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Mi, 20:52 Uhr
23.07.2008

Steilwand wird saniert

Der Kabinettsbeschluss (15.07.) zur Sanierung der Kyffhäuser Steilwand, bei der auch Firmen aus dem Landkreis Nordhausen einbezogen sind, wurde schnell umgesetzt und bereits heute der entsprechende Zuweisungsbescheid übergeben....


Der Kyffhäuserkreis als Grundstückseigentümer der Steilwand musste nach Entbuschungsarbeiten feststellen, dass von der Steilwand eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben der Besucher durch Steinschlaggefährdung ausgeht.

Diese Steinschlaggefährdung ergibt sich aus der geologischen Besonderheit. Am Steinbruch fallen die Schichten ca. 10° in Richtung Gaststätte Burghof. Diese bankigen Sandsteine sind durch eine Vielzahl von Klüften zerschnitten. Die Kluftkörper (Felsbrocken) besitzen eine Größe von zum Teil mehreren Kubikmetern. Die Felsblöcke haben ein Gewicht von bis zu 100 Tonnen.
Ein 100 Tonnen Felsblock hätte das Potential, den Zwischenbau des Burghofes einzureißen und selbst die Wand zum Parkplatz zu durchschlagen.

Ein Felsabbruch ereignete sich in den 90er Jahren und zerstörte eine Garage im Innenhof sowie ein parkendes Auto. Im August 2007 ereignete sich der letzte große Felsabbruch. Aber nicht nur große Felsbrocken haben ein gefährliches Zerstörungspotential, kleine Felsstücke rollen regelmäßig den Hang hinunter, springen über die Abbruchkante und zerschlagen die Fenster des Zwischenbaues. Wir hatten bereits gestern ausführlich darüber berichtet.

Die Landesregierung hatte daher auf seiner Sitzung in der vergangenen Woche beschlossen, dem Kyffhäuserkreis für die Sicherung des Steinbruchs einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss zukommen zu lassen. Der Freistaat fördert die Sanierung des Steinbruchs zwischen dem Kyffhäuser-Denkmal und der Burghof-Gasstätte mit bis zu 990.000 Euro. Innenminister Manfred Scherer übergab heute unmittelbar vor der Steilwand einen entsprechenden Zuwendungsbescheid an den Landrat des Kyffhäuserkreises, Peter Hengstermann (CDU).

Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Der Kyffhäuserkreis als Eigentümer benötigt den Zuschuss, um die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten fortzusetzen. "Die Landesregierung ist sich in einer solchen Situation der Verantwortung für die Kommunen bewusst. Auch ist die Bedeutung des gesamten Denkmalareals für den Tourismus in der Region und für ganz Thüringen unbestritten", erklärte der Minister bei der Übergabe des Bescheids.

Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Catrin Auerbach (Geschäftsführerin Burghof), Gudrun Holbe (Mitglied des Landtages), Manfred Scherer (Thüringens Innenminister) und Peter Hengstermann Landrat (Kyffhäuserkreis) bei der Begrüßung

Nach Übergabe des Zuwendungsbescheids ließ sich Manfred Scherer von Catrin Auerbach die Probleme am Steinbruch und bei der Sanierung des denkmalgeschützten Burghof erläutern. Dabei kam natürlich das Gespräch auch auf den Geolift zu sprechen. Zwar fragte Manfred Scherer nach, ob nicht ein gläserner Außenlift möglich wäre, musste sich aber belehren lassen, dass das von vielen Thüringer Bestimmungen nicht zugelassen wird.

Auch ließ sich Manfred Scherer nicht aus der Reserve locken, als Gudrun Holbe „stichelte“ und nach der recht schnellen Bewilligung dieses Zuschusses auch gleich noch einen Nachschlag für den Geolift ansprach. Dass das Geld in Erfurt nicht locker sitzt merkte man spätestens, als Landrat Peter Hengstermann Innenminister Manfred Scherer zur Einweihung der neuen Sicherheitsmaßnahmen einlud. Antwort des Ministers: „Ja, aber nur wenn ich nicht wieder Geld mitbringen muss!“
Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Sicherung Kyffhäusersteilwand (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Autor: nnz/kn

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