Do, 14:32 Uhr
04.09.2008
Sprudelnde Staatseinnahmen
Kaum sind die Zahlen zur Steuerbelastung in Thüringen veröffentlicht, da gibt es auch schon die ersten heftigen Reaktionen aus der Politik. Lesen Sie im nachfolgenden Beitrag ein Statement des FDP-Politikers Patrick Kurth.
"Der Staat hat Geld wie Heu und holt es sich bereits bei Einkommensgruppen, die keineswegs als hoch eingestuft werden können. Im Billiglohnland Thüringen zeigt sich die ganze Ungerechtigkeit des Steuersystems. Hierzulande tragen schon Jahreseinkommen ab 30.000 Euro die Hauptsteuerlast. Das sind aber keineswegs Spitzenverdiener – in Deutschland beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen 27.100 Euro. Die mittleren Einkommen werden zu stark belastet - wir brauchen dringend eine Änderung", sagte FDP-Generalsekretär Patrick Kurth.
Der FDP-Politiker bezog sich auf Berichte, wonach das Statistische Landesamt das Steueraufkommen in Thüringen errechnet habe 8nnz berichtete). 25 Prozent der Steuerpflichtigen kämen demnach für 80 Prozent der Steuern auf. Diese 25 Prozent beinhalten bereits Jahreseinkommen ab 30.000 Euro.
Besonders scharf griff Kurth in diesem Zusammenhang die Steuerprogression an. Der schnelle Anstieg der Steuerbelastung innerhalb weniger Gehaltsstufen sei "an Ungerechtigkeit kaum zu überbieten". Schon geringe Lohnerhöhungen führen im deutschen Steuersystem zu massiven Belastungen. "Nicht selten hat ein Gehaltsempfänger nach einer Lohnerhöhung weniger in der Tasche, als vorher." Höhere Löhne kämen damit insbesondere dem Staat zu Gute.
Kurth kritisierte besonders, dass gerade mittlere Einkommen zu stark belastet werden, obwohl sie "den Staat und unser Land tragen". Thüringen habe immense Grundversorgungspreise bei Müllentsorgung, Wasser, Gas, Strom oder Kraftstoff. "Gerade mittlere und unter Einkommen leiden darunter", so Kurth. Gleichzeitig weise auch die jüngste Statistik das niedrige Lohnniveau in Thüringen nach. "Hier muss es dringend zu einer Entlastung kommen. Wir Liberale fordern einen Steuerstufentarif, der einfach, niedrig und gerecht ist", sagte der Politiker abschließend.
Autor: nnz"Der Staat hat Geld wie Heu und holt es sich bereits bei Einkommensgruppen, die keineswegs als hoch eingestuft werden können. Im Billiglohnland Thüringen zeigt sich die ganze Ungerechtigkeit des Steuersystems. Hierzulande tragen schon Jahreseinkommen ab 30.000 Euro die Hauptsteuerlast. Das sind aber keineswegs Spitzenverdiener – in Deutschland beträgt das durchschnittliche Jahreseinkommen 27.100 Euro. Die mittleren Einkommen werden zu stark belastet - wir brauchen dringend eine Änderung", sagte FDP-Generalsekretär Patrick Kurth.
Der FDP-Politiker bezog sich auf Berichte, wonach das Statistische Landesamt das Steueraufkommen in Thüringen errechnet habe 8nnz berichtete). 25 Prozent der Steuerpflichtigen kämen demnach für 80 Prozent der Steuern auf. Diese 25 Prozent beinhalten bereits Jahreseinkommen ab 30.000 Euro.
Besonders scharf griff Kurth in diesem Zusammenhang die Steuerprogression an. Der schnelle Anstieg der Steuerbelastung innerhalb weniger Gehaltsstufen sei "an Ungerechtigkeit kaum zu überbieten". Schon geringe Lohnerhöhungen führen im deutschen Steuersystem zu massiven Belastungen. "Nicht selten hat ein Gehaltsempfänger nach einer Lohnerhöhung weniger in der Tasche, als vorher." Höhere Löhne kämen damit insbesondere dem Staat zu Gute.
Kurth kritisierte besonders, dass gerade mittlere Einkommen zu stark belastet werden, obwohl sie "den Staat und unser Land tragen". Thüringen habe immense Grundversorgungspreise bei Müllentsorgung, Wasser, Gas, Strom oder Kraftstoff. "Gerade mittlere und unter Einkommen leiden darunter", so Kurth. Gleichzeitig weise auch die jüngste Statistik das niedrige Lohnniveau in Thüringen nach. "Hier muss es dringend zu einer Entlastung kommen. Wir Liberale fordern einen Steuerstufentarif, der einfach, niedrig und gerecht ist", sagte der Politiker abschließend.


