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Mi, 18:21 Uhr
29.10.2008

Splitter beim Turnen

In den Hauptausschusssitzungen des Nordhäuser Stadtrates gibt es den Punkt „Vorberatung von Anträgen...“. Das sind Anträge von Fraktionen. Insgesamt fünf Anträge waren es heute, die es zu beraten gab. Vier gefielen der Verwaltung, einer nicht...


Die wohlgesonnenen Anträge kamen von der SPD-Fraktion. Das erfreute Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) natürlich. Das freute auch Umweltamtsleiter Steffen Meyer so sehr, dass er sich bei der SPD bedankte und kundtat, dass auch die Verwaltung diesen Antrag eingebracht hätte. „Danke SPD!“ Ebenso gab es seelischen Beifall von der Verwaltung für die „Überarbeitung der Fernwärmesatzung“, die Erstellung eines Bildungsportals“ und für die Umsetzung und Vermarktung des Naturparks „Südharz“. Mit Verlaub, den gibt es noch nicht, und schon ist es kein Problem, da das Geld im nächsten Jahr bereits im Entwurf des kommenden Haushaltes enthalten sei.

Dann kam ein FDP-Antrag zur Diskussion. Die Liberalen wollen, dass die Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule saniert wird. Claus-Peter Rossberg argumentierte unter anderem mit dem seiner Meinung nach vorhandenen Verletzungsrisiko durch den defekten Fussboden.

Obwohl in Nordhausen viel für Erziehung und Bildung getan wird und jede Menge Schulen saniert wurden und werden, gibt sich die Verwaltungsspitze reserviert. Vielleicht mag man dieses Thema nicht. Vielleicht auch deshalb, weil es nicht von der SPD kommt? Diese Fragen stellen sich seit einiger Zeit mehrere Stadträte.

Es gebe für die Sanierung der Schulsporthalle keine Fördermittel, man habe es schon einmal versucht, als die Schule saniert wurde, argumentierte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD). Damals seien Fördermittel nach Wolkramshausen geflossen, um die dortige Schule aufzupeppen. Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) meinte gar, dass die KKS-Turnhalle den Vergleich mit anderen Turnhallen nicht scheuen müsse, sie sei in einem guten Zustand. Eine schlechtere Turnhalle kennt Claus-Peter Rossberg nicht, hat aber das Totschlagsargument der Verwalter vergessen:

Die notwendigen 500.000 Euro seien nicht im kommenden Haushalt eingeplant, wenn es der Stadtrat wünsche, dann müsse woanders gestrichen werden. Vielleicht bei der Kuntz-Schule, hört der Berichterstatter. Jetzt haben die Liberalen bis zur Haushaltsklausur Zeit zur Werbung bei den anderen Fraktionen des Stadtrates. Vermutlich brauchen sie bei der SPD überhaupt nicht anzuklopfen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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