Di, 14:52 Uhr
09.09.2008
Interesse für die Blechelse
Eigentlich ist das Strike-Bike-Trio noch fix und fertig von der Messe und der Tour nach Friedrichshafen. Doch hat sich der Abstecher an den Bodensee gelohnt? Mit welchen Ergebnissen und Eindrücken die drei wiedergekommen sind, wie und ob es nun weiter geht? Ihre nnz hat es erfahren...
Kopfbedeckung muß sein bei André Kegel. Ohne marschiert er nicht einmal durch die Messehallen am Bodensee. Ich bin während der vier Tage vielleicht 30 Kilometer gelaufen, schmunzelt er. Doch für das Team am Bodensee und hier in Nordhausen hat sich der erste eigene Messeauftritt mehr als gelohnt.
Erstens: Das Medieninteresse. Die Messe war noch nicht eine halbe Stunde eröffnet, da wurde unser Stand bereits von Journalisten belagert und wir mußten Rede und Antwort stehen. Auf dem nnz-Foto sieht man eine halbe Seite in einer Fachzeitschrift, die FAZ wird noch berichten, die Kollegen der Süddeutschen Zeitung hatten bereits am Samstag den Nordhäusern einen großen Absatz ihres Messeberichtes gewidmet. Eine der günstigsten Rad-Neuheiten der Saison ist das ‚Volksrad’ von ‚Strike-Bike’ aus dem thüringischen Nordhausen, ist da in der Münchener Ausgabe zu lesen. Dann wird kurz die Geschichte des jungen Unternehmens erzählt, bevor zum Ende noch einmal kräftig die Werbetrommel mit Preisangabe gerührt wird.
Kegel und die Blechelse
Zweitens: Die Nostalgie. André Kegel und seine beiden Messe-Mitstreiter haben viele Kontakte knüpfen können, konkrete Absprachen gab es mit Händlern aus England, Ungarn, Norwegen, Spanien, Finnland, ja sogar aus Korea. Für diese Händler, wie für die in Deutschland sind Kleinserienfertigungen von 1.500 bis 2.000 Stück interessant. Im Fokus des Interesses der deutschen Händler stand überraschenderweise das Nostalgierad, dem Manfred Handke den Namen Blechelse verpaßte. Schwarzer gemuffter Rahmen, Ledersattel, eine Ledertasche für nötigstes Reparaturzeug unter dem Sattel, goldener Schriftzug und lederne Handgriffe am Lenker. Für diese Retrodesign, dessen wichtigste Teile in der Nähe von Eisenach und nicht in Taiwan hergestellt werden, war das Interesse überwältigend, beschreibt es André Kegel.
Überhaupt beobachten die Nordhäuser Fahrradbauer, daß der Trend vom Nobelfahrrad weg wieder hin zur Funktionalität geht. Der Preis muß stimmen, viel Wert wird auf Qualität gelegt, weniger auf kostenintensiven Schnickschnack, so Kegel.
Was er der nnz auch verrät: Derzeit stehen Vertragsverhandlungen mit einem Partner aus dem Süddeutschen Raum kurz vor dem Abschluß. Dabei sollen Räder in Lohnarbeit hergestellt werden. Wenn da die Tinte trocken ist, dann könnte die avisierte Jahresproduktion des jungen Unternehmens mit zwei Dritteln ausgelastet sein.
Doch in Sicherheit wollen sich die Strike-Biker nicht wiegen. Deshalb ist jetzt schon ein Stand in der Halle 7 zur Internationalen Fahrradmesse IMFA in Köln gebucht.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzKopfbedeckung muß sein bei André Kegel. Ohne marschiert er nicht einmal durch die Messehallen am Bodensee. Ich bin während der vier Tage vielleicht 30 Kilometer gelaufen, schmunzelt er. Doch für das Team am Bodensee und hier in Nordhausen hat sich der erste eigene Messeauftritt mehr als gelohnt.
Erstens: Das Medieninteresse. Die Messe war noch nicht eine halbe Stunde eröffnet, da wurde unser Stand bereits von Journalisten belagert und wir mußten Rede und Antwort stehen. Auf dem nnz-Foto sieht man eine halbe Seite in einer Fachzeitschrift, die FAZ wird noch berichten, die Kollegen der Süddeutschen Zeitung hatten bereits am Samstag den Nordhäusern einen großen Absatz ihres Messeberichtes gewidmet. Eine der günstigsten Rad-Neuheiten der Saison ist das ‚Volksrad’ von ‚Strike-Bike’ aus dem thüringischen Nordhausen, ist da in der Münchener Ausgabe zu lesen. Dann wird kurz die Geschichte des jungen Unternehmens erzählt, bevor zum Ende noch einmal kräftig die Werbetrommel mit Preisangabe gerührt wird.
Kegel und die Blechelse
Zweitens: Die Nostalgie. André Kegel und seine beiden Messe-Mitstreiter haben viele Kontakte knüpfen können, konkrete Absprachen gab es mit Händlern aus England, Ungarn, Norwegen, Spanien, Finnland, ja sogar aus Korea. Für diese Händler, wie für die in Deutschland sind Kleinserienfertigungen von 1.500 bis 2.000 Stück interessant. Im Fokus des Interesses der deutschen Händler stand überraschenderweise das Nostalgierad, dem Manfred Handke den Namen Blechelse verpaßte. Schwarzer gemuffter Rahmen, Ledersattel, eine Ledertasche für nötigstes Reparaturzeug unter dem Sattel, goldener Schriftzug und lederne Handgriffe am Lenker. Für diese Retrodesign, dessen wichtigste Teile in der Nähe von Eisenach und nicht in Taiwan hergestellt werden, war das Interesse überwältigend, beschreibt es André Kegel.
Überhaupt beobachten die Nordhäuser Fahrradbauer, daß der Trend vom Nobelfahrrad weg wieder hin zur Funktionalität geht. Der Preis muß stimmen, viel Wert wird auf Qualität gelegt, weniger auf kostenintensiven Schnickschnack, so Kegel.
Was er der nnz auch verrät: Derzeit stehen Vertragsverhandlungen mit einem Partner aus dem Süddeutschen Raum kurz vor dem Abschluß. Dabei sollen Räder in Lohnarbeit hergestellt werden. Wenn da die Tinte trocken ist, dann könnte die avisierte Jahresproduktion des jungen Unternehmens mit zwei Dritteln ausgelastet sein.
Doch in Sicherheit wollen sich die Strike-Biker nicht wiegen. Deshalb ist jetzt schon ein Stand in der Halle 7 zur Internationalen Fahrradmesse IMFA in Köln gebucht.
Peter-Stefan Greiner



