So, 15:11 Uhr
09.06.2002
Wacker Nordhausen kämpfte verbissen
Nordhausen (nnz). Wohl kaum war ein Abstiegskampf in der Thüringenliga so spannend wie in dieser Saison. Buchstäblich bis zur letzten Minute war die Entscheidung offen, ob Wacker Nordhausen oder Union Mühlhausen der Elf aus Arnstadt in die Landesklasse folgen muss. Wie der Kampf um den Klassenerhalt ausgegangen ist, berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Bei einem Nordhäuser Sieg wären für Mühlhausen und Arnstadt die Messen gesungen gewesen. Der Aufwärtstrend der Weißhaupt-Truppe - drei Siege in Folge - ließen berechtigte Hoffnung auf einen vollen Erfolg in Meuselwitz aufkommen. Der Vorstand des Vereins hatte Sonderbusse eingesetzt, etwa 100 Nordhäuser Fans nahmen das Angebot an und unterstützten ihre Wacker-Elf leidenschaftlich. Genützt hat es allerdings am Ende nicht. Dabei sah es bis zehn Minuten vor Schluss ganz so aus, als würde Wacker das Wunder vollbringen können und den Klassenerhalt schaffen.
Die 500 Zuschauer sahen von Beginn an einen wechselvollen Spielverlauf und eine sehr konzentriert agierende Nordhäuser Mannschaft. Allerdings blieben zwingende Torchancen vorerst aus. Das änderte sich in der 22. Minute, als Puc per Kopf nach einem Freistoß von Pistorius aus halblinker Position den vielumjubelten Führungstreffer für Wacker erzielte. In der Folgezeit hatte Pohl zweimal gute Möglichkeiten, ein weiteres Tor zu erzielen (28. und 30. Minute) und damit eine Vorentscheidung herbei zu führen. Eine weitere große Chance gab es für die Weißhaupt-Truppe in der 40. Minute. Kulbacki zwang mit einem Kopfball aus Nahdistanz den Meuselwitzer Schlussmann zu einer Glanzparade.
Auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten war Wacker die spielbestimmende Mannschaft. Die größte Möglichkeit bot sich Elle, der jedoch von einem Fehler des Meuselwitzer Keepers nicht profitieren konnte. In der Folgezeit ließ Wacker unverständlicherweise nach, so dass die Gastgeber besser ins Spiel und zu mehreren guten Chancen kamen. Ein direkt verwandelter Freistoß von Hausdörfer in der 71. Minute brachte die Wende in der Partie. Noch war für Wacker nichts verloren, im Spiel Mühlhausen gegen Arnstadt war bis dahin noch kein Tor gefallen. Als aber zehn Minuten später nach einem weiteren Freistoß der Meuselwitzer Rössel im Nachsetzen die 2:1-Führung für seine Mannschaft erzielte und fast zur gleichen Zeit in Mühlhausen Klipstein seine Elf in Führung brachte, bahnte sich der Abstieg für Wacker an. Zwar stämmten sich die Männer um Kapitän Jens Ludwig noch einmal mit aller Kraft gegen die Niederlage, aber das Anrennen auf das gegnerische Tor blieb erfolglos. Dagegen machte in Mühlhausen Klipstein in der 88. Minute mit seinem zweiten Treffer den Heimsieg und damit den Klassenerhalt für seine Union-Elf perfekt.
Tief enttäuscht und mit hängenden Köpfen verließen die Wacker-Spieler den Rasen. Das weitaus bessere Torverhältnis sicherte den Mühlhäusern den Klassenerhalt, Wacker muss in der kommenden Saison in der Landesklasse West kicken. Für den Traditionsverein ist dies der dritte Abstieg in den vergangenen vier Jahren und die bitterste Stunde seit dem Abstieg in die Bezirksliga 1989.
Wacker spielte mit: Michael, Nebelung, Puc, Mook, J. Ludwig, Elle, Heise (ab71. Prokosch), Fr. Ludwig, Pohl, Kulbacki, Pistorius (ab 87. Schmidt).
Autor: rhBei einem Nordhäuser Sieg wären für Mühlhausen und Arnstadt die Messen gesungen gewesen. Der Aufwärtstrend der Weißhaupt-Truppe - drei Siege in Folge - ließen berechtigte Hoffnung auf einen vollen Erfolg in Meuselwitz aufkommen. Der Vorstand des Vereins hatte Sonderbusse eingesetzt, etwa 100 Nordhäuser Fans nahmen das Angebot an und unterstützten ihre Wacker-Elf leidenschaftlich. Genützt hat es allerdings am Ende nicht. Dabei sah es bis zehn Minuten vor Schluss ganz so aus, als würde Wacker das Wunder vollbringen können und den Klassenerhalt schaffen.
Die 500 Zuschauer sahen von Beginn an einen wechselvollen Spielverlauf und eine sehr konzentriert agierende Nordhäuser Mannschaft. Allerdings blieben zwingende Torchancen vorerst aus. Das änderte sich in der 22. Minute, als Puc per Kopf nach einem Freistoß von Pistorius aus halblinker Position den vielumjubelten Führungstreffer für Wacker erzielte. In der Folgezeit hatte Pohl zweimal gute Möglichkeiten, ein weiteres Tor zu erzielen (28. und 30. Minute) und damit eine Vorentscheidung herbei zu führen. Eine weitere große Chance gab es für die Weißhaupt-Truppe in der 40. Minute. Kulbacki zwang mit einem Kopfball aus Nahdistanz den Meuselwitzer Schlussmann zu einer Glanzparade.
Auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten war Wacker die spielbestimmende Mannschaft. Die größte Möglichkeit bot sich Elle, der jedoch von einem Fehler des Meuselwitzer Keepers nicht profitieren konnte. In der Folgezeit ließ Wacker unverständlicherweise nach, so dass die Gastgeber besser ins Spiel und zu mehreren guten Chancen kamen. Ein direkt verwandelter Freistoß von Hausdörfer in der 71. Minute brachte die Wende in der Partie. Noch war für Wacker nichts verloren, im Spiel Mühlhausen gegen Arnstadt war bis dahin noch kein Tor gefallen. Als aber zehn Minuten später nach einem weiteren Freistoß der Meuselwitzer Rössel im Nachsetzen die 2:1-Führung für seine Mannschaft erzielte und fast zur gleichen Zeit in Mühlhausen Klipstein seine Elf in Führung brachte, bahnte sich der Abstieg für Wacker an. Zwar stämmten sich die Männer um Kapitän Jens Ludwig noch einmal mit aller Kraft gegen die Niederlage, aber das Anrennen auf das gegnerische Tor blieb erfolglos. Dagegen machte in Mühlhausen Klipstein in der 88. Minute mit seinem zweiten Treffer den Heimsieg und damit den Klassenerhalt für seine Union-Elf perfekt.
Tief enttäuscht und mit hängenden Köpfen verließen die Wacker-Spieler den Rasen. Das weitaus bessere Torverhältnis sicherte den Mühlhäusern den Klassenerhalt, Wacker muss in der kommenden Saison in der Landesklasse West kicken. Für den Traditionsverein ist dies der dritte Abstieg in den vergangenen vier Jahren und die bitterste Stunde seit dem Abstieg in die Bezirksliga 1989.
Wacker spielte mit: Michael, Nebelung, Puc, Mook, J. Ludwig, Elle, Heise (ab71. Prokosch), Fr. Ludwig, Pohl, Kulbacki, Pistorius (ab 87. Schmidt).


