Mi, 12:53 Uhr
10.07.2002
nnz-Doku (11): Erklärung zu Prioritäten
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Landratsamt wurde heute zu wichtigen Straßenbauprojekten beraten. In der Doku-Reihe veröffentlicht die nnz eine gemeinsame Erklärung der Städte Nordhausen und Sondershausen sowie des Kyffhäuserkreises und des Landkreises Nordhausen. Die nnz wird außerdem noch über den Verlauf der heutigen Verkehrskonferenz berichten.
Gemeinsame Erklärung
Mit der durchgängigen Realisierung der BAB A 38 Göttingen – Halle/Leipzig bis zum Jahr 2005 wird die entscheidende Verkehrsachse für den Südharz in West-Ost-Richtung die großräumigen Verkehrsströme im europäischen und deutschen Fernstraßennetz aufnehmen.
Zur nachhaltigen Nutzung der Vorteile der A 38 bedarf es dringend der Verbesserung der Erreichbarkeit der A 38 am Verkehrsknoten A 38/B 4/B 243 aus dem Raum Sondershausen, aus Richtung Erfurt und aus dem niedersächsischen Teil des Harzes. Vordringliche Ziele sind der kurzfristige Ausbau der B 4 südlich der A 38 zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit als Autobahnzubringer durch die Verbesserung der Linienführung im Bereich der Sundhäuser Berge, die Anordnung erforderlicher Zusatzfahrstreifen und den Bau der Ortsumgehung Sondershausen sowie der vierstreifige Neubau der B 243n.
Begründung
Die B 4 südlich der A 38 und die B 243 nördlich der A 38 sind Teil der länderübergreifenden Verbindungsachse Hannover (A 7) - Nordhausen (A 38) - Erfurt (A 4) und übernehmen die Funktion als Autobahnzubringer zwischen der A 38 und der A 7 bzw. der A 38 und der A 4. Zwischen zentralen Orten höherer Stufe verbinden die B 4/B 243 die Oberzentren Erfurt und Hannover unter Einbeziehung der Städte Nordhausen als Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums und Sondershausen als Mittelzentrum.
Eine ausgewogene räumliche Entwicklung entsprechend den politischen Optionen des Europäischen Raumentwicklungskonzeptes (EUREK) erfordert die entsprechende Verknüpfung der Zentren durch leistungsfähige Infrastrukturentwicklungsachsen. Ziel ist die Stärkung des Zentrale-Orte-Systems mit der Stadt Nordhausen als größtes Zentrum in Nordthüringen durch Verbesserung der Erreichbarkeit überregional bedeutsamer Versorgungseinrichtungen.
Der vierstreifige Neubau der B 243n Herzberg-Nordhausen stellt den Lückenschluß zwischen der vorhandenen vierstreifigen Bundesstraße von A 7 (Seesen - Bad Lauterberg) bis zur A 38 her und wird damit Teil eines leistungsfähigen Ringes überregionaler Straßen um den Harz. Die vorhandene Trassierung und die unzureichenden Ausbauparameter der B 4 und B 243 entsprechen nicht dem Verkehrsaufkommen und der Netzbedeutung. Die Dringlichkeit des Neu- bzw. Ausbaus erhöht sich mit der Fertigstellung weiterer Bauabschnitte der A 38, insbesondere durch die Zunahme des Lkw-Verkehrs auf Bundesstraßen infolge aktueller Maut-Regelungen.
Zwischen den betroffenen Landkreisen sowie den Städten Nordhausen und Sondershausen besteht Konsens darüber, dass die Projekte
- B 4/A 38 - OU Sondershausen (Nord) (1. BA Sundhäuser Berg)
- B 4/A 38 - OU Sondershausen (Nord) (2. BA)
- B 243 Nordhausen - Herzberg
bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes in die Priorität Vordringlicher Bedarf eingestuft werden sollen und darauf hingewirkt wird, dass der Bau zeitnah erfolgt. Dazu bedarf es der Konkretisierung der Antragsunterlagen des Freistaates Thüringen mit einem entsprechenden Einstufungsvorschlag gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, der konsequenten Fortführung der notwendigen Planungs- und Verfahrensschritte und der unverzüglichen Realisierung nach Vorliegen des Baurechts.
So bestehen konkrete Forderungen nach:
- dem Abschluß des Planfeststellungsverfahrens für die B 243n, 1. Teilabschnitt und
- der unverzüglichen Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Ausbau der B 4 von der B 38 bis zur OU Sondershausen.
Alle Beteiligten unterstützen die laufende Planfeststellung zur Ortsumgehung Sondershausen mit dem Ziel, zum frühestmöglichen Zeitpunkt Baurecht für das geplante Vorhaben zu erhalten.
Claus, Landrat des Landkreises Nordhausen,
Hengstermann, Landrat des Kyffhäuserkreises,
Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen
Kreyer, Bürgermeister der Stadt Sondershausen
Autor: nnzGemeinsame Erklärung
Mit der durchgängigen Realisierung der BAB A 38 Göttingen – Halle/Leipzig bis zum Jahr 2005 wird die entscheidende Verkehrsachse für den Südharz in West-Ost-Richtung die großräumigen Verkehrsströme im europäischen und deutschen Fernstraßennetz aufnehmen.
Zur nachhaltigen Nutzung der Vorteile der A 38 bedarf es dringend der Verbesserung der Erreichbarkeit der A 38 am Verkehrsknoten A 38/B 4/B 243 aus dem Raum Sondershausen, aus Richtung Erfurt und aus dem niedersächsischen Teil des Harzes. Vordringliche Ziele sind der kurzfristige Ausbau der B 4 südlich der A 38 zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit als Autobahnzubringer durch die Verbesserung der Linienführung im Bereich der Sundhäuser Berge, die Anordnung erforderlicher Zusatzfahrstreifen und den Bau der Ortsumgehung Sondershausen sowie der vierstreifige Neubau der B 243n.
Begründung
Die B 4 südlich der A 38 und die B 243 nördlich der A 38 sind Teil der länderübergreifenden Verbindungsachse Hannover (A 7) - Nordhausen (A 38) - Erfurt (A 4) und übernehmen die Funktion als Autobahnzubringer zwischen der A 38 und der A 7 bzw. der A 38 und der A 4. Zwischen zentralen Orten höherer Stufe verbinden die B 4/B 243 die Oberzentren Erfurt und Hannover unter Einbeziehung der Städte Nordhausen als Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums und Sondershausen als Mittelzentrum.
Eine ausgewogene räumliche Entwicklung entsprechend den politischen Optionen des Europäischen Raumentwicklungskonzeptes (EUREK) erfordert die entsprechende Verknüpfung der Zentren durch leistungsfähige Infrastrukturentwicklungsachsen. Ziel ist die Stärkung des Zentrale-Orte-Systems mit der Stadt Nordhausen als größtes Zentrum in Nordthüringen durch Verbesserung der Erreichbarkeit überregional bedeutsamer Versorgungseinrichtungen.
Der vierstreifige Neubau der B 243n Herzberg-Nordhausen stellt den Lückenschluß zwischen der vorhandenen vierstreifigen Bundesstraße von A 7 (Seesen - Bad Lauterberg) bis zur A 38 her und wird damit Teil eines leistungsfähigen Ringes überregionaler Straßen um den Harz. Die vorhandene Trassierung und die unzureichenden Ausbauparameter der B 4 und B 243 entsprechen nicht dem Verkehrsaufkommen und der Netzbedeutung. Die Dringlichkeit des Neu- bzw. Ausbaus erhöht sich mit der Fertigstellung weiterer Bauabschnitte der A 38, insbesondere durch die Zunahme des Lkw-Verkehrs auf Bundesstraßen infolge aktueller Maut-Regelungen.
Zwischen den betroffenen Landkreisen sowie den Städten Nordhausen und Sondershausen besteht Konsens darüber, dass die Projekte
- B 4/A 38 - OU Sondershausen (Nord) (1. BA Sundhäuser Berg)
- B 4/A 38 - OU Sondershausen (Nord) (2. BA)
- B 243 Nordhausen - Herzberg
bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes in die Priorität Vordringlicher Bedarf eingestuft werden sollen und darauf hingewirkt wird, dass der Bau zeitnah erfolgt. Dazu bedarf es der Konkretisierung der Antragsunterlagen des Freistaates Thüringen mit einem entsprechenden Einstufungsvorschlag gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, der konsequenten Fortführung der notwendigen Planungs- und Verfahrensschritte und der unverzüglichen Realisierung nach Vorliegen des Baurechts.
So bestehen konkrete Forderungen nach:
- dem Abschluß des Planfeststellungsverfahrens für die B 243n, 1. Teilabschnitt und
- der unverzüglichen Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Ausbau der B 4 von der B 38 bis zur OU Sondershausen.
Alle Beteiligten unterstützen die laufende Planfeststellung zur Ortsumgehung Sondershausen mit dem Ziel, zum frühestmöglichen Zeitpunkt Baurecht für das geplante Vorhaben zu erhalten.
Claus, Landrat des Landkreises Nordhausen,
Hengstermann, Landrat des Kyffhäuserkreises,
Rinke, Oberbürgermeisterin der Stadt Nordhausen
Kreyer, Bürgermeister der Stadt Sondershausen

