Aufgaben, gerade im Hinblick auf die Autobahn A 38, gebührt der Einsatzbereitschaft und der Zuverlässigkeit unserer Feuerwehren großer Respekt. In diesen Dank beziehe ich auch den gesamten Rettungsdienst unserer Region mit ein. Den Notärzten, den Rettungssanitätern und auch der Hubschrauberbesatzung ist es gelungen, in rund 14.000 Einsätzen Leben zu retten oder im Akutfall schnelle medizinische Erstversorgungen zu leisten. Eine Leistung, die oft an die psychische und physische Grenze der Rettungskräfte gegangen ist.
Ebenso möchte ich all denen danken, die sich ehrenamtlich auf vielfältige Weise im Landkreis engagieren und damit dazu betragen, die Lebensqualität hier zu sichern und zu verbessern. Nicht zuletzt bedanke ich mich bei allen, die unsere Aktion Schülerspeisung unterstützt haben, die vor einem Jahr begonnen hat. Die Spendensammlung ist sehr positiv angelaufen. Zum Jahresende sind über 16.500 Euro an Spenden für die Schülerspeisung zusammengekommen. Ab kommendem Schulhalbjahr erhalten alle Schüler in den Grund- und Förderschulen in Trägerschaft des Landkreises einen Zuschuss von 55 Cent zum Mittagessen. Die Kosten dafür sollen zur Hälfte aus Spenden gedeckt werden.
Unsere wesentlichen Ziele für das gerade frisch begonnene Jahr 2009 sind in erster Linie, die wirtschaftlichen Herausforderungen einer schwachen Konjunktur zu meistern und den Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Außerdem wollen wir im Landratsamt weiter unsere Ziele vorantreiben, die Harzausläufer in unserem Landkreis als Naturpark Südharz auszuweisen sowie mit Landesmitteln die schadhaften Brücken in der Region zu sanieren. Schließlich soll unter Beteiligung des Freistaates der Kreisumlagestreit zügig beendet werden.
2009 ist nicht zuletzt ein Superwahljahr – mit Kommunal-, Landtags-, Bundestags- und Europawahl. Ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung als Zeichen einer starken Demokratie im Südharz.
Trotz aller düsteren Meldungen sollten wir alle mit Optimismus ins Jahr 2009 gehen. Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr.
Ihr Landrat Joachim Claus


