Mi, 14:37 Uhr
08.10.2008
nnz-Forum: Nicht lesen schlechthin
Wann haben Sie ein Buch gelesen? Jeder wird diese Frage unterschiedlich – für sich – beantworten. In der Schule allerdings ist das unabdinglich. Eine Regelschule in Nordhausen ist auf dem Weg zur Leseschule. Im Forum der nnz beschreibt Schulleiterin Sabine Schröder den Weg dorthin...
Die Petersbergschule beteiligt sich am Projekt Pro Lesen. Auf dem Weg zur Leseschule. Damit sind wir eine von nur 23 Schulen in Thüringen, die an diesem Bundesprojekt mitarbeiten kann. Lesekompetenz als Schlüsselkompetenz ist Voraussetzung und Ziel schulischen Lernens und auch des heute für jeden Menschen erforderlichen lebenslangen Lernens. Über Texte werden neben Informationen und Fakten auch Ideen, Wertvorstellungen und kulturelle Inhalte transportiert.
Wissen ist heute und sicher auch in Zukunft zum größten Teil in Texten aufgehoben und wird darin weitergegeben. Anliegen des Vorhabens unter Beteiligung aller Bundesländer ist die Erarbeitung neuer Konzepte für die Leseförderung, die Erstellung kompetenzorientierter Aufgabenstellungen und die Erarbeitung eines schulinternen Lese-Lehrplans.
Wichtig ist dabei, dass die Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz nicht allein Gegenstand des Unterrichtsfaches Deutsch sein kann, sondern notwendige Voraussetzung ist, um dem Unterricht in allen Fächern zu folgen und damit notwendig für alles fachliche Lernen ist. Dies bedeutet auch, dass Defizite in einzelnen Komponenten der Lesekompetenz ein deutliches Handicap sind für die Aneignung von Wissen, für die Teilhabe am kulturellen Leben und für den Lebensverlauf nach der Schule.
Somit wollen wir Lesekompetenz in fächerübergreifendem Ansatz verstehen und in allen Bereich anwendbare Strategien zum Textverständnis vermitteln. Insbesondere ist unser Blick darauf zu richten, dass Schüler ihre Lesekompetenz im Hinblick auf Leseverständnis schrittweise verbessern, die Lesemotivation gesteigert wird und damit lebenslanges eigenständiges Lernen ermöglicht wird.
Gleichzeitig bauen wir mit der Teilnahme am KMK-Projekt unser Programm Berufswahlfreundliche Schule aus, weil nur derjenige in seinem Beruf erfolgreich sein kann, der richtig lesen kann. In diesem Verständnis wird deutlich, dass Lesekompetenz nicht ausschließlich die Fähigkeit zum Lesen an sich meint, also nicht nur die Dekodierfähigkeit, sondern den Umgang mit dem Text.
Sabine Schröder, Leiterin der Petersbergschule
Autor: nnzDie Petersbergschule beteiligt sich am Projekt Pro Lesen. Auf dem Weg zur Leseschule. Damit sind wir eine von nur 23 Schulen in Thüringen, die an diesem Bundesprojekt mitarbeiten kann. Lesekompetenz als Schlüsselkompetenz ist Voraussetzung und Ziel schulischen Lernens und auch des heute für jeden Menschen erforderlichen lebenslangen Lernens. Über Texte werden neben Informationen und Fakten auch Ideen, Wertvorstellungen und kulturelle Inhalte transportiert.
Wissen ist heute und sicher auch in Zukunft zum größten Teil in Texten aufgehoben und wird darin weitergegeben. Anliegen des Vorhabens unter Beteiligung aller Bundesländer ist die Erarbeitung neuer Konzepte für die Leseförderung, die Erstellung kompetenzorientierter Aufgabenstellungen und die Erarbeitung eines schulinternen Lese-Lehrplans.
Wichtig ist dabei, dass die Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz nicht allein Gegenstand des Unterrichtsfaches Deutsch sein kann, sondern notwendige Voraussetzung ist, um dem Unterricht in allen Fächern zu folgen und damit notwendig für alles fachliche Lernen ist. Dies bedeutet auch, dass Defizite in einzelnen Komponenten der Lesekompetenz ein deutliches Handicap sind für die Aneignung von Wissen, für die Teilhabe am kulturellen Leben und für den Lebensverlauf nach der Schule.
Somit wollen wir Lesekompetenz in fächerübergreifendem Ansatz verstehen und in allen Bereich anwendbare Strategien zum Textverständnis vermitteln. Insbesondere ist unser Blick darauf zu richten, dass Schüler ihre Lesekompetenz im Hinblick auf Leseverständnis schrittweise verbessern, die Lesemotivation gesteigert wird und damit lebenslanges eigenständiges Lernen ermöglicht wird.
Gleichzeitig bauen wir mit der Teilnahme am KMK-Projekt unser Programm Berufswahlfreundliche Schule aus, weil nur derjenige in seinem Beruf erfolgreich sein kann, der richtig lesen kann. In diesem Verständnis wird deutlich, dass Lesekompetenz nicht ausschließlich die Fähigkeit zum Lesen an sich meint, also nicht nur die Dekodierfähigkeit, sondern den Umgang mit dem Text.
Sabine Schröder, Leiterin der Petersbergschule
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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