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Mo, 12:43 Uhr
05.01.2009

Freie Fahrt für höhere Leistungen

Ein höherer Kinderfreibetrag und mehr Kindergeld. Was die Frauen-Union in Nordhausen dazu sagt, das erfahren nicht nur weibliche nnz-Leser bereits heute...


„Die Erhöhung des Kinderfreibetrages sowie des Kindergeldes entlasten die Familien in Höhe von rund 2,1 Milliarden Euro ab dem 1. Januar 2009. Diese familienpolitischen Leistungen fördern die Familien unmittelbar“, erklärt Christa Biesenbach, Vorsitzende der Frauen Union im Kreisverband Nordhausen.

„Die Familien haben lange auf die Angleichung des Kindergeldes an die gestiegenen Lebenshaltungskosten gewartet. Das Kindergeld wird um 10 Euro pro Monat auf 164 Euro für das erste und zweite Kind erhöht. Ab dem dritten Kind und für jedes weitere wird das Kindergeld sogar um 16 Euro erhöht. Für das dritte Kind erhalten Eltern damit 170 Euro und ab dem vierten Kind 195 Euro. Das Kindergeld für das dritte Kind ist seit 1995 nicht erhöht worden. Mit der Staffelung des Kindergeldes ab dem dritten Kind wird gerade auch ein Zeichen für die
kinderreichen Familien gesetzt“, würdigt Christa Biesenbach die Kindergelderhöhung.

„Mit der Erhöhung des steuerlichen Kinderfreibetrages von derzeit 5808 Euro/Jahr auf 6024 Euro wird der Inflationsrate der letzten Jahre Rechnung getragen. Die jährlichen Zahlungen für das Kindergeld und den steuerlichen Kinderfreibetrag machen zusammen rund 34 Milliarden Euro aus. Das ist eine handfeste Größenordnung bei den familienpolitischen Leistungen“.

Weiterhin erhalten Kinder und Jugendliche aus Familien, die von Hartz IV oder Sozialhilfe leben, ab dem kommenden Jahr vom ersten bis zum 10. Schuljahr ein Schulstarterpaket in Höhe von 100 Euro für den Schulbedarf. Zusätzlich wird ab dem 1.1.2009 der Arbeitsplatz Privathaushalt gestärkt. Die Vereinheitlichung der steuerlichen Absetzbarkeit haushaltsnaher Dienstleistungen ermöglicht es, diesen Wirtschaftsfaktor weiter auszubauen. Die Förderung wird auf einheitlich 20 Prozent der Aufwendungen von bis zu 20.000 Euro (höchstens 4000 Euro) pro Jahr ausgeweitet. Familienunterstützende Dienstleistungen wie Kinderbetreuung oder Unterstützung bei der Pflege schaffen Arbeitsplätze im Haushalt und entlasten die Familien.

Die Frauen Union der CDU fordert bereits seit Jahren eine bessere steuerliche Förderung von familienunterstützenden Diensten, um das Potential von Arbeitsplätzen im Bereich privater Dienstleistungen voll ausschöpfen zu können. Die neue Regelung ist ein Schritt hin zu einer Verwirklichung dieses Ziels.
Autor: nnz

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Kommentare
Der Roland
05.01.2009, 12:48 Uhr
Von vonrherein kein Abitur?
Da schreibt die FrauenUNion: "Weiterhin erhalten Kinder und Jugendliche aus Familien, die von Hartz IV oder Sozialhilfe leben, ab dem kommenden Jahr vom ersten bis zum 10. Schuljahr ein Schulstarterpaket in Höhe von 100 Euro für den Schulbedarf"

Das ist doch eine Frechheit. Warum gibt es das Starterpaket nicht für das 11. und 12. Schuljahr? Gehen die Unionisten davon aus, dass Kinder aus Hartz-IV_Elternhäusern kein Abitur machen?
Nordhäuser44
05.01.2009, 19:39 Uhr
Mehr Kindergeld!
Anstatt das Kindergeld zu erhöhen, sollte lieber dafür gesorgt werden, dass alle Kinder in den Schulen und Kindergärten etwas warmes zu Essen bekommen. Leider kommt das Kindergeld nicht immer bei den Kindern an und Arbeitsplätze würden auch noch geschaffen werden. Glaubt Ihr nicht? Fragt im Kindergarten nach.
Nordhäuser
06.01.2009, 00:02 Uhr
Haben leider nichts davon
Da das Kindergeld bei Hartz IV angerechnet wird bekommen Hartz IV Empfänger die erhöhung gleich wieder abgezogen, also provitiert nur der Staat davon, erst erhöht er es und dann zieht er das Geld wieder ein. Wie Gerecht ist das denn?? Da paßt der Satz wo schon viel Geld ist kommt noch mehr hin. Warum wird es denn angerechnet??
Totaldemokrat
06.01.2009, 09:53 Uhr
Falschmeldung
Es wäre mal besser die Frau Biesenbach von der CDU würde sich mal mit der Hartz 4 Problematik befassen und sich entsprechende Sachkenntnis aneignen. So ist vieles was sie da schreibt, schlicht und einfach, falsch!

Wie vom Nordhäuser richtig bemerkt, zählt das Kindergeld bei Harrtz IV Beziehern als Einkommen, es gibt zwar tatsächlich 10 Euro mehr Kindergeld für das erste Kind, allerdings werden genau diese 10 Euro wieder von den Hartz IV Leistungen abgezogen. Unterm Strich erhöht sich also nichts, die Hartz IV Empfänger bleiben die Gelackmeierten und Benachteiligten.

Wir reden hier von 1,3 Millionen Familien mit rund 2,2 Millionen Kindern die betroffen sind! Aber Frau Biesenbach ist ja nicht allein mit ihrer Unkenntnis, da gibt es noch andere Kaliber die da mitmischen im unsozialen Getriebe der „Regelsätze“ und Armutslöhne. Die Sozialdemokraten haben mit Unterstützung der Christenparteien bei der Hartz IV Einführung dafür gesorgt, dass die Regelsätze für Kinder erheblich gesengt wurden. Die Eltern dieser Kinder sollen gezwungen werden, amtlich heißt das „fördern“, zu Armutslöhnen zu arbeiten.

Und wo setzt man dann an? Natürlich bei den Schwächsten in dieser Gesellschaft, bei den Kindern. Dreist was sich Frau von der Leyen, Merkel, Müntefering und wie sie alle heißen mögen für sozialpolitische Grausamkeiten ausdenken.
Und die Frau Biesenbach von der CDU präsentiert uns dann in der nnz die Kindergelderhöhung wie eine Erfolgsmeldung von der „Ernteschlacht“ wie vor 30 Jahren…

Fazit: Frau Biesenbach schreibt: „Die Familien haben lange auf die Angleichung des Kindergeldes an die gestiegenen Lebenshaltungskosten gewartet.“

1,3 Millionen Familien mit 2,2 Millionen Kindern werden weiter warten!
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