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Di, 18:06 Uhr
09.12.2008

Flaute am Kalimarkt

Die Finanzkrise hat auch den Kalimarkt erreicht. Trotzdem sieht Rosslebens Bürgermeister Rainer Heuchel (SPD) keine Gefahr für das mögliche Kaliwerk Roßleben....

Der Kalimarkt war in letzter Zeit sehr überhitzt, deshalb seien auch die Preise stark in die Höhe geschossen so Heuchel. Mit der Finanzkrise vergeben Banken nicht mehr so schnell Kredite, wie noch vor Monaten. Da überlegt sich doch so mancher ob er zurzeit Kali als Dünger einsetzt oder nicht. Es kann sich der Landwirt sicher mal erlauben, ein Jahr mit der Kalidüngung auszusetzen, aber dann müsse er doch wieder ran. Langfristig, so ist sich Heuchel sicher, wird der Kalibedarf wieder steigen und damit auch die Kalinachfrage und der Kalipreis.

Hintergrund der ganzen Geschichte ist, dass der Großproduzent Kali und Salz Ag (Kassel) heute in einer Pressemeldung umfangreiche Produktionsdrosselungen angekündigt hatte. Dazu heißt es bei K+S:
Bereits im laufenden Quartal hat K+S, wie andere große Kalihersteller weltweit, mit Produktionsdrosselungen auf die veränderte Situation reagiert. Damit verbunden ist eine Verlängerung der Feiertagspause bis Mitte Januar 2009, die über Freischichten und Arbeitszeitkonten ausgeglichen wird.

Da derzeit noch keine Anzeichen für eine kurzfristige Belebung der Nachfrage erkennbar sind, wird K+S vorsorglich für das erste Halbjahr 2009 Kurzarbeit beantragen. Über den Abschluss einer entsprechenden Betriebsvereinbarung verhandelt das Unternehmen zurzeit mit der Arbeitnehmervertretung.

Aufgrund der jeweiligen Produktstruktur sind zunächst die Standorte Hattorf (Hessen) und Unterbreizbach (Thüringen) bis Mitte Februar 2009 sowie das Werk Bergmannssegen-Hugo (Niedersachsen) wochenweise bis Mitte April von Stillständen betroffen. Alle anderen Standorte richten ihre Produktionssteuerung auf einen gedrosselten Durchsatz ein. Darüber hinausgehende Kurzarbeitsphasen im ersten Halbjahr, die sich aus heutiger Sicht wahrscheinlich nicht vermeiden lassen werden, werden für die einzelnen Standorte gesondert vereinbart.

K+S geht davon aus, dass die im Markt noch vorhandenen Lagerbestände an Düngemitteln bis Mitte 2009 von der Landwirtschaft verbraucht sein werden, so dass sich für das zweite Halbjahr die Nachfrage nach Kaliprodukten wieder spürbar beleben sollte.


Unabhängig von dieser Entwicklung bleibt Rainer Heuchel optimistisch, dass die Lagerstätte Roßleben genutzt werden wird. In Briefen an die beiden Bewerber um die Lagerstätte Roßleben, informierte er über den Beschluss des Kreistages, politisch ein Zeichen zu setzen, damit in der Region wieder Kali gefördert werden kann. Auch der Landrat des Burgenlandkreises, Harri Reiche (parteilos) begrüßte den Kreistagsbeschluss, so Heuchel nach einem Gespräch mit Reiche.

Autor: nnz/kn

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