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Mi, 18:01 Uhr
29.10.2008

Spitze in Thüringen

Die Nordhäuser Stadtverwaltung ist eine gute Adresse für Langzeitarbeitslose geworden. Möglich machten den Weg zum Rathaus mehrere Bundesprogramme frei, die Menschen in menschenwürdige Arbeit bringen...


Mit Hilfe der Programme „Kommunalkombi“ und „Jobperspektive“ sind für schwervermittelbare Frauen und Männer endlich Beschäftigungsverhältnisse möglich, die sozialversicherungspflichtig sind. Das klappt allerdings nur, wenn es dafür einen Träger gibt. Zum Beispiel die Nordhäuser Stadtverwaltung. Aktuell sind 21 Frauen und Männer im „Kommunalkombi“ beschäftigt, bei der „Jobperspektive“ sind es 20, einige davon bei gemeinnützigen Trägern. Pro „Nase“ zahlt die Stadtverwaltung 500 Euro, 700 Euro gibt der Bund dazu.

Damit arbeiten in Nordhausen 28 Prozent aller Frauen und Männer in diesen Maßnahmen im gesamten Freistaat. Landesweit seien die Programme von Kommunen – hier das Kommunalkombi - lediglich 74 mal in Anspruch genommen worden. In der Rolandstadt sind die Personen zum Beispiel im Seniorenbegegnungszentrum, in den Museen oder in Sportvereinen eingesetzt.

Wie Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) heute im Hauptausschuss mitteilte, sei die Zahl in Thüringen erschreckend gering. In Sachsen-Anhalt gebe es rund 1000 Kommunalkombis. Laut Jendricke begründet die Landesregierung dies mit der niedrigen Arbeitslosigkeit. „Den Langzeitarbeitslosen hilft diese Aussage relativ wenig.“
Autor: nnz

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