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Do, 13:36 Uhr
04.12.2008

Neuer Fahrplan: Licht und Schatten

Im Nahverkehr kürzere Fahrzeiten, neue Verbindungen und bessere Anschlüsse, das verspricht die Bahn im Vorfeld der Fahrplanumstellung Mitte Dezember. Was auf die Strecken in Nordthüringen „zurollt“, das haben wir zusammengefaßt...


Der neue Fahrplan tritt am 14. Dezember in Kraft und gilt dann bis zum 12. Dezember 2009. Er bringt einige Verbesserungen für die Bahnfahrer in Thüringen. So sind Reisende von Erfurt in Richtung Würzburg deutlich schneller unterwegs. „Das bestehende attraktive und dichte Nahverkehrsangebot im Auftrag der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH (NVS) bleibt in Thüringen erhalten und kann nach Abschluss von Bauarbeiten am Streckennetz optimiert werden“, betont Thomas Hoffmann, Sprecher des Verkehrsbetriebes Thüringen der DB Regio AG.

Nach siebenjähriger Bauzeit wird mit dem Fahrplanwechsel der umgestaltete und in weiten Teilen neu erbaute Erfurter Hauptbahnhof komplett in Betrieb genommen. Ebenfalls nach Fertigstellung von Bauarbeiten auf der Strecke Erfurt–Würzburg sind die Regional-Express-Züge auf der Linie RE 7 etwa 20 Minuten schneller unterwegs. Auch zwischen Gera und Altenburg verkürzt sich die Reisezeit um rund zehn Minuten, zwischen Gera und Hof ist man künftig 15 Minuten schneller.

Die Intercity-Züge der Linie 51 Düsseldorf–Eisenach–Gotha–Erfurt–Weimar–Halle (Saale)–Berlin–Ostseebad Binz erhalten ihren Korrespondenzhalt im Fernverkehr zur Linie Frankfurt am Main–Leipzig–Dresden wieder in Erfurt statt in Weimar. Dadurch verkürzt sich die Reisezeit zwischen Erfurt und Berlin um circa 15 Minuten auf zweieinhalb Stunden. Zwischen Erfurt und Berlin über Weimar und Halle (Saale) setzt die DB eine durchgehende Frühverbindung ein.

Abfahrt des Intercitys in Erfurt Hbf ist 4.44 Uhr bzw. Weimar 5.00 Uhr. Berlin Hauptbahnhof wird um 7.18 Uhr erreicht. In der Gegenrichtung fährt der IC als Spätverbindung ab Berlin Hbf 22.22 Uhr. Ankunft in Weimar und Erfurt ist 0.45 Uhr bzw. 01.01 Uhr. Darüber hinaus wird ab 14. Dezember zwischen Berlin–Leipzig–Jena–Saalfeld–Nürnberg sowie Frankfurt am Main–Eisenach–Gotha–Erfurt–Weimar–Leipzig wieder im Stundentakt gefahren. Alle zwei Stunden sind Dresden und Wiesbaden dann auch wieder direkt und ohne Umstieg angebunden. Weitere spürbare Verbesserungen im Angebot werden ab März 2009 durch die schrittweise Reduzierung der bestehenden Fahrzeugengpässe erzielt.

Zum 14. Dezember hebt die Deutsche Bahn die Preise für Einzelfahrkarten und Zeitkarten in der 2. Klasse um durchschnittlich 3,9 Prozent an. Wesentliche Gründe für die Preiserhöhung stellen die erheblich gestiegenen Energie- und Personalkosten dar. Die Preise für die BahnCard steigen im Durchschnitt 3,6 Prozent. So kostet beispielsweise eine BahnCard 25 dann 57 statt 55 Euro. Das Thüringen-Ticket kostet 1 Euro und das Schönes-Wochenende-Ticket dann 2 Euro mehr (ab 28 bzw. ab 37 Euro). Die Preise für das Hopper-Ticket und das Thüringen-Ticket Single bleiben unverändert (ab 6 Euro bzw. ab 19 Euro). Das im Fernverkehr stark nachgefragte Angebot Dauer-Spezial (ab 29 Euro) für die 2. Klasse wird in gleicher Kontingentgröße bis Ende 2009 verlängert und für die 1. Klasse (ab 49 Euro) neu eingeführt.

Daneben führt die DB Mitte Dezember ein neues einheitliches Telefonportal ein, das unter der Rufnummer 0180 5 99 66 33 alle wichtigen DB Services zum günstigen Tarif von 14 Cent pro Minute (bei Mobilfunk ggf. abweichend) bietet: von der Fahrplanauskunft, über den Kundendialog und den Fahrscheinkauf bis zur Radfahrer-Hotline. Auch der Internetnutzer soll zum Jahresende einfacher und schneller zur Fahrkarte kommen: bessere Benutzerführung, klarere Strukturen, vereinfachte Buchungsdialoge und eine neues Design werden die Neugestaltung von www.bahn.de prägen.

Die Änderungen im Einzelnen:


Halle (Saale)–Nordhausen, Nordhausen–Eichenberg
In der zweiten Jahreshälfte (ab Juni 2009) wird durch Bauarbeiten zur Sanierung der Strecke Halle–Kassel der Zugverkehr erheblich beeinträchtigt.

Erfurt–Sangerhausen
RE 36080 verkehrt auf Wunsch unserer Fahrgäste einige Minuten später ab Erfurt Hbf (nun ab 5.09 Uhr) und hält nicht mehr in Stotternheim, Leubingen, Griefstedt und Reinsdorf. Dafür verkehrt neu eine Regionalbahn um 4.39 Uhr ab Sömmerda nach Sangerhausen mit Anschluss in Richtung Halle (Saale) und Nordhausen. Neu angeboten werden eine Spätverbindung von Sangerhausen nach Erfurt sowie eine zusätzliche Verbindung im Berufsverkehr von Erfurt nach Sömmerda. Die Verbindungen von Erfurt nach Sömmerda um 20.41 Uhr sowie von Artern nach Sangerhausen um 6.28 Uhr entfallen aufgrund der geringen Nachfrage.

Nordhausen–Eichenberg
Die RB 16625 beginnt neu erst in Heilbad Heiligenstadt. Neu hält der RE 26135 um 7.13 Uhr in Sollstedt und bietet so eine attraktive Verbindung nach Nordhausen und Halle (Saale).

Erfurt–Nordhausen
Neu verkehrt an Schultagen eine Regionalbahn von Sondershausen um 13.30 Uhr und um 15.30 Uhr nach Nordhausen. Der Fahrplan der RB 16435 wurde auf die Schulzeiten in Sondershausen angepasst. Des Weiteren werden für den Schülerverkehr zusätzliche Halte in Glückauf und Großfurra eingelegt.
Autor: nnz/kn

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