Di, 15:27 Uhr
07.10.2008
nnz-Interview: Wie sicher ist mein Geld?
Der Alptraum eines jeden Sparers: Das Geld ist weg, die Einlagen nicht mehr sicher. In diesen Tagen kein Wunder, die täglichen Nachrichten von den Finanzmärkten tragen nicht unbedingt zur Beruhigung bei. Die nnz deshalb mal bei der Kreissparkasse in Nordhausen nachgefragt und wollte von Sebastian Gräser wissen, wie sicher das Geld am Kornmarkt aufgehoben ist?
nnz: Sind die Einlagen bei der Sparkasse sicher?
Gräser (Foto: KSK)
Gräser: Ja, die Einlagen bei unserer Sparkasse sind umfassend geschützt und vollkommen sicher. Die Kreissparkasse Nordhausen arbeitet nach einem bewährten Geschäftsmodell. Wir nehmen Kundeneinlagen hier vor Ort entgegen und vergeben diese auch in erster Linie wieder als Kredite in unserer Region, sowohl an Unternehmen und Gewerbetreibende als auch an Privatkunden für den Wohnungsbau oder für andere Anschaffungen. Das entspricht dem gesetzlich festgelegten öffentlichen Auftrag der Sparkassen. Dieses solide Geschäftsmodell sorgt dafür, dass wir unsere Risiken im Griff haben und relativ stabile Betriebsergebnisse erwirtschaften.
nnz: Wie funktioniert die Absicherung?
Gräser: Die Sparkassen treten gegenseitig für einander ein, ebenso die Landesbanken und Landesbausparkassen. Alle zusammen bilden den Haftungsverbund der Sparkassen- Finanzgruppe, der auch den Bestand der 446 Sparkassen in Deutschland absichert. Diese Institutssicherung sorgt dafür, dass eine Sparkasse gegenüber ihren Kunden jederzeit ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen kann. Das gilt nicht nur für die Einlagen von Privatkunden, sondern auch von Gewerbe- und institutionellen Kunden. Der Schutz für Kunden von Sparkassen oder anderen Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe geht damit deutlich über das gesetzliche Mindestsicherungsniveau von 90 % der Einlagen, höchstens 20.000 Euro hinaus.
nnz: Was bedeutet die gestern ausgesprochene Staatsgarantie für die Spareinlagen in Deutschland?
Gräser: Die Staatsgarantie ist ein wichtiges Signal an die Finanzmärkte und an die Sparer in Deutschland. Die Garantie gilt für private Einlagen. Damit soll das Kundenvertrauen der Sparer in Deutschland gestärkt werden. Die Bundesregierung erklärte, dass sie nicht zulassen wird, dass die Schieflage eines Institutes zur Schieflage des gesamten Systems wird. Mit dieser Staatsgarantie will die Bundesregierung einen Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmärkte leisten.
nnz: Was bedeutet die Staatsgarantie für die Kunden der Sparkassen?
Gräser: Für die Kunden der Sparkassen ändert sich nichts. Denn die Einlagen bei Sparkassen und allen anderen Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe sind bereits jetzt vollständig abgesichert. Dies gilt für Einlagen privater sowie gewerblicher Anleger und ohne betragsmäßige Begrenzung. Dies umfasst auch sogenannte Inhaberschuldverschreibungen, die von Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe ausgegeben worden sind.
nnz: Wie sieht es mit den übrigen Anlagen aus?
Gräser:Die Verbindlichkeiten einer Sparkasse sind durch die Institutssicherung umfassend geschützt. Darunter fallen neben den Kundeneinlagen auch Sparkassenbriefe, Inhaberschuldverschreibungen und solche Zertifikate, die eine Sparkasse oder ein anderes Institut der Sparkassen-Finanzgruppe herausgegeben hat. Bei Zertifikaten anderer Anbieter hängt die Rückzahlung von der Bonität des jeweiligen Emittenten bzw. Garantiegebers ab. Hier empfiehlt es sich, vor und nach dem Kauf die Bonität des Zertifikategebers zu prüfen.
nnz: Ist die Kreissparkasse Nordhausen an den internationalen Finanzmärkten engagiert?
Gräser: Die Kreissparkasse Nordhausen ist in erster Linie in ihrer Region engagiert, denn hier leben und arbeiten unsere Kunden. Wir kennen sie schon lange, und sie kennen uns. In sehr geringem Umfang investieren wir auch an den internationalen Finanzmärkten, allerdings zum weit überwiegenden Teil in sicheren und festverzinslichen Wertpapieren. Produkte, deren Risiken wir nicht überschauen, kaufen wir auch nicht. Diese Anlagestrategie kann auch im übrigen jedem Kunden von uns nur empfohlen werden.
nnz: Wie sicher ist mein Kredit? Gibt die Sparkasse weiterhin Kredite an Unternehmen und Privatpersonen?
Gräser: Auch als Kreditnehmer sind Kunden bei der Kreissparkasse Nordhausen bestens aufgehoben. Eine Weitergabe von Krediten, die ordnungsgemäß bedient werden, kommt für uns nicht in Frage, schon gar nicht an Finanzinvestoren. Die Kreditvergabe an Unternehmen hat sich bei den Sparkassen im ersten Halbjahr sehr positiv entwickelt. Der Kredithahn ist nach wie vor offen, wirtschaftlich sinnvolle Projekte werden auch weiterhin finanziert.
nnz: Herr Gräser, vielen Dank für das Gespräch.
Autor: nnznnz: Sind die Einlagen bei der Sparkasse sicher?
Gräser (Foto: KSK)
Gräser: Ja, die Einlagen bei unserer Sparkasse sind umfassend geschützt und vollkommen sicher. Die Kreissparkasse Nordhausen arbeitet nach einem bewährten Geschäftsmodell. Wir nehmen Kundeneinlagen hier vor Ort entgegen und vergeben diese auch in erster Linie wieder als Kredite in unserer Region, sowohl an Unternehmen und Gewerbetreibende als auch an Privatkunden für den Wohnungsbau oder für andere Anschaffungen. Das entspricht dem gesetzlich festgelegten öffentlichen Auftrag der Sparkassen. Dieses solide Geschäftsmodell sorgt dafür, dass wir unsere Risiken im Griff haben und relativ stabile Betriebsergebnisse erwirtschaften.nnz: Wie funktioniert die Absicherung?
Gräser: Die Sparkassen treten gegenseitig für einander ein, ebenso die Landesbanken und Landesbausparkassen. Alle zusammen bilden den Haftungsverbund der Sparkassen- Finanzgruppe, der auch den Bestand der 446 Sparkassen in Deutschland absichert. Diese Institutssicherung sorgt dafür, dass eine Sparkasse gegenüber ihren Kunden jederzeit ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllen kann. Das gilt nicht nur für die Einlagen von Privatkunden, sondern auch von Gewerbe- und institutionellen Kunden. Der Schutz für Kunden von Sparkassen oder anderen Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe geht damit deutlich über das gesetzliche Mindestsicherungsniveau von 90 % der Einlagen, höchstens 20.000 Euro hinaus.
nnz: Was bedeutet die gestern ausgesprochene Staatsgarantie für die Spareinlagen in Deutschland?
Gräser: Die Staatsgarantie ist ein wichtiges Signal an die Finanzmärkte und an die Sparer in Deutschland. Die Garantie gilt für private Einlagen. Damit soll das Kundenvertrauen der Sparer in Deutschland gestärkt werden. Die Bundesregierung erklärte, dass sie nicht zulassen wird, dass die Schieflage eines Institutes zur Schieflage des gesamten Systems wird. Mit dieser Staatsgarantie will die Bundesregierung einen Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmärkte leisten.
nnz: Was bedeutet die Staatsgarantie für die Kunden der Sparkassen?
Gräser: Für die Kunden der Sparkassen ändert sich nichts. Denn die Einlagen bei Sparkassen und allen anderen Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe sind bereits jetzt vollständig abgesichert. Dies gilt für Einlagen privater sowie gewerblicher Anleger und ohne betragsmäßige Begrenzung. Dies umfasst auch sogenannte Inhaberschuldverschreibungen, die von Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe ausgegeben worden sind.
nnz: Wie sieht es mit den übrigen Anlagen aus?
Gräser:Die Verbindlichkeiten einer Sparkasse sind durch die Institutssicherung umfassend geschützt. Darunter fallen neben den Kundeneinlagen auch Sparkassenbriefe, Inhaberschuldverschreibungen und solche Zertifikate, die eine Sparkasse oder ein anderes Institut der Sparkassen-Finanzgruppe herausgegeben hat. Bei Zertifikaten anderer Anbieter hängt die Rückzahlung von der Bonität des jeweiligen Emittenten bzw. Garantiegebers ab. Hier empfiehlt es sich, vor und nach dem Kauf die Bonität des Zertifikategebers zu prüfen.
nnz: Ist die Kreissparkasse Nordhausen an den internationalen Finanzmärkten engagiert?
Gräser: Die Kreissparkasse Nordhausen ist in erster Linie in ihrer Region engagiert, denn hier leben und arbeiten unsere Kunden. Wir kennen sie schon lange, und sie kennen uns. In sehr geringem Umfang investieren wir auch an den internationalen Finanzmärkten, allerdings zum weit überwiegenden Teil in sicheren und festverzinslichen Wertpapieren. Produkte, deren Risiken wir nicht überschauen, kaufen wir auch nicht. Diese Anlagestrategie kann auch im übrigen jedem Kunden von uns nur empfohlen werden.
nnz: Wie sicher ist mein Kredit? Gibt die Sparkasse weiterhin Kredite an Unternehmen und Privatpersonen?
Gräser: Auch als Kreditnehmer sind Kunden bei der Kreissparkasse Nordhausen bestens aufgehoben. Eine Weitergabe von Krediten, die ordnungsgemäß bedient werden, kommt für uns nicht in Frage, schon gar nicht an Finanzinvestoren. Die Kreditvergabe an Unternehmen hat sich bei den Sparkassen im ersten Halbjahr sehr positiv entwickelt. Der Kredithahn ist nach wie vor offen, wirtschaftlich sinnvolle Projekte werden auch weiterhin finanziert.
nnz: Herr Gräser, vielen Dank für das Gespräch.

