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Fr, 10:10 Uhr
08.08.2008

Für Wacker beginnt der Ernst

Nach nur drei Vorbereitungsspielen vor dem Pflichtspielauftakt, ein absolutes Novum in der Wacker-Fußballgeschichte, geht es ab kommendem Sonntag wieder um etwas, was zählt. Zunächst gibt es für die erste Mannschaft in Siemerode den Aufgalopp im ODDSET-Pokal gegen den SV Grün-Weiß, bevor eine Woche später die Punktejagd beginnt.


Pokaltraditionen hat Wacker/Motor (West) ja genug. Im ersten uns bekannten Pokalspiel wurde 1908 der FC Viktoria Nordhausen mit 7:0 bezwungen. Der Verein durfte sich bis zum Zweiten Weltkrieg wiederholt Gau-Pokalsieger nennen. Das erste Nachkriegs-Pokalspiel um die „Silberne Lok“ brachte 1950 den Nordhäusern einen 7:1-Erfolg über die BSG Kesselwagenzentrale Woffleben. Es folgten viele Pokalspiele im FDGB-Pokal auf Bezirks- und DDR-Ebene, dann nach der Wende die unvergessenen Landespokalsiege mit den daraus resultierenden DFB-Hauptrundenspielen gegen Bundesligisten.

In diesem Jahr tritt Wacker zunächst gegen den 1922 gegründeten Sportverein Grün-Weiß aus dem Eichsfeld an. Siemerode spielt gegenwärtig in der Landesklasse Thüringen. Dass man auch eine Klasse tiefer versteht, Fußball zu spielen, musste in einer vorgezogenen Pokalbegegnung Thüringenligist Weida beim Landesklassevertreter Teichel bereits bitter zur Kenntnis nehmen, denn man wurde dort mit 2:7 arg gerupft.

Auch die Nordhäuser haben schon ihre negativen Erfahrungen mit unterklassigen und vermeintlich schwächeren Gegnern sammeln müssen. So schieden die Neunziger 1993 beim VfL Meiningen mit 0:2 aus dem Wettbewerb aus. 2001 war auch beim SV Normania Treffurt beim 0:1 Endstation in der ersten Runde. Im Vorjahr gelang in Ruhla mit 4:3 ein hauchdünner Erfolg.

Der kommende Pokalgegner SV Grün-Weiß Siemerode wurde dem FSV Wacker 90 im Jahre 2005 im gleichen Wettbewerb fast zum Stolperstein. Erst in der Verlängerung konnten sich die Südharzer mit 3:2 auf dem schwierigen Geläuf in der 1. Hauptrunde durchsetzen. Neun Akteure von damals stehen nicht mehr im Wacker-Aufgebot. Kapitän Pistorius, Elle, Taute, Pohl und T. Steinberg haben den umkämpften Pokalfight allerdings miterlebt und können auf diesen Erfahrungen (ehrgeiziger Gegner, ungewohnte Platzverhältnisse, begeisterungsfähiges Publikum) aufbauen.

Auch wenn drei siegreiche Testspiele gut für jede Fußballerseele sind, muss im Vergleich zur zweiten Halbzeit vom letzten Sonnabend in Osterode noch eine Schippe mehr aufgelegt werden. Vor allem Unkonzentriertheiten im Spielaufbau durch leichtfertige Ballverluste bauten dort den Gegner immer wieder auf. Auch klare Torchancen sollten konsequenter verwertet werden. Kann Trainer Venth diese Mängel in der kurzen Zeit abstellen, sollte sich Wacker I in seinem 53. Spiel im Landespokal auf die zweite Runde am 6./7. September freuen können. Auf die „eigenen Gesetze“ von Pokalspielen muss nicht extra verwiesen werden.

Wacker II tritt eine halbe Stunde später um 14.30 Uhr beim SV Witterda an und dürfte auf engagierte Hausherren treffen, die den Nordhäusern ein Bein stellen wollen.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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