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Sa, 08:55 Uhr
20.12.2008

Schwer verdauliche Tage

In vier Tagen ist Weihnachten. Viele Thüringerinnen und Thüringer freuen sich schon jetzt nicht nur auf die Geschenke, sondern auch auf das Festessen. Gänsebraten, Klöße, Grünkohl und viele andere Leckereien - was den Gaumen freut, ist für Magen und Darm häufig eine Herausforderung. Thüringens Apothekerinnen und Apotheker wissen, wie Sie Ihre Verdauung an den Festtagen unterstützen können.


Schwer verdaulich (Foto: Wikipedia) Schwer verdaulich (Foto: Wikipedia) "Bitterstoffe aus Heilpflanzen wie Wermut, Enzian oder Tausendgüldenkraut regen die Magensäureproduktion an", sagt Danny Neidel, Geschäftsführer der Landesapothekerkammer Thüringen. Entsprechende Teemischungen für den Magen sind in der Apotheke erhältlich - sie sollten eine halbe Stunde vor dem Essen getrunken werden. "Tees mit Löwenzahn, Curcuma und Pfefferminze, aber auch Präparate mit Artischocke können den Gallefluss steigern und dadurch die Fettverdauung unterstützen", erläutert Apotheker Neidel.

Viele Menschen klagen nach einem zu üppigen Essen über Völlegefühl, Blähungen und Krämpfe. "Empfindliche Menschen sollten versuchen, auf blähungstreibende Nahrungsmittel wie Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zu verzichten", rät Neidel. Ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen könne Abhilfe schaffen. Schon bei der Zubereitung der Speisen, kann Beschwerden vorgebeugt werden, denn viele traditionell verwendete Gewürze sind wahre Verdauungshelfer: "Die ätherischen Öle in Fenchel, Anis, Kümmel und Koriander wirken verdauungsfördernd und krampflösend", so Neidel.

Wer dennoch von Blähungen gequält wird, kann sich medizinische Hilfe holen. So genannte Entschäumer reduzieren die Gasansammlungen und lindern dadurch die Beschwerden. "Blähungen werden verursacht, wenn unverdaute Nahrungsreste in den Dickdarm gelangen. Ursache dafür kann ein Mangel an Enzymen sein", erklärt Neidel. Die fehlenden Verdauungshelfer können als Arzneimittel zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

Neben Völlegefühl zählt Sodbrennen zu den häufigsten Verdauungsbeschwerden an den Festtagen. Das unangenehme Brennen entsteht, wenn überschüssige Magensäure in die Speiseröhre steigt. Viele der typischen Nahrungs- und Genussmittel der Weihnachtszeit, wie fette Mahlzeiten, gebratene Speisen, Kaffee, Alkohol und Schokolade gelten als Risikofaktoren für Sodbrennen. "Präparate, die die Säure neutralisieren, so genannte Antazida, können die Beschwerden lindern", sagt Neidel.

Wer noch andere Medikamente nimmt, sollte vor der Anwendung von Antazida unbedingt seinen Apotheker nach möglichen Wechselwirkungen befragen. "Die Präparate können zum Beispiel die Aufnahme von Schilddrüsenhormonen und bestimmten Antibiotika senken", sagt Neidel. Zwischen der Einnahme der Medikamente sollten deshalb mindestens zwei Stunden liegen.
Autor: nnz/kn

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