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Sa, 09:28 Uhr
29.06.2002

nnz-Rückspiegel: 29. Juni 2001

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Tierquäler, JUH und Versteigerung


Hunde waren praller Sonne ausgesetzt
Am vergangenen Wochenende wurden die Freunde des Nordhäuser Schutzvereins „Tiere in Not e. V.“ zu einem dringenden Einsatz gerufen. Anwohner des Ammerberges in Nordhausen verständigten die Tierschützer, weil dort in einem Fahrzeug zwei kleine Hunde seit drei Stunden der prallen Sonne ausgesetzt waren. Wenige Minuten später war Vereinsvorsitzender Manuel Thume vor Ort und überzeugte sich von dieser Tierquälerei. Zwar waren am Fahrzeug die Fenster einen Spalt geöffnet und das Dachfenster angekippt, aber im Innenraum waren mittlerweile mindestens 40 Grad Celsius und den Hunden stand auch kein Wasser zur Verfügung...ausführlich im nnz-Archiv


Wechsel: Vorbereitet oder überraschend?
Die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) feierte in diesem Monat den 10. Geburtstag ihres Bestehens im Landkreis Nordhausen. Nach nnz-Informationen fiel auf das Jubiläum jedoch ein Schatten. Die Geschichte begann für die nnz mit einem kleinen Hinweis. Darin war von einer Kündigungswelle von Schwestern der JUH die Rede. Also fragten wir beim Kreisverstand der Organisation nach. Carsten Wiedenfeld vom JUH-Kreisvorstand bestätigte die Kündigung von zehn Schwestern. Die Damen seien sozusagen „im Block“ zum Mitbewerber, dem Diakonieverein in Günzerode, gewechselt. Ein personeller Aderlaß, den auch die JUH nicht so schnell verschmerzen kann. Doch es kam schlimmer: Die Schwestern hätten nach Angaben von Wiedenfeld auch die ihnen anvertrauten Patienten „mitgenommen“...ausführlich im nnz-Archiv


Lösung für Wohnheim gemeinsam finden
Emotionen pur gestern in Bleicherode. Der Sitzsaal im Rathaus war bis auf den letzte Platz gefüllt, in der Nähe des Rathauses hielten sich auffällig viele Polizeibeamte auf. Zwar sollten die Bleicheröder Stadträte durchaus wichtige Beschlüsse fassen, doch im Mittelpunkt standen die Vorgänge um das ehemalige Confidence-Hotel. Ausgelöst wurde alles durch eine Monitor-Sendung. Der Inhalt und der Zuschnitt dieser Sendung standen denn auch in der Kritik der Stadträte quer durch alle Fraktionen. Zuvor einigten sich die Fraktionäre, in Abänderung der Geschäftsordnung auch zwei Eltern von autistischen Kindern zu Wort kommen zu lassen. Die beiden Väter plädierten denn auch in ihren Worten für ein Wohnheim in Bleicherode, sie distanzierten sich zugleich entschieden von den Diffamierungen und Beleidigungen, die im Gästebuch der Bleicheröder Internetseiten zu finden waren. Massive Kritik gab es während der Sitzung über die Art und Weise der Berichterstattung innerhalb des ARD-Magazins. Hier seien bewußt kurze, nicht zusammenhängende Passagen aus den Gesprächen mit Bürgermeister Dieter Kochbeck (CDU) und Dr. Erich Winter von Landratsamt herausgeschnitten worden. Sie hätten die grundsätzlichen Positionen der beiden Seiten entstellt. Der Stadtrat nahm schließlich auch zur Kenntnis, daß der Geschäftsführer des Kyffhäuser Bildungswerkes, Heinrich Schnatmann, nicht der Ausgangspunkt für die Fernsehsendung gewesen sei. Vielmehr war die Initiative von einigen Eltern ausgegangen...ausführlich im nnz-Archiv


Mit Hammerschlag Verkauf besiegelt
Nordhausen/Sülzhayn (nnz). Es war 9.53 Uhr im Nordhäuser Amtsgericht. Da fiel der Hammer im Rahmen der Zwangsversteigerung der Haidberg-Klinik in Sülzhayn. Eigentlich verlief die Zwangsversteigerung recht unspektakulär. Fast 20 Sülzhayner hatten es sich nicht nehmen lassen und saßen im Zimmer 323 auf den Zuschauerplätzen. Sie alle wollten wissen, wie es am Haidberg vielleicht weitergeht. Neuer Besitzer der Klinik ist eine Grundstücksgesellschaft aus Hamburg, die GROCON. Deren Bevollmächtigter, Thorsten Scher, hatte für die gesamte Immobilie samt Grundstück 19,65 Millionen Mark geboten und den Zuschlag erhalten. Das Hamburger Unternehmer war übrigens auch der einzige Bieter. Die Summe ist exakt der Betrag, der vom Amtsgericht als Mindesteinsatz gefordert wurde. Der Verkehrswert der Immobilie belief sich auf insgesamt 39,3 Millionen Mark.

Die neuen Besitzer wollen die Immobilie nicht selbst betreiben, ein Weiterverkauf oder eine Verpachtung kämen für die Hamburger in Frage, so Thorsten Scher gegenüber nnz. Das Unternehmen werde nun sofort Gespräche mit möglichen Interessenten aufnehmen. In der Nutzung sei alles möglich, beginnend von einem Hotel bis zu einem Klinikmodell. Scher geht davon aus, daß in den kommenden drei Monaten eine Lösung gefunden werde. Eventuell könne der Betrieb noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden.

Die Sülzhayner werden es gern hören, könnte doch das „dickste“ Problem hinsichtlich des Kurortstatus einer Lösung zugeführt werden. „Wir haben das Ergebnis der Versteigerung sehr positiv aufgenommen, vor allem, weil ein Verkauf zustande kam“, berichtet Michael Seifert der nnz. In seiner Brust schlugen heute zwei Herzen. Zum einen das des ehrenamtlichen „Tourismus-Experten“ von Sülzhayn, zum anderen das des Betriebsratsvorsitzenden der KMG-Klinik. Der Vorstandsvorsitzende der KMG-Kliniken, Dr. Neubert, hatte vor kurzem gegenüber nnz geäußert, daß der Konzern nach erfolgter Versteigerung unverzüglich Kontakte mit dem neuen Besitzer aufnehmen werde (siehe hierzu auch nnz).
Autor: nnz

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