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Fr, 12:58 Uhr
15.08.2008

Hilfe für Opfer wird verstärkt

Sie ist nicht irgendwo – häusliche Gewalt gibt es mitunter nebenan. Deren Opfer, Kinder, Jugendliche und Frauen kommen mitunter nur schwer aus einem Teufelskreislauf heraus. In Nordhausen soll es künftig eine Anlaufstelle geben. Die nnz mit den Einzelheiten...


Der Caritasverband für das Bistum Erfurt hat im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens nun den Zuschlag für die Errichtung einer Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt im Bereich der Polizeidirektion Nordhausen erhalten. Vorangegangen war ein längeres Bewerbungsverfahren sowie ein Informationsgespräch von Sozialministerin Christine Lieberknecht (CDU) mit Polizei-, Justiz- und Gleichstellungsbeauftragten im Juli in Nordhausen.

Die Einrichtung wird Opfern häuslicher Gewalt unentgeltlich zeitnahe und effektive Hilfe und Beratung anbieten und Wege und Möglichkeiten zur langfristigen Problemlösung aufzeigen. Darüber hinaus leistet diese Einrichtung einen Beitrag zur Gewaltprävention.

Sozialministerin Christine Lieberknecht: „Zwei Beraterinnen werden ab 1. Oktober in der Interventionsstelle Nordhausen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen und auch selbst Kontakt zu den Opfern häuslicher Gewalt aufnehmen, also so genannte „aufsuchende Hilfe“ leisten. Das Thüringer Sozialministerium finanziert die Personalkosten pro Interventionsstelle mit maximal 67.500 Euro pro Jahr und die Sachkosten mit jeweils 17.500 Euro jährlich.“

Der Zuständigkeitsbereich der neuen Interventionsstelle - es ist die zweite in Thüringen - umfasst das Gebiet der Polizeidirektion Nordhausen, d. h. die Landkreise Nordhausen, Eichsfeld, Unstrut-Hainich und Kyffhäuser. Eine Entscheidung über weitere Standorte und Träger ist noch nicht gefallen.

Sozialministerin Christine Lieberknecht: „Das Hilfsangebot für Opfer häuslicher Gewalt in Thüringen wird Schritt für Schritt ausgebaut und gestärkt. Ergänzend zu den bisher schon möglichen Opferschutzmaßnahmen, zum Beispiel der Verweisung des Täters aus der Wohnung durch die Polizei, wird das Hilfsangebot nunmehr um Möglichkeiten der aufsuchenden Beratung ergänzt. Opfer häuslicher Gewalt erfahren so noch mehr Aufmerksamkeit, Schutz und Sicherheit. Interventionsstellen stärken den Opferschutz und leisten zusätzliche Beratung und Hilfe.“
Autor: nnz/kn

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