Di, 07:03 Uhr
26.08.2008
Hainleite kein Wandergebiet?
Ein aufmerksamer Leser machte die Redaktion kn aufmerksam, dass es bei Darstellung einiger Wanderwege der Region Probleme in der Darstellung gibt. Bei den Recherchen stellte sich gar heraus, dass die Hainleite westlich Sondershausens nicht mal als Wandergebiet gilt ...
Zurzeit hat die Region im Gebiet der westlichen Hainleite, insbesondere um Immenrode, Straußberg und auch Hainrode mit argen Problemen zu kämpfen. Auf der nördlichen Seite der Hainleite sollen bis zu 205 m hohe Windräder aufgestellt werden, was mit Sicherheit nicht zur Verschönerung dieser Region beiträgt. Und gerade über im südlichen Bereich soll in Immenrode eine riesige Schweinmastanlage errichtet werden, mit möglichen Geruchsbelästigungen aus der Anlage und dem Ausbringen von enormen Güllemengen.
Einem aufmerksamen Leser war aufgefallen, dass auf den Internetseiten des Kyffhäuser Tourismusverbandes in der Seite Wandern Links zu den Wanderwegen Barbarossaweg 1 und 2 (Auf Rotbartsspuren) und dem Hainleite Wanderweg enthalten sind, welche völlig ignorieren, dass die genannte Weg auch durch die westliche Hainleite führen. Die besagten Links führen zum Internetportal www.wanderbares-deutschland.de. Nach der Darstellung dieses Wanderportals beginnt der Barbarossaweg in Sondershausen und führt in zwei Etappen über Bad Frankenhausen zum Kyffhäuserdenkmal. Und auch der Hainleite Wanderweg beginnt nach dieser Darstellung in Sondershausen und führt nach Sachsenburg.
In der Darstellung der Wege wird völlig ignoriert, dass die besagten Wege viele früher beginnen. Und wenn sich dann auf Nachfrage von kn beim Kyffhäuser Tourismusverband dann auch noch herausstellt, dass diese falsche Darstellung auch noch auf der Zuarbeit des Kyffhäuser Tourismusverbandes selbst beruhe, kann man nur noch den Kopf schütteln. Geschäftsführer Herbert Knischka daraufhin angesprochen zeigte sich auch etwas überrascht von dieser unkorrekten Darstellung. Bestätigte er doch, dass gerade das Wanderstück Straußberg – Sondershausen über den Rittweg und den Frauenberg (Geoblick mit herrlichen Panoramablicken) mit zu den eindrucksvollsten Wegestücken des Barbarossaweges gehört.
Die lapidare Begründung des zuständigen Bearbeiters, man habe vor zwei Jahren keine Tourdaten für die Wegestücke Friedrichsrode – Sondershausen sowohl vom Barbarossaweg, als auch vom Hainleite Wanderweg gehabt, klingen wenig überzeugend. Selbst wenn damals die Daten fehlten, hatte man zwei Jahre ins Land gehen lassen und nichts unternommen, um die fehlenden Daten zu ermitteln. Im Gegenteil, es kam sogar die Erwiderung, der nicht genannt werden wollende Leser (Namen nur der Redaktion bekannt), solle doch die fehlenden Daten bereitstellen, zeugt von wenig Interesse, diese Panne zu beheben.
Es bleibt aber nicht nur bei dieser Panne. Es gibt sogar richtige schwere sachliche Fehler. Laut dieser Darstellung, welche der Kyffhäuser Tourismusverband erarbeitet hat, beginnt der Hainleite Wanderweg angeblich am Hauptbahnhof in Sondershausen. Ein einziger Blick in die Wanderkarte zeigt, dass der Hainleite Wanderweg überhaupt nicht annähernd den Hauptbahnhof erreicht und von dort auch nicht beschildert ist.
Karte Wandergebiet (Foto: Ausschnit aus Wanderkarte Thüringer Tourismus GmbH)
Leider haben weitere Recherchen von kn ergeben, dass die gesamte Region Hainleite westlich von Sondershausen von den Tourismusverantwortlichen überhaupt nicht als Wanderregion anerkannt wird. Wie der nebenstehende Kartenausschnitt des Thüringer Tourismusverbandes zeigt, wird der westliche Teil der Hainleite nicht als Wandergebiet akzeptiert (Wandergebiet grüne Darstellung!). Eine sehr erstaunliche Darstellung, denn durch die westliche Hainleite führen nicht nur schon genannte Wanderwege (Barbarossaweg und Hainleite Wanderweg), sondern auch der Hauptwanderweg (Eisenach – Wernigerode) kommt voll durch dieses Gebiet, denn er geht von Friedrichsrode über Kleinberndten und Schernberg nach Sondershausen.
Aber es sind ja nicht nur diese drei Fernwanderwege. Rings um Großfurra, Straußberg, Kleinberndten und Hainrode gibt es noch jede Menge örtlicher Wanderwege. Und mit Kleinberndten, Friedrichsrode, Straußberg und Hainrode (auch wenn es schon zum Landkreis Nordhausen zählt) hat die westliche Hainleite eine ganze Menge touristischer Attraktionen zu bieten. Um so unverständlicher diese schwache Darstellung der Region.
Die Zusage des Kyffhäuser Tourismusverbandes, bei www.wanderbares-deutschland.de eine veränderte Darstellung beim Barbarossaweg zu veranlassen, liegt bereits vor. Aberesgibt auch hinsichtlich des Hainleite Wanderweges und der Darstellung der gesamten Region noch einiges zu tun. Kyffhäuser und Nordhäuser Tourismusverband, Wirtschaftsförderung (Kyffhäuserkreis und Landkreis Nordhausen, sowie Stadt Sondershausen) sollten sich mal schnellstens bemühen, den westlichen Teil der Hainleite in ein besseres touristisches Licht zu rücken, insbesondere auch beim Thüringer Tourismusverband. Dabei darf man auch nicht die Augen davor verschließen, dass einige Wegeabschnitte der besagten Wanderwege attraktiver zu gestalten sind. Das betrifft besonders den Wegeabschnitt Friedrichsrode – Kleinwenden (hier laufen beide Wege parallel). Das kann aber keine Ausrede sein, dass die gesamte Region westliche Hainleite als Wandergebiet ignoriert wird, oder sehe ich das so völlig falsch?
Auch wenn der aufmerksame kn Leser nicht genannt werden wollte, so kann ich mich als Redakteur mit der aufgeworfenen Problematik identifizieren und setze gern meinen Namen darunter.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: nnz/knZurzeit hat die Region im Gebiet der westlichen Hainleite, insbesondere um Immenrode, Straußberg und auch Hainrode mit argen Problemen zu kämpfen. Auf der nördlichen Seite der Hainleite sollen bis zu 205 m hohe Windräder aufgestellt werden, was mit Sicherheit nicht zur Verschönerung dieser Region beiträgt. Und gerade über im südlichen Bereich soll in Immenrode eine riesige Schweinmastanlage errichtet werden, mit möglichen Geruchsbelästigungen aus der Anlage und dem Ausbringen von enormen Güllemengen.
Einem aufmerksamen Leser war aufgefallen, dass auf den Internetseiten des Kyffhäuser Tourismusverbandes in der Seite Wandern Links zu den Wanderwegen Barbarossaweg 1 und 2 (Auf Rotbartsspuren) und dem Hainleite Wanderweg enthalten sind, welche völlig ignorieren, dass die genannte Weg auch durch die westliche Hainleite führen. Die besagten Links führen zum Internetportal www.wanderbares-deutschland.de. Nach der Darstellung dieses Wanderportals beginnt der Barbarossaweg in Sondershausen und führt in zwei Etappen über Bad Frankenhausen zum Kyffhäuserdenkmal. Und auch der Hainleite Wanderweg beginnt nach dieser Darstellung in Sondershausen und führt nach Sachsenburg.
In der Darstellung der Wege wird völlig ignoriert, dass die besagten Wege viele früher beginnen. Und wenn sich dann auf Nachfrage von kn beim Kyffhäuser Tourismusverband dann auch noch herausstellt, dass diese falsche Darstellung auch noch auf der Zuarbeit des Kyffhäuser Tourismusverbandes selbst beruhe, kann man nur noch den Kopf schütteln. Geschäftsführer Herbert Knischka daraufhin angesprochen zeigte sich auch etwas überrascht von dieser unkorrekten Darstellung. Bestätigte er doch, dass gerade das Wanderstück Straußberg – Sondershausen über den Rittweg und den Frauenberg (Geoblick mit herrlichen Panoramablicken) mit zu den eindrucksvollsten Wegestücken des Barbarossaweges gehört.
Die lapidare Begründung des zuständigen Bearbeiters, man habe vor zwei Jahren keine Tourdaten für die Wegestücke Friedrichsrode – Sondershausen sowohl vom Barbarossaweg, als auch vom Hainleite Wanderweg gehabt, klingen wenig überzeugend. Selbst wenn damals die Daten fehlten, hatte man zwei Jahre ins Land gehen lassen und nichts unternommen, um die fehlenden Daten zu ermitteln. Im Gegenteil, es kam sogar die Erwiderung, der nicht genannt werden wollende Leser (Namen nur der Redaktion bekannt), solle doch die fehlenden Daten bereitstellen, zeugt von wenig Interesse, diese Panne zu beheben.
Es bleibt aber nicht nur bei dieser Panne. Es gibt sogar richtige schwere sachliche Fehler. Laut dieser Darstellung, welche der Kyffhäuser Tourismusverband erarbeitet hat, beginnt der Hainleite Wanderweg angeblich am Hauptbahnhof in Sondershausen. Ein einziger Blick in die Wanderkarte zeigt, dass der Hainleite Wanderweg überhaupt nicht annähernd den Hauptbahnhof erreicht und von dort auch nicht beschildert ist.
Karte Wandergebiet (Foto: Ausschnit aus Wanderkarte Thüringer Tourismus GmbH)
Leider haben weitere Recherchen von kn ergeben, dass die gesamte Region Hainleite westlich von Sondershausen von den Tourismusverantwortlichen überhaupt nicht als Wanderregion anerkannt wird. Wie der nebenstehende Kartenausschnitt des Thüringer Tourismusverbandes zeigt, wird der westliche Teil der Hainleite nicht als Wandergebiet akzeptiert (Wandergebiet grüne Darstellung!). Eine sehr erstaunliche Darstellung, denn durch die westliche Hainleite führen nicht nur schon genannte Wanderwege (Barbarossaweg und Hainleite Wanderweg), sondern auch der Hauptwanderweg (Eisenach – Wernigerode) kommt voll durch dieses Gebiet, denn er geht von Friedrichsrode über Kleinberndten und Schernberg nach Sondershausen.Aber es sind ja nicht nur diese drei Fernwanderwege. Rings um Großfurra, Straußberg, Kleinberndten und Hainrode gibt es noch jede Menge örtlicher Wanderwege. Und mit Kleinberndten, Friedrichsrode, Straußberg und Hainrode (auch wenn es schon zum Landkreis Nordhausen zählt) hat die westliche Hainleite eine ganze Menge touristischer Attraktionen zu bieten. Um so unverständlicher diese schwache Darstellung der Region.
Die Zusage des Kyffhäuser Tourismusverbandes, bei www.wanderbares-deutschland.de eine veränderte Darstellung beim Barbarossaweg zu veranlassen, liegt bereits vor. Aberesgibt auch hinsichtlich des Hainleite Wanderweges und der Darstellung der gesamten Region noch einiges zu tun. Kyffhäuser und Nordhäuser Tourismusverband, Wirtschaftsförderung (Kyffhäuserkreis und Landkreis Nordhausen, sowie Stadt Sondershausen) sollten sich mal schnellstens bemühen, den westlichen Teil der Hainleite in ein besseres touristisches Licht zu rücken, insbesondere auch beim Thüringer Tourismusverband. Dabei darf man auch nicht die Augen davor verschließen, dass einige Wegeabschnitte der besagten Wanderwege attraktiver zu gestalten sind. Das betrifft besonders den Wegeabschnitt Friedrichsrode – Kleinwenden (hier laufen beide Wege parallel). Das kann aber keine Ausrede sein, dass die gesamte Region westliche Hainleite als Wandergebiet ignoriert wird, oder sehe ich das so völlig falsch?
Auch wenn der aufmerksame kn Leser nicht genannt werden wollte, so kann ich mich als Redakteur mit der aufgeworfenen Problematik identifizieren und setze gern meinen Namen darunter.
Karl-Heinz Herrmann

