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Mo, 10:10 Uhr
22.07.2002

Abschied mit vielen Tränen

Nordhausen/Hesserode (nnz). Nach 14 Tagen ist für zehn Kinder aus der Region Tschernobyl der Urlaub im Landkreis Nordhausen zu Ende gegangen. Ein kurzer Rückblick in der nnz auf unvergessliche Stunden und Tage.


Jede Menge Spaß Dank zahlreicher Unterstützungen finanziell und materiell konnten die 10 Kinder im Alter 12 - 13 Jahren aus ihrem tristen Alltag zu Hause entfliehen und ihr Immunsystem regenerieren, welches durch die ständigen Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl stark geschwächt ist. Wir erinnern uns: Pokoljubitschi liegt nur etwa 100 Kilometer Luftlinie von dem zerstörten Reaktor entfernt. "Unsere Kids erlebten in der ersten Woche im Hufhaus bei Ilfeld eine erlebnisreiche Zeit. Obwohl das Wetter nicht zum Baden im hauseigenen Pool einlud, war ein buntes Programm im Vorfeld zusammengestellt worden. Es reichte von einem Besuch der Feuerwehr Wieda, über den Besuch der Landeswelle mit Eis essen im Eiskaffee Verona oder mit der anschließender Fahrt durch Nordhausen mit der Traditionsstraßenbahn“, so Thomas Kleemann gegenüber der nnz. Ebenfalls stand der Abstecher mit dem Reisebuss vom städtischen Busverkehr zur Westernstadt Pullmann City 2 in Hasselfelde mit dem anschließenden Bowlingabend in der Halleschenstraße (Starbowling) in Nordhausen auf dem Programm.

Das Highlight waren jedoch die Besuche im Salztal-Paradies Bad Sachsa und im Jojo. Baden, tauchen und schwimmen bis die Schwimmhäute wachsen und Spaß pur auf der großen Rutsche. Alle erlebten hier unvergessliche drei Stunden und bei allen Kindern war es wieder zu sehen: das Funkeln, Glitzern oder Leuchten in den Augen. Ein großes Dankeschön von den Kindern geht dafür nach Bad Sachsa für diesen Tag. Zum großen Abschlussabend im Ferienlager konnten die Gasteltern "ihre" Kids kennen lernen. Bei Würstchen und Steaks (Trautvetter, Polle) und einem Lagerfeuer wurde gefetet bis in die Nacht. Ob jung oder alt, groß oder klein, alles tummelte sich auf der riesigen Hüpfburg des Schaustellerbetriebes Broßmann. Dazu verzauberte der Chef persönlich, verkleidet als Clown die Kids und brachte alle zum lachen.

Für eine weitere Woche waren alle Kinder zu Gast bei Gastfamilien, bevor es dann am Samstag schweren Herzens wieder Richtung Heimat ging. „Wir, die Nordhäuser Tschernobyl - Hilfe e.V. und die Kinder von Tschernobyl möchten hier allen Dank sagen, die diese Woche Ferienlager ermöglicht haben, sowie allen Gastfamilien danken, die ein oder zwei Kinder aufgenommen haben. Es ist nicht leicht, das nötige Geld oder den Sponsor für eine Kiste Brause (Brause Müller, Bideau, Fritzmarkt, Penny-Markt in Ilfeld) zu finden, aber wir werden alles versuchen, mit Ihrer Unterstützung auch im kommenden Jahr wieder einen Kindersommer zu organisieren“, versichert Kleemann. Vielleicht helfen Sie auch weiterhin mit einer Einzahlung auf das Spendenkonto 37 00 7777 bei der Kreissparkasse Nordhausen BLZ 820 540 52 oder finanzieren Sie einem Kind die Ferien in unserem Landkreis. Helfen Sie mit! Mehr Infos zum Kindersommer und zum 8. humanitären Hilfstransport unter (03631) 99 00 90, im Vereinsbüro in Hesserode, Wertherstr. 3, oder im Internet.
Autor: nnz

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