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Fr, 10:57 Uhr
11.07.2008

Vorbeugen gegen Gewalt

Am Dienstag, den 24.06.2008 bewiesen die Schüler und die Klassenlehrerin der Klasse 8b der Käthe-Kollwitz-Schule im Hochseilgarten wie gut sie als Team Probleme lösen können.

Diesem Vormittag im Hochseilgarten waren sieben Treffen voraus gegangen.
Anlass dieses umfangreichen Projektes war die Bitte der Lehrerin Frau Kirchner, die durch Frau Kroneberg vom Fachbereich Jugend und Soziales auf Präventionsprojekte des Familienzentrums hingewiesen worden war, um Unterstützung in ihrer Klasse.

nnz (Foto: nnz) nnz (Foto: nnz)


Diese Klasse setzt sich aus zehn Schülern zusammen, denen es gelungen war, sich am Förderzentrum für den Hauptschulabschluss zu qualifizieren. Die meisten Schüler haben mehrere Schulwechsel hinter sich und waren im Laufe der Jahre zu einer Klasse zusammengefügt worden. Im Alltag erwies sich die Kommunikation untereinander jedoch häufig als problematisch.

In sieben Veranstaltungen, immer freitags im Familienzentrum, ging es darum, die Selbst- und Fremdwahrnehmung zu schulen, d. h. Gefühle und Stimmungslagen zu erkennen, mitzuteilen und eigene Stärken und Schwächen einzuschätzen.
Gemeinsam wurden Regeln für den fairen Umgang miteinander erstellt und tägliche Probleme des Klassenverbandes aufgegriffen und diskutiert.
Durch vielfältige Aufgaben, die anfangs schier unlösbar erschienen und doch miteinander gelöst werden konnten, wurde der Wert von Zusammenarbeit und Gemeinschaft deutlich.

Frau Benneckenstein, Mitarbeiterin des Weißen Ring und Frau Hellmuth, tätig im Kinder- und Jugendschutzdienst, boten den Rahmen, um ausgehend von alltäglichen Problemen situativ zu entscheiden, welche Inhalte umgesetzt werden konnten.

Dabei wurden mit viel Einfühlungsvermögen Impulse gegeben, um den Umgang miteinander zu reflektieren und zu verbessern.
Auch wenn der Weg den Berg hinauf bis in die Puschkinstraße von den Schülern eher als anstrengend empfunden wurde, erwies sich die Entscheidung, das Projekt „mit etwas Abstand“ von der Schule durchzuführen, als gut. Der Termin am Freitag bot die Möglichkeit, auf die Schulwoche zurück zu blicken.

Anfangs galt es die Bedenken der Jugendlichen zu zerstreuen, die „keinen Bock“ auf Spielchen“ und viele Ängste hatten. Sehr schnell erwies sich der Freitagstermin für die Kids als eine geeignete Möglichkeit, Probleme anzusprechen, die sonst im Schulalltag nicht so viel Raum gefunden hätten.

Für Frau Kirchner war es eine einmalige Chance, ihre Schüler in völlig anderer Umgebung zu beobachten und am Prozess teil zunehmen.
Dieses Projekt war von Intensität und Umfang her bis jetzt einmalig. Das Gelingen war geprägt von einer angenehmen Zusammenarbeit, die sich äußerte in regelmäßigen kurzfristigen Absprachen zur gemeinsamen Planung, um flexibel zu sein. Gemeinsam machten wir die Erfahrung, dass es sich lohnt, verschiedenen Formen von Gewalt unter Schülern entgegenzuwirken und betrachten dieses Projekt als nachahmenswert.

Die Mitarbeiter des Kinderschutzdienstes bieten regelmäßig in Kooperation mit dem Weißen Ring Präventionsprojekte zu den Themen „Gewalt in der Schule“ und „Mobbing“ an den Schulen der Stadt und des Landkreises an. Sollten Sie Interesse an einer solchen Veranstaltung haben, können Sie unter 03631/462650 Kontakt mit dem Familienzentrum aufnehmen.

Ines Bode
Autor: nnz

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