Do, 14:32 Uhr
23.10.2008
Zurück ins Glied
Der Nordhäuser Kreisvorstand des Gemeinde- und Städtebundes hat einen neuen Chef. Das wurde gestern durch die Mitglieder so bestätigt, einstimmig. Wer da für wen Platz gemacht hat und vor allem warum – das hat die nnz erfahren...
Gemeinde- und Städtebund und Jürgen Hohberg, das war eine kommunalpolitische Ehe, die nichts auseinander zu bringen schien. 14 Jahre lang setzte sich der parteilose Bürgermeister für die Belange der Kommunen im Landkreis Nordhausen ein und darüber hinaus im Rechtsausschuss des Deutschen Gemeinde- und Städtebundes.
Die Gesundheit hat in all den Jahren gelitten, Jürgen Hohberg hört auf. Das, was vor zwei Jahren niemand für möglich gehalten hätte, ist eingetreten: Der Sollstedter tritt kürzer. Der Abschied war vorbereitet, alles sollte geregelt sein. Die Übergabe, die Nachfolgeschaft. Mit dem Bürgermeister von Ellrich, Matthias Ehrhold tritt ein Mann in Hohbergs Fußstapfen, dem einige seiner Kollegen nachsagen, er gehe keinem Amt aus dem Wege. Das ist die harmlose Variante. Auch der Bleicheröder Bürgermeister Frank Rostek soll im Gespräch gewesen sein, habe aber abgelehnt, pfiffen einst die Bürgermeisterspatzen von den Dächern.
Bernd Gaßmann, Hohbergs Stellvertreter, tritt ebenfalls ins Glied zurück, an seine Stelle tritt Jochen Napiralla, der Bürgermeister in Niedersachswerfen. In der Satzung des kommunalen Verbandes ist festgelegt, dass Vorsitz und Stellvertretung von hauptamtlich Regierenden ausgeübt werden müssen.
Seinen Hut genommen hat der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Hohenstein, Martin Höche. Der hört im nächsten Jahr mit dem Regieren auf, hat aber noch genug zu tun. Neben dem Vorsitz im Wasserverband gilt der Mann auch als designierte Vorsitzender des Aufsichtsrates der Südharzwerke.
So langsam aber sicher geht die Ära der Frauen und Männer der ersten Stunde nach der Wende zu Ende. Sie verabschieden sich, hinterlassen ein Erbe, das unterschiedlich zu beurteilen sein wird. Fakt jedoch ist: Sie haben es damals gewagt, haben angepackt. Da fällt mir an dieser Stelle ein Song des einstigen Panta Rhei-Frontmanns Herbert Dreilich ein: In dem Lied Über mich heißt es: Hab’ viel begonnen, manches nicht beendet, doch: Ich hab’ was getan. So langsam wird es Zeit, daß die zweite Generation das Laufen lernt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzGemeinde- und Städtebund und Jürgen Hohberg, das war eine kommunalpolitische Ehe, die nichts auseinander zu bringen schien. 14 Jahre lang setzte sich der parteilose Bürgermeister für die Belange der Kommunen im Landkreis Nordhausen ein und darüber hinaus im Rechtsausschuss des Deutschen Gemeinde- und Städtebundes.
Die Gesundheit hat in all den Jahren gelitten, Jürgen Hohberg hört auf. Das, was vor zwei Jahren niemand für möglich gehalten hätte, ist eingetreten: Der Sollstedter tritt kürzer. Der Abschied war vorbereitet, alles sollte geregelt sein. Die Übergabe, die Nachfolgeschaft. Mit dem Bürgermeister von Ellrich, Matthias Ehrhold tritt ein Mann in Hohbergs Fußstapfen, dem einige seiner Kollegen nachsagen, er gehe keinem Amt aus dem Wege. Das ist die harmlose Variante. Auch der Bleicheröder Bürgermeister Frank Rostek soll im Gespräch gewesen sein, habe aber abgelehnt, pfiffen einst die Bürgermeisterspatzen von den Dächern.
Bernd Gaßmann, Hohbergs Stellvertreter, tritt ebenfalls ins Glied zurück, an seine Stelle tritt Jochen Napiralla, der Bürgermeister in Niedersachswerfen. In der Satzung des kommunalen Verbandes ist festgelegt, dass Vorsitz und Stellvertretung von hauptamtlich Regierenden ausgeübt werden müssen.
Seinen Hut genommen hat der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Hohenstein, Martin Höche. Der hört im nächsten Jahr mit dem Regieren auf, hat aber noch genug zu tun. Neben dem Vorsitz im Wasserverband gilt der Mann auch als designierte Vorsitzender des Aufsichtsrates der Südharzwerke.
So langsam aber sicher geht die Ära der Frauen und Männer der ersten Stunde nach der Wende zu Ende. Sie verabschieden sich, hinterlassen ein Erbe, das unterschiedlich zu beurteilen sein wird. Fakt jedoch ist: Sie haben es damals gewagt, haben angepackt. Da fällt mir an dieser Stelle ein Song des einstigen Panta Rhei-Frontmanns Herbert Dreilich ein: In dem Lied Über mich heißt es: Hab’ viel begonnen, manches nicht beendet, doch: Ich hab’ was getan. So langsam wird es Zeit, daß die zweite Generation das Laufen lernt.
Peter-Stefan Greiner

