Di, 17:31 Uhr
16.12.2008
nnz-Forum: Vergesst die Studierenden nicht!
Im Stadtrat soll am Mittwoch über ein Wohngebiet für Studierende am Taschenberg entschieden werden. Leider wurden bis jetzt die Studierenden, also diejenigen, die es am meisten betrifft, nicht mit einbezogen. Sie äußern sich jetzt im Forum der nnz...
Die Argumente der SWG und WBG, dass für geplante Stadtentwicklung eher die Wohnungen in der Nordhäuser Kernstadt oder Altstadt von Studenten genutzt werden sollen, ist aus unserer Sicht nicht vorteilhaft. Ein kurzer Fußweg zur FH wird von Studierenden bevorzugt. Hingegen braucht man von der Altstadt bis zur Fachhochschule über 20 min. Studierende aus dem Bochumer Hof oder Nordhausen-Salza wohnen noch abgelegener. Seit der Umgestaltung des Audimax fehlt eine große Räumlichkeit für Feiern in der Nähe der Fachhochschule. Dadurch kam es immer wieder zu Missverständnissen mit der umliegenden Bevölkerung; z. B. erhielt der Studentenclub immer wieder Anzeigen wegen Ruhestörungen.
Für die oben genannten Probleme würde das Konzept des Investors Axel Heck Abhilfe schaffen. Sei es die Lage des neuen Wohngebietes oder etwa der geplante Studentenkeller in den Gewölben der alten Brauerei. Nordhäuser Nachwuchsbands sollen den Keller zum Proben und für Auftritte nutzen können und würden somit das kulturelle Angebot bereichern. Für mich und einige andere Kommilitonen ist es das erste durchdachte Wohnkonzept für Studierende.
Die bisher angebotenen (neuen) Studentenwohnungen sind größtenteils nicht studentengerecht, oftmals fehlen gemeinsame Aufenthaltsräume. Oder versuchen Sie mal in den kleinen Küchen mit vier Personen gleichzeitig zu kochen. Wenn vier Studierende morgens zur Vorlesung müssen, kann momentan nur durch ein gutes Zeitmanagement die Warteschlange vor dem Bad vermieden werden. Das neue Wohnkonzept sieht für jedes Zimmer ein eigenes Bad vor und umgeht somit geschickt dieses Problem. Ebenfalls ist uns kein barrierefreies Wohnen innerhalb der bisherigen Studentenwohnungen bekannt, die Bauidee des Herrn Heck wiederum versucht, genau dies zu bewerkstelligen.
Auch die angedachte regenerative Energieversorgung zeigt Innovationsgeist. Hier sehen wir einen Pluspunkt für die FH Nordhausen, die sich mit ihren Studiengang Regenerative Energietechnik rühmt. FH und Bauherr könnten zusammenarbeiten und so den Sprung zwischen Praxis und Lehre erneut schaffen und voneinander lernen. Einziger Wermutstropfen bleiben natürlich die Preise, diesbezüglich ist die WBG/SWG unschlagbar, aber sicher gibt es Studierende, die sich einen hochwertigen Wohnraum wünschen und diesen dann auch bezahlen können. Außerdem sollte man Investoren in der derzeitigen Rezessionsphase nicht die kalte Schulter zeigen und eher unterstützen.
Wir glauben ebenfalls nicht, dass 120 Wohnungen der WBG/SWG wirklich schaden können. Wahrscheinlich werden diese den Wettbewerb beleben und die WBG/SWG dazu bringen, auch neue Wege bzgl. des studentischen Wohnens zu gehen. PS: Trotz aller Kritik: Bitte werfen Sie uns nicht aus unseren Wohnungen!
Robert Ißler und Jens Schreiber, Studenten an der FHN
Autor: nnzDie Argumente der SWG und WBG, dass für geplante Stadtentwicklung eher die Wohnungen in der Nordhäuser Kernstadt oder Altstadt von Studenten genutzt werden sollen, ist aus unserer Sicht nicht vorteilhaft. Ein kurzer Fußweg zur FH wird von Studierenden bevorzugt. Hingegen braucht man von der Altstadt bis zur Fachhochschule über 20 min. Studierende aus dem Bochumer Hof oder Nordhausen-Salza wohnen noch abgelegener. Seit der Umgestaltung des Audimax fehlt eine große Räumlichkeit für Feiern in der Nähe der Fachhochschule. Dadurch kam es immer wieder zu Missverständnissen mit der umliegenden Bevölkerung; z. B. erhielt der Studentenclub immer wieder Anzeigen wegen Ruhestörungen.
Für die oben genannten Probleme würde das Konzept des Investors Axel Heck Abhilfe schaffen. Sei es die Lage des neuen Wohngebietes oder etwa der geplante Studentenkeller in den Gewölben der alten Brauerei. Nordhäuser Nachwuchsbands sollen den Keller zum Proben und für Auftritte nutzen können und würden somit das kulturelle Angebot bereichern. Für mich und einige andere Kommilitonen ist es das erste durchdachte Wohnkonzept für Studierende.
Die bisher angebotenen (neuen) Studentenwohnungen sind größtenteils nicht studentengerecht, oftmals fehlen gemeinsame Aufenthaltsräume. Oder versuchen Sie mal in den kleinen Küchen mit vier Personen gleichzeitig zu kochen. Wenn vier Studierende morgens zur Vorlesung müssen, kann momentan nur durch ein gutes Zeitmanagement die Warteschlange vor dem Bad vermieden werden. Das neue Wohnkonzept sieht für jedes Zimmer ein eigenes Bad vor und umgeht somit geschickt dieses Problem. Ebenfalls ist uns kein barrierefreies Wohnen innerhalb der bisherigen Studentenwohnungen bekannt, die Bauidee des Herrn Heck wiederum versucht, genau dies zu bewerkstelligen.
Auch die angedachte regenerative Energieversorgung zeigt Innovationsgeist. Hier sehen wir einen Pluspunkt für die FH Nordhausen, die sich mit ihren Studiengang Regenerative Energietechnik rühmt. FH und Bauherr könnten zusammenarbeiten und so den Sprung zwischen Praxis und Lehre erneut schaffen und voneinander lernen. Einziger Wermutstropfen bleiben natürlich die Preise, diesbezüglich ist die WBG/SWG unschlagbar, aber sicher gibt es Studierende, die sich einen hochwertigen Wohnraum wünschen und diesen dann auch bezahlen können. Außerdem sollte man Investoren in der derzeitigen Rezessionsphase nicht die kalte Schulter zeigen und eher unterstützen.
Wir glauben ebenfalls nicht, dass 120 Wohnungen der WBG/SWG wirklich schaden können. Wahrscheinlich werden diese den Wettbewerb beleben und die WBG/SWG dazu bringen, auch neue Wege bzgl. des studentischen Wohnens zu gehen. PS: Trotz aller Kritik: Bitte werfen Sie uns nicht aus unseren Wohnungen!
Robert Ißler und Jens Schreiber, Studenten an der FHN
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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