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Sa, 18:15 Uhr
01.11.2008

Kunst, Gott und die Welt

„Von Eisleben über Rom nach Wittenberg“ ist ein Diavortrag überschrieben, zu dem die Jugendkunstschule einlädt und in dem es um niemand Geringeren als den Reformator Martin Luther geht.

Am 10. November jährt sich der Geburtstag Martin Luthers zum 525. Mal. Der Hallenser Theologe, Kunsthistoriker und Leiter des Canstein Bibelzentrums, Walter Martin Rehahn, erinnert mit einem Vortrag an Leben, Wirken und Bedeutung des Reformators.

Virtuell wird er Orte aufsuchen, die in Luthers Leben bedeutungsvoll waren. Sie liegen fast alle in Mitteldeutschland: Eisleben, Mansfeld, Magdeburg, Eisenach, Erfurt und Wittenberg. Seine einzige Auslandsreise führte Luther nach Rom; sie hatte sein Bild vom Papsttum nachhaltig beeinflusst. Die Spurensuche W. M. Rehahns offenbart Unbekanntes und entführt den Besucher auf eine Entdeckungsreise. Viele städtische Situationen und Gebäude, die Luther gesehen hat, existieren noch und vermitteln Eindrücke vom urbanen Leben zu Beginn des 16. Jahrhunderts.

Auch in Nordhausen hielt sich der Reformator wiederholt auf; erstmalig am 30. Mai 1516. Historische Belege sprechen sogar von einer möglichen Predigt Luthers im Jahr 1522, die einen ersten Höhepunkt der reformatorischen Bewegung in der Stadt bildet. Seine Anteilnahme an der Reformation in unserer Stadt äußerte er so: „Ich weiß keine Stadt am Harze oder sonst, welche sich dem Evangelio so bald unterworfen als die Stadt Nordhausen, dass wird sie vor Gott und vor den anderen in jenem Leben Ehre haben.“ Am 22. April1525 kehrt er beim Nordhäuser Bürgermeister Michael Meyenburg ein und hält in einer der Kirchen der Stadt eine Predigt. Gewisse Leute aber verhöhnen ihn.

Die Reise auf Luthers Fährten zeichnet zugleich die Entwicklung seines Denkens
und seiner Frömmigkeit nach und stellt sie in den Kontext der politisch-gesellschaftlichen Umbrüche der beginnenden Neuzeit. Päpste, Kaiser, Fürsten, Bürger und Bauern, Mönche und Gelehrte waren die Akteure des Zeitalters der Reformation. Sie werden in zeitgenössischen Darstellungen zu sehen sein. Einige Beispiele ausgewählter Renaissancemusik runden die Epochenschau ab.

Dieser Abend steht ganz im Zeichen der gerade begonnenen Luther-Dekade und in Vorbereitung des 500. Jahrestages von Luthers Thesenanschlag im Jahr 2017.

Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Der Eintritt ist frei.
Autor: nnz

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