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Do, 09:13 Uhr
13.11.2008

Ungute Erinnerungen an Schmölln

Trainer Burkhard Venth dürfte sich bei seinem Amtsantritt in Nordhausen im Sommer 2007 den Heimauftakt seiner Wackerakteure wohl etwas anders vorgestellt haben. Dass das erste Heimspiel gegen Schmölln mit 1:4 verloren ging muss für den Sportlehrer eine herbe Ernüchterung gewesen sein.

Das Gotha-Ergebnis vom Vorjahr konnten seine Männer am letzten Sonnabend mit einem 3:1-Auswärtserfolg mehr als wettmachen. Unser am Wochenende vorsichtig angedeuteter „Traum“ ging also in Erfüllung. Besonders gefreut hat den Trainer und die mitgereisten Fans, dass nach stürmischen Anfangsminuten, in denen einige Abstimmungsprobleme der Nordhäuser den Gothaern zu viele Chancen einräumten, auch der frühe Rückstand weggesteckt werden konnte und die Südharzer in ihren Aktionen immer sicherer agierten.

Nach dem Ausgleich fast mit dem Halbzeitpfiff dominierte Nordhausen eindeutig und ließ den Gastgebern kaum noch Entfaltungsmöglichkeiten. Erste Früchte seiner mehr als sechzehnmonatigen Trainingsarbeit lassen sich jetzt im Spätherbst bereits ernten. Nun müssen aber auch die „Hausaufgaben“ gelöst werden. Und da beschleichen wohl manchen mulmige Gefühle, wenn man an den nächsten Gegner zu Hause, den SV Schmölln 1913, und das Vorjahr denkt.

Die nnz-Vorschau zu jener Begegnung war überschrieben mit „Wacker gegen Bartejs“. In der Begründung zu den Spielen der Vorsaison 2006/07 hieß es: „Im vergangenen Spieljahr hat es ein Gegenspieler allein geschafft, alle drei Gegentreffer im Finsterbusch-Gehäuse zu versenken: Petr Bartejs…Im Rückspiel hämmerte Bartejs das Leder gleich zweimal ins Wackernetz. Nordhäuser Abwehrspieler scheinen dem Fünften der Torschützenliste des letzten Spieljahres einfach zu liegen. Trainer Burkhard Venth wird das inzwischen erfahren haben und seine Männer in der Vorbereitung zur Konzentration bis zum Abpfiff verdonnern.“

Mitnichten, denn es kam noch schlimmer am 26. August 2007. Die Ostthüringer deklassierten die Wackeren im Albert-Kuntz-Sportpark beim verdienten 1:4 und wurden sogar von den Nordhäuser Fans beim Verlassen des Stadions gefeiert.

schmölln (Foto: schmölln) schmölln (Foto: schmölln)


Das war wohl eine noch höhere Strafe als die Absteiger-Rufe des Anhangs für die eigene Elf. Übrigens hatte ein gewisser Herr Bartejs wiederum zwei Bälle im Kasten der Neunziger versenkt, allen Vorwarnungen zum Trotz.

Die Vorzeichen stehen dieses Mal anders. Ein Jahr konsequentes Training und eine relativ konstante Aufstellung haben deutlich zu spielerischer und körperlicher Stabilität beigetragen und lassen die Mannschaft nun oben mitspielen. Einige kleine Achtungszeichen seien aber doch angebracht: Petr Bartejs spielt immer noch für Schmölln – und er trifft auch. Im Vorjahr brach der SSV 1913 eine jahrzehntelange Nordhäuser Tradition von ungeschlagenen Spielen an einem 26. August. Jetzt steht wieder eine lange Wacker-Serie ohne Niederlagen auf dem Spiel, sollten die Schmöllner ihren Erfolg von damals wiederholen können.

Außerdem hat auch der SV Schmölln einen Lauf – seit dem 7. Spieltag ist man viermal hintereinander nach schwachem Saisonauftakt ohne Niederlage geblieben und hat dabei 14 Treffer erzielt, sogar jeweils vier auswärts in Ilmenau und Heiligenstadt!!! Außerdem bleibt Schmölln Angstgegner Nr. 1 in der Bilanz der Nordhäuser. In acht Spielen der Landesklasse Ost und der Thüringenliga konnte Wacker erst einmal einen Dreier landen. Vier Remis sowie drei Niederlagen stehen dagegen. Es ist also an der Zeit, diese Negativbilanz aufzubessern. Deshalb muss man wachsame Augen auf deren Angreifer bis zum Schlusspfiff durch Schiedsrichter Backhaus haben.

Hoffen wir, dass sich die Venth-Schützlinge nicht von der zu erwartenden kompromisslosen, harten Spielweise der Ostthüringer beeindrucken lassen. Man sollte zwar im Nordhäuser Lager von Spiel zu Spiel denken. Aber Gelbe Karten (oder „dunklere“) könnten bei einem Blick voraus fatale Auswirkungen haben; denn mit Borsch und Sondershausen folgen zwei Begegnungen, die eine eingespielte Formation verlangen, will man auch da erfolgreich sein.

Erfreulich ist es, dass die zweite Mannschaft zurück in die Erfolgsspur gefunden hat. Die zweiten 45 Minuten gegen Teistungen, im Vorjahr immerhin noch in der Landesklasse West spielend, waren so, wie sich das Knut Bernsdorf vorstellt. Zum SV Fortuna 49 Körner geht nun die Reise. Zeitgleich mit der ersten Wackervertretung, am Sonnabend um 14 Uhr, tritt die Reserve gegen eine Mannschaft an, die auf eine ausgeglichene Bilanz verweisen kann (4 Siege, 3 Remis, 4 Niederlagen, 15 Punkte und 14:14 Tore). Zu Hause wurde die Fortuna in fünf Spielen erst einmal bezwungen. Es wird also kein leichter Trip.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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