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Fr, 15:24 Uhr
05.07.2002

Biotechnologie auf dem Vormarsch

Nordhausen (nnz). Die AHN Biotechnologie GmbH ist weiter auf Expansionskurs. Heute wurde zur Vorstellung des Betriebes und der neuen Anlagen geladen. Die nnz war vor Ort und hat sich umfassend informiert.


 Krankenstation oder Fertigungsraum? Kaum einer kennt das Unternehmen, obwohl es bereits weltweit Fuß gefasst hat und in seiner Branche eine durchaus nennenswerte Position bezieht. Darüber kann auch die leicht versteckte Lage am Uthleber Weg nicht hinweg täuschen. Die AHN Biotechnologie GmbH konzipiert und produziert seit 1999 moderne Kunststoff-Laborartikel, die hauptsächlich bei der molekularbiologischen Forschung zum Einsatz kommen.

Zunächst in den „Gründermonaten“ im BIC Nordthüringen in Bielen ansässig, "rappelte" sich das Unternehmen um Geschäftsführer und Gesellschafter Hans-Jürgen Hoffmann zu einem Betrieb mit eigener Produktionsanlage auf, die im Juli 2000 bezogen wurde. Seitdem entstehen hier im großen Umfang Pipettenspitzen, Filterspitzen, Reaktionsgefäße, Gefäße zur Filtration von Biomolekülen und andere Werkzeuge für molekularbiologische Forschungen.

Heute Mittag wurde ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft getan. Etwa 40 Gäste waren gekommen, um sich die neue große Halle anzusehen. Einige Firmen, die von der AHN Biotechnologie GmbH in Deutschland beliefert werden, hatten Vertreter geschickt, um mit dem Unternehmen die „heiligen Hallen“ zu begutachten. Hier werden demnächst unter anderem neue Fertigungsanlagen zu finden sein. Bis dahin sollen hier Lagerplätze zur Verfügung stehen.

Zur Ausweitung der Produktion gehört auch die Fertigung von Pipettenspitzen, die für ein Partnerunternehmen aus Jena entwickelt wurden. Außerdem sollen der Universität Bochum spezielle Gefäße zum Filtern von Aminosäuren zur Verfügung gestellt werden, die diese für ein neues Projekt benötigt. Man hofft, beide Produkte ab kommenden Montag in Serie produzieren zu können.

Einweihung in die Geheimnisse der Produktionstechnik Um den weit angereisten Firmenvertretern und interessierten Gästen den Betrieb ein wenig näher zu bringen, führte Hans-Jürgen Hoffmann persönlich durch die Räumlichkeiten. Dabei erklärte er sowohl die technischen Vorraussetzungen als auch den Prozess, in dem die kleinen Kunststoff-Werkzeuge entstehen. „80 Prozent unserer Produkte exportieren wir, unter anderem in die USA, nach Kanada, Brasilien, Taiwan, Russland und Belgien. Wir können unsere Erzeugnisse teilweise um 30 bis 40 Prozent günstiger produzieren als die Konkurrenz“, ließ der Geschäftsführer stolz verlauten. „Für eine gleichbleibend hohe Qualität sorgen die Kontrollen der Produkte, die stündlich durchgeführt werden.“ Und auch an die Umwelt ist gedacht. Umweltfreundliche Kühlanlagen und Kunststoff-Reste, die recycelt werden, sparen Rohstoffe.

Ein weiterer Ausbau der Anlage in der Zukunft sei nicht auszuschließen. Wie die nnz erfuhr, wolle man Schritt für Schritt vorgehen, anstatt erst aus dem Vollen zu schöpfen und dann zurückfahren zu müssen. In jedem Fall sei man darum bemüht, auch weiterhin ein modernes, innovatives Unternehmen am Standort Nordhausen zu betreiben.
Autor: mj

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