Mi, 08:31 Uhr
22.10.2008
Beobachter unter sich
Jüngst kamen auf Einladung der Nationalparkverwaltung Harz 25 Mitarbeiter zusammen, die auf ehrenamtlicher oder anderer Basis die wissenschaftliche Bestandsaufnahme und artbezogenen Beobachtungen im Park unterstützen.
Elektrobefischung durch Otfried Wüstemann an der Kalten Bode bei Schierke
Der Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Forschung, Dr. Hans-Ulrich Kison, begrüßte die Teilnehmer in der Jugendherberge Schierke. Nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und einer Würdigung der Tätigkeit des Wernigeröder Geologen und Naturschützers Achim Groß, der am 3.12.2007 verstorben war, widmete sich der Teilnehmerkreis dem Leitthema des Tages, der Einschätzung der Gewässergüte anhand chemischer und biologischer Untersuchungen.
Dr. Uta Langheinrich und Prof. Dr. Volker Lüderitz von der Fachhochschule Magdeburg gaben einen zusammenfassenden Überblick über langjährige Arbeiten zur Analyse und Überwachung der Fließgewässergüte im Nationalpark Harz. Es konnte ein Rückgang der Versauerung der Fließgewässer über die vergangenen Jahre nachgewiesen werden. Dennoch sind es immer noch insbesondere die Säureschübe nach der Schneeschmelze im Frühjahr, die zu Extremwerten in den Gewässern führen und die Lebensbedingungen für Kleinlebewesen begrenzen.
Eine anschließende Exkursion führte die Teilnehmer an die Kalte Bode und deren Seitenbäche oberhalb von Schierke. Hier demonstrierte Nationalpark-Mitarbeiter Otfried Wüstemann (Foto) die Arbeit mit einem Gerät für die Elektrobefischung. Damit lässt sich der Fischbesatz solcher Gewässer in schonender Weise ermitteln. Als erfreuliches Fazit konnte gezogen werden, dass sich die Bachforelle in den letzten Jahren alte Lebensräume in den Gebirgsbächen wieder erobert hat.
Bis in Höhenlagen von etwa 800 m ü. NN kommt die Bachforelle als Gipfeltier der Nahrungskette der Gebirgsbäche vor. Das zeigt, dass das Nahrungsangebot und die biologische Qualität der Fließgewässer hierfür gegeben sind. Dazu leistete namentlich an der Kalten Bode eine vor Jahren durch den damaligen Nationalpark-Revierleiter Heinz Springemann durchgeführte Entfichtung des Oberlaufs einen wichtigen Beitrag. Auch der Graureiher kann daher hier hin und wieder beobachtet werden.
Autor: nnzElektrobefischung durch Otfried Wüstemann an der Kalten Bode bei Schierke
Der Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Forschung, Dr. Hans-Ulrich Kison, begrüßte die Teilnehmer in der Jugendherberge Schierke. Nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und einer Würdigung der Tätigkeit des Wernigeröder Geologen und Naturschützers Achim Groß, der am 3.12.2007 verstorben war, widmete sich der Teilnehmerkreis dem Leitthema des Tages, der Einschätzung der Gewässergüte anhand chemischer und biologischer Untersuchungen.
Dr. Uta Langheinrich und Prof. Dr. Volker Lüderitz von der Fachhochschule Magdeburg gaben einen zusammenfassenden Überblick über langjährige Arbeiten zur Analyse und Überwachung der Fließgewässergüte im Nationalpark Harz. Es konnte ein Rückgang der Versauerung der Fließgewässer über die vergangenen Jahre nachgewiesen werden. Dennoch sind es immer noch insbesondere die Säureschübe nach der Schneeschmelze im Frühjahr, die zu Extremwerten in den Gewässern führen und die Lebensbedingungen für Kleinlebewesen begrenzen.
Eine anschließende Exkursion führte die Teilnehmer an die Kalte Bode und deren Seitenbäche oberhalb von Schierke. Hier demonstrierte Nationalpark-Mitarbeiter Otfried Wüstemann (Foto) die Arbeit mit einem Gerät für die Elektrobefischung. Damit lässt sich der Fischbesatz solcher Gewässer in schonender Weise ermitteln. Als erfreuliches Fazit konnte gezogen werden, dass sich die Bachforelle in den letzten Jahren alte Lebensräume in den Gebirgsbächen wieder erobert hat.
Bis in Höhenlagen von etwa 800 m ü. NN kommt die Bachforelle als Gipfeltier der Nahrungskette der Gebirgsbäche vor. Das zeigt, dass das Nahrungsangebot und die biologische Qualität der Fließgewässer hierfür gegeben sind. Dazu leistete namentlich an der Kalten Bode eine vor Jahren durch den damaligen Nationalpark-Revierleiter Heinz Springemann durchgeführte Entfichtung des Oberlaufs einen wichtigen Beitrag. Auch der Graureiher kann daher hier hin und wieder beobachtet werden.


