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So, 09:15 Uhr
03.12.2000

Konzept der Polizei ging auf - fünf linke Jugendliche vorübergehend in Gewahrsam

Auch aus Sicht der Polizei ist die gestrige Demonstration in Nordhausen ohne Zwischen fälle verlaufen. Dabei habe sich das Konzept der Polizei vollauf bewährt, schätzte der Leiter der Polizeidirektion, Günther Lierhammer ein. Beamte aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen sorgten in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter für einen reibungslosen Ablauf.


Bereits im Vorfeld hatte die Polizei Kontrollstellen eingerichtet. Ziel dieser Kontrollen war es, rechtzeitig potentielle Straftäter festzustellen. Bei diesen Kontrollen in und um Nordhausen wurden 283 Personen kontrolliert und 108 Fahrzeuge angehalten. Fünf Jugendliche des linken Spektrums wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, da sie gegen Versammlungsauflagen verstoßen hatten. Mehrere verbotene Gegenstände seien sichergestellt worden, darunter eine Armbrust mit fünf Pfeilen, mit Metallstacheln versehene Stiefel und Armbänder sowie ein Butterflymesser.
In der Nacht zum Samstag wurden am Nordhäuser Ehrenfriedhof Hakenkreuzschmierereien entdeckt. Diese wurden sofort entfernt.
Nach nnz-Informationen haben die SPD und die PDS für den 9. Dezember eine Gegendemonstration zum NPD-Aufmarsch in Nordhausen angemeldet. Wie aus dem Nordhäuser Landratsamt bekannt wurde, soll die für kommenden Samstag angemeldete NPD-Kundgebung und ein Fackelumzug behördlich untersagt werden.
Autor: nnz

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