Do, 16:26 Uhr
27.06.2002
Der Kalte Krieg ist endgültig zu Ende
Nordhausen/Osterode (nnz). Der Kalte Krieg ist nun auch im Südharz zu den historischen Akten gelegt worden. Ein Horchposten soll verschrottet werden...
Die letzten Tage des ehemaligen militärischen Hochpostens auf dem Stöberhai im niedersächsischen Südharz sind offenbar gezählt: Der Landkreis Osterode am Harz beschied am Dienstag dieser Woche die Bauvoranfrage eines potentiellen Investors negativ und machte damit den Weg frei für die Beseitigung der Militäranlage aus dem Kalten Krieg. Mit dem Abriss des 1967 errichteten und weithin sichtbaren Turmes nordwestlich von Wieda wird sich auch die Silhouette des Südharzes in diesem Bereich merklich ändern.
Mit der Anfrage sollte geklärt werden, ob der 75 Meter hohe Turm künftig als Träger für Richtfunkantennen und als Basisstation für das noch aufzubauende UMTS- und GSM-Mobilfunknetz genutzt werden darf. Der Landkreis sah hingegen durchgreifende bauplanungsrechtliche Hinderungsgründe: Für die beabsichtigten Zwecke sei der massive Betonturm erheblich überdimensioniert. Zudem befinde sich in unmittelbarer Nähe bereits ein 20 Meter hoher Stahlgittermast, der noch weitere Richtfunkanlagen aufnehmen könne. Durch den nutzlos gewordenen Turm werde ferner das schützenswerte Bild des Landschaftsschutzgebietes Harz erheblich beeinträchtigt. Der Investor hat nun einen Monat Zeit, gegen die Ablehnung Widerspruch einzulegen.
Vor einer Woche hatte es bereits Kulturminister Thomas Oppermann abgelehnt, diese hässliche Narbe in der Landschaft unter Denkmalschutz zu stellen. Auf den Bund als Eigentümer der Anlage kommen nun Kosten für den Abriss in Höhe von voraussichtlich 6 Millionen Euro zu. Ob der Turm noch in diesem Jahr falle, sei nach Auskunft der Kreisverwaltung allerdings fraglich.
Autor: nnz
Die letzten Tage des ehemaligen militärischen Hochpostens auf dem Stöberhai im niedersächsischen Südharz sind offenbar gezählt: Der Landkreis Osterode am Harz beschied am Dienstag dieser Woche die Bauvoranfrage eines potentiellen Investors negativ und machte damit den Weg frei für die Beseitigung der Militäranlage aus dem Kalten Krieg. Mit dem Abriss des 1967 errichteten und weithin sichtbaren Turmes nordwestlich von Wieda wird sich auch die Silhouette des Südharzes in diesem Bereich merklich ändern.Mit der Anfrage sollte geklärt werden, ob der 75 Meter hohe Turm künftig als Träger für Richtfunkantennen und als Basisstation für das noch aufzubauende UMTS- und GSM-Mobilfunknetz genutzt werden darf. Der Landkreis sah hingegen durchgreifende bauplanungsrechtliche Hinderungsgründe: Für die beabsichtigten Zwecke sei der massive Betonturm erheblich überdimensioniert. Zudem befinde sich in unmittelbarer Nähe bereits ein 20 Meter hoher Stahlgittermast, der noch weitere Richtfunkanlagen aufnehmen könne. Durch den nutzlos gewordenen Turm werde ferner das schützenswerte Bild des Landschaftsschutzgebietes Harz erheblich beeinträchtigt. Der Investor hat nun einen Monat Zeit, gegen die Ablehnung Widerspruch einzulegen.
Vor einer Woche hatte es bereits Kulturminister Thomas Oppermann abgelehnt, diese hässliche Narbe in der Landschaft unter Denkmalschutz zu stellen. Auf den Bund als Eigentümer der Anlage kommen nun Kosten für den Abriss in Höhe von voraussichtlich 6 Millionen Euro zu. Ob der Turm noch in diesem Jahr falle, sei nach Auskunft der Kreisverwaltung allerdings fraglich.

