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Do, 07:30 Uhr
06.11.2008

nnz-Forum: Observation?

Die nnz berichtete Anfang dieser Woche von der Lesung Bodo Ramelows in Nordhausen und veröffentlichte daraufhin das Statement des Rings Christlich-Demokratischer Studenten. Jetzt dazu eine weitere Reaktion eines nnz-Lesers...


Eingehen möchte ich hier auf den Leserbrief „Freud und Leid“ von Frau Borchardt – Pressesprecherin des RCDS – vom 04.11.2008. Zuerst möchte ich klarstellen, dass der RCDS ein Studierendenbund der CDU ist. So etwas muss man wissen, damit man weiß, was dieser Artikel bezwecken sollte, jedenfalls meiner Meinung nach.

Schauen wir uns doch einmal an, wie die CDU bzw. CSU und große Teile der SPD mit der Person Ramelow und der Linkspartei umgehen. Da spürt man die große Angst der so genannten Volksparteien und von deren Mitläufern, dass sie bei einer eventuellen Wahlniederlage ihre angestammten Machtpositionen verlieren würden.

Nun soll niemand denken, dass ich einen Narren an der Linkspartei gefressen habe, dem ist nicht so, ich möchte nur, dass man sich immer schön an die Regeln hält. Ich kritisiere die Linkspartei genau so, wenn es einen Anlass dafür gibt. Auf die Hetzkampagne gegen Herrn Ramelow möchte ich hier nicht eingehen, damit beschäftigen sich die einschlägigen Medien schon genug. Ich möchte hier einmal die andere Seite beleuchten:

Anfangen möchte ich mit Frau Walsmann, der neuen Justizministerin von Thüringen. Sie war Mitglied der Volkskammer der DDR. Dort hat sie sich 1989 für die „Chinesische Lösung“ auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking begeistert, wobei bekanntlich die dortige Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen wurde. Bis heute pflegen die deutschen „Volksparteien“ beste Wirtschaftsbeziehungen zu den blutbesudelten chinesischen „Kommunisten“.
Statt sich dort für Demokratie und Arbeitnehmerrechte einzusetzen, ist man froh, dass chinesische Ausbeuterfirmen im Verein mit deutschen Handelskonzernen gewaltige Gewinne aus den exorbitanten Handelsspannen ziehen. Außerdem sind die chinesischen Billiglöhne ein sehr gutes Argument für den deutschen Arbeitnehmer-Sklavenmarkt.

Kommen wir zu Herrn Althaus, den Noch-Ministerpräsidenten von Thüringen. Wie Herr Ramelow in seinen Buch beschreibt, war Herr Althaus zu DDR-Zeiten damit beschäftigt, seine Schüler für die Verteidigung des „Sozialismus“ zu begeistern, auch soll er als stellvertretender Schuldirektor für die Pionierarbeit zuständig gewesen sein. Er hat also Kinder auf den Kampf gegen die „freiheitlich demokratische Grundordnung“ vorbereitet. Dafür hat er kurz vor den Zusammenbruch der Honecker-Diktatur noch eine hübsche staatliche Auszeichnung bekommen die er mit Stolz entgegen nahm. Deswegen sollte ihn der Verfassungsschutz eigentlich heute noch genau beobachten, denn wer sich einmal um 180 Grad wendet, tut es vielleicht auch ein zweites Mal.
Zum Schluss haben wir die Kanzlerin Merkel.

Folgendes ist in Wikipedia über Frau Merkel zu lesen: Angela Merkel war während ihrer Zeit an der Akademie als Kreisleitungsmitglied und Sekretärin für Agitation und Propaganda bei der FDJ tätig – sie selbst spricht in diesem Zusammenhang von „Kulturarbeit“, die ihr laut eines Interviews mit Günter Gaus aus dem Jahr 1992 „Spaß gemacht hat“.

Sie war also auch für die Anwerbung neuer Mitglieder für den Jugendverein FDJ zuständig. So eine Aufgabe und Posten bekamen, wie jeder DDR-Bürger weiß, nur linientreue Personen. Frau Merkel versucht diese Tatsache herunter zu spielen, in dem sie von Kulturarbeit spricht. Was sollte sie sonst auch sagen zu so einer peinlichen Angelegenheit. Wirklich, es ist wie ein schlechtes Theaterstück, was Frau Merkel da abgeliefert hat.

Jetzt möchte ich Sie, Frau Borchardt, folgendes fragen: Gehen sie mit Ihren eigenen Mitgliedern genau so ins Gericht, oder macht man da die Augen zu. Herr Ramelow wurde vom Verfassungsschutz observiert. Wenn Sie sich mit der „Akte Ramelow“ beschäftigt haben, müssten Sie sich, wenn Sie ehrlich argumentieren würden, eigentlich fragen, warum die von mir genannten CDU-Persönlichkeiten nicht auch observiert werden.
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
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