Irre Sprayer unterwegs
Im Landkreis Nordhausen sind wieder Graffiti aufgetaucht, teilweise mit rechtsradikalem Inhalt. Die nnz mit den Einzelheiten...
In der Kolonie in Sollstedt sind auf einer Anliegerstraße Schmierereien aufgetaucht. Dabei wurde auch ein 50 mal 50 Zentimeter großes Hakenkreuz mit brauner Farbe aufgesprüht. Außerdem verewigten sich die unbekannte Sprüher mit dem Schriftzug Fuck School.
Besprüht wurde in Nordhausen das Wartehäuschen der Harzer Schmalspurbahnen in der Hesseröder Straße. Dort beläuft sich der Schaden auf rund 500 Euro.
Autor: nnz
Kommentare
Michael Görk
13.11.2008, 11:39 Uhr
Danke!
Das der Artikel von Hr. Kreutzer deaktiviert wurde. Er stand inhaltlich nicht im Zusammenhang mit dem Artikel der nnz.
Warum werden solche Kommentare erst eingestellt und dann wieder gelöscht? Frage an die Redaktion
nnz Redaktion
13.11.2008, 11:56 Uhr
Deaktiviert
Zu den Hakenkreuzschmierereien gab es einen Beitrag, der nicht vom Absender her, sondern inhaltlich nicht akzeptabel war. Hier ein Auszug: Bei vermeintlichen hakenkreuzähnlichen Hinterlassenschaften gleich national gesinnte Deutsche zu beschuldigen, bereitet den Redakteuren der lokalen Medien sichtlich Freude. Anders ist es nicht zu erklären, wenn man (ohne entsprechende Beweise) die Täter im rechten Lager sucht.
Wir haben uns nach langen Überlegungen zu dieser Kommentarfunktion entschieden. Damit können wir den Lesern zeitnah die Möglichkeit bieten, sich zu einem Artikel zu äußern. Das setzt natürlich ein gewisses Maß an Vertrauen voraus.
Gleichzeitig behalten wir uns weiterhin vor, Kommentare zu deaktivieren. Es sind nicht die Kommentare, die kritisch mit Beiträgen der nnz umgehen oder Meinungen zu beschriebenen Vorgängen, Entwicklungen etc zum Inhalt haben. Wir als nnz-Team sehen Kritik an unserer Arbeit als konstruktiv an. Nur werden wir keine Kommentare mit Inhalten zulassen, die sich nicht im demokratischen Rahmen der Diskussionskultur befinden. Das gilt ebenso für Radikalismus anderer politischer Spektren und soll nicht als Zensur verstanden sein.
Zu dem deaktivierten Beitrag des Herrn Kreutzer nur soviel: Ein Hakenkreuz auf der Straße ist eben ein Hakenkreuz und das Anbringen stellt in diesem Sinne eine Straftat dar. Und national gesinnte Deutsche haben weder im Forum der nnz noch in den Kommentaren eine Existenzberechtigung.
nnz tech. Admin
13.11.2008, 12:19 Uhr
Drei Kleinigkeiten.
Wir (das Team der nnz) möchten keine wie auch immer gearteten radikalen Äußerungen auf diesen Seiten. Man kann das Zensur nennen, wir nennen es »eine Grenze ziehen«.
Es ist unsere Online-Zeitung und es steht jedem frei auf diese Informationsquelle bzw. Kommunikationsmöglichkeit zu verzichten.
Der Beitrag war erst aktiviert, weil wir uns vorerst auf eine automatische Aktivierung der Kommentare verständigt haben. Nur so sind zeitnahe Reaktionen der Leser möglich. Anders ausgedrückt: Der Beitrag war nicht erst aktiviert sondern wurde explizit deaktiviert.
Und drittens. Ich finde es ganz schlimm das es Menschen gibt, die Hakenkreuze an Wände (oder was auch immer) sprühen. Das ist einfach nur traurig.
art-ndh
14.11.2008, 11:43 Uhr
Ja, die Demokratie ...
... sie mutet mitunter sehr kurios an.
Ohne das ich das gesprühte, worin es in dem Artikel geht, gut heiße ...es würde Meinungsfreiheit bedeuten, wenn es nicht eine menschenverachtende Ideologie repräsentieren würde.
Genauso verhält es sich mit Meinungsäusserungen in der neu eingerichteten Kommentarfunktion.
Wenn sich da der Vorsitzende des hiesigen NPD Kreisverbandes zu Wort meldet und dann auch noch auf die frei Meinungsäusserung pocht bzw. für sich den Begriff Demokratie herbei zieht, dann darf das ruhig argwöhnisch bis skeptisch beäugt werden.
Denn eine Partei bzw. deren Vertreter,
- die die bestehende Demokratie abschaffen möchte/-n, um einen sogenannten "Volksstaat" zu errichten
- die sich auf die Ideologie und Geschichte des 3. Reiches beruft und diese fest in ihren Strukturen verankert hat
- die die Geschichte leugnet und/oder "weich" spült,
die sollten am wenigsten das einfordern, was sie mit als erstes abschaffen würden, die Meinungsfreiheit.
Von daher mutet das schon sehr abstrus an. Aber das liegt wohl in der Natur bzw. im Wirken der NPD - sich bürgernah geben und angeblich vermeintliche einfache Lösungen anbieten, oder sich gar auf Biedermann-Manier von Gewalt, Spryereien etc. distanzieren, doch hintenrum sie dulden, ja gar forcieren.
Also, Herr Kreutzer, bitte verschonen sie Mich, Uns, mit ihren vermeintlichen pseudo-bürgernah-Bemühungen!
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