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Do, 07:25 Uhr
04.07.2002

nnz-Rückspiegel: 4. Juli 2001

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Zweckbündnis, Aufatmen und Ringtausch


Zweckbündnis mit Ausstrahlungskraft
Die Bewerbungen für die Wahl der beiden hauptamtlichen Beigeordneten sind eingereicht. Die Favoriten und potentiellen Verlierer stehen jetzt schon fest. Ein Zweckbündnis zwischen PDS und SPD macht es möglich. Es war vor zwei Jahren, da beschlossen die Fraktionsspitzen von PDS und SPD im Kreistag, künftig enger zusamenzuarbeiten. Das Ziel war ausgemacht, der Blick nach vorn - ins Jahr 2000 - gerichtet. Die Besetzung der beiden hauptamtlichen Beigeordnetenstühle hieß die Devise und der sollten sich alle inner- und interfraktionellen Befindlichkeiten unterordnen. Trotz aller Unkenrufe und Störversuche: Das Bündnis hielt, vor allem befördert durch die Vorsitzenden der beiden linken Fraktionen. Da trieb es einigen CDU-Fraktionären schon mal ab und zu die Schweißperlen auf die Stirn. Doch dazu später. Wir bleiben erst einmal bei den künftigen Beigeordneten. 14 Männer und Frauen werden am 21. August ihr Glück versuchen. Gesetzt sind sozusagen der „Altbewerber“ Matthias Jendricke (SPD) und die „Neue“ Loni Grünwald (PDS). Interessant erscheint jedoch ein etwas tieferer Blick in die Kandidatenliste. Klar ist, dass sich die Ex-Beigeordneten Uebner und Goutier bewerben müssen, da geht es um künftige Ansprüche für das Altenteil. Interessanter ist jedoch die Konkurrenz, die Jendricke aus den Reihen der Sozialdemokraten erhalten wird. Nach nnz-Informationen sollen sich Winfried Theuerkauf und - man lese und staune - Hubert Rein beworben haben. Theuerkauf selbst ist nicht die Überraschung, er galt ja bereits als „Ersatzkandidat“ für Matthias Jendricke und wurde innerhalb seiner Fraktion offiziell ins Gespräch gebracht (siehe auch nnz-Archiv). Was Hubert Rein nun zu einer Kandidatur treibt, wird wohl bis zu seiner Vorstellung im Kreistag sein Geheimnis bleiben. Viele Stimmen wird der ehemaligen Landratskandidat nicht auf sich vereinen können, selbst nicht aus der SPD-Fraktion. Da wird ihm lediglich die Stimme der Nordhäuser Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) gewiß sein, eventuell könnte sich der partei- und fraktionslose Tilo Große zu einem Votum für Rein hinreißen lassen. Jendricke hingegen bewirbt sich gleichzeitig für beide Beigeordnete und macht damit indirekt der PDS-Kandidatin das „Wahlleben“ schwer...ausführlich im nnz-Archiv


Kurzes Aufatmen in der Stadtverwaltung
Aufatmen im Nordhäuser Rathaus. Der diesjährige Haushalt der Stadtverwaltung ist durch die Kommunalaufsicht genehmigt worden. Trotzdem muß regelmäßig rapportiert werden. Am 12. Juni bereits sei der städtische Haushalt genehmigt worden, so Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zur nnz. Da sich an diesen Termin noch einige formale Fristen anschließen würden, könne man im Rathaus erst ab August von einem „echten Haushalt“ sprechen. Rinke übte indirekte Kritik an der Arbeitsweise der Aufsichtsbehörde im Landratsamt, sie sprach von einer ungewöhnlich langen Genehmigungspflicht. Außerdem wurde die Stadtverwaltung angewiesen, pro Quartal einen Bericht über die Haushaltsdurchführung abzugeben. Mit der Genehmigung ist jedoch nur eine erste Hürde genommen, die nächste steht den Ämtern, insbesondere der Kämmerei ins Haus: Die Erstellung eines Nachtragshaushaltes. Hierzu bedürfe es noch einiger Gespräche innerhalb der verschiedenen Ämter, geklärt werden müssen notwendige Streichungen. Diese sollen jedoch nicht bei den Angeboten durchgezogen werden, die für die Bürger da seien, so Rinke. Von Verhandlungen mit dem Land zur weiteren finanziellen Unterstützung der Kommune verspreche sich die Oberbürgermeisterin nicht allzu viel...ausführlich im nnz-Archiv


Pferdemarkt soll umgestaltet werden
In der kommenden Woche soll die Ausschreibung für den Abriß und die Neuinvestition der ehemaligen Polizeidirektion am Pferdemarkt veröffentlicht werden. Darauf verständigten sich in dieser Woche die Stadt Nordhausen und die Oberfinanzdirektion (OFD). Die Fachabteilung der OFD wird das Gebäude, die Stadt den Parkplatz an der Wolfstraße ausschreiben. Der Preis für Immobilie und Grundstück steht mit 1,6 Millionen Mark fest, dabei handelt es sich um den Verkehrswert. Für eine Auswahl der Angebote komme deshalb nicht so sehr der Preis in Frage, sondern die inhaltliche Ausgestaltung der Offerten. „Für uns als Stadt werden das Gesamtkonzept und die Architektur die ausschlaggebenden Kriterien sein“, so Dezernent Dietrich Beyse (CDU). Ende September wird in der Stadtverwaltung mit einer Entscheidung gerechnet. Mit dem Abriß könne dann im kommenden Frühjahr begonnen werden, die Fertigstellung des Neubaus sei für das Jahr 2004 vorgesehen. Fest steht, dass an die Stelle der alten Polizeidirektion ein neuer „Einkaufstempel“ hingestellt wird, der dann als Magnet und als Tor zur Altstadt fungieren soll...ausführlich im nnz-Archiv


Ringtausch zwischen Stadt und Kreis
Der Beschluß des Kreistages zur Übertragung der Halle der Freundschaft könnte ein Nachspiel haben. Noch ist die Genehmigung seitens des Landesverwaltungsamtes nicht sicher. Die Halle der Freundschaft wurde vom Landkreis praktisch an die Stadt verschenkt. Und selbst Verkäufe für den symbolischen Preis von einer Mark seien nicht rechtes, so die Landesverwalter in Weimar. Bereits in er Sitzung des Kreistages meldeten einige Mitglieder starke Bedenken an. Nicht so konfliktreich wird der Deal in der Stadtverwaltung gesehen, eigentlich sei der Übertrag der Halle der Freundschaft ein Bestandteil eines groß angelegten Tausches. Der Landkreis erhalte das Schulgebäude und die Turnhalle des jetzigen Schulstandortes „Am Frauenberg“, als Zugabe noch die ehemalige Berufsschule in der Breitscheitstraße. Diese Übergabe würde jedoch erst nach dem Jahr 2003 erfolgen, da bis zu diesem Zeitpunkt der Schulbetrieb aufrecht erhalten werde...ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnz

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