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Di, 12:05 Uhr
24.06.2008

Die Mittelbau-Lager

Das KZ Mittelbau-Dora zog sich in den letzten Kriegsjahren wie eine Krake über den Südharz. Bereits zum zweiten Mal bietet die Gedenkstätte nun eine Informationsfahrt zu den Stätten der ehemaligen Außenlager an...


Die Krake Mittelbau bei Nordhausen (Foto: Gedenkstätte) Die Krake Mittelbau bei Nordhausen (Foto: Gedenkstätte) Die Geschichte des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora ist nicht allein die Geschichte eines einzigen Lagers, sondern vielmehr die eines ganzen Lagerkomplexes. In einem Radius von etwa 40 km um das Hauptlager Dora entstanden innerhalb der letzten 1 ½ Kriegsjahre mehr als 40 Außenlager. Im Umkreis von Nordhausen gab es somit geradezu eine KZ-Landschaft.

Auch nach 63 Jahren sind noch einige Spuren an den Orten der ehemaligen Außenlager zu erkennen. Lange Zeit blieb unbeachtet, wie weit das KZ-System in die Zivilgesellschaft
hineinreichte. Die Region um Nordhausen ist dafür beispielhaft: Kaum ein Ort in der Umgebung stand nicht mit dem Mittelbau-Komplex in irgendeiner Form in Verbindung.

Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora bietet zu dieser Thematik am Samstag, 5. Juli 2008 erneut eine öffentliche und kostenfreie Busrundfahrt an. Wegen des großen Zuspruchs findet diese Informationsfahrt nun bereits zum zweiten Mal statt. Einige ehemalige Außenlagerstandorte, die als Beispiele für den gesamten KZ-Komplex dienen können, werden angefahren und vor Ort erläutert. Die Fahrt beginnt an der KZ-Gedenkstätte um 9 Uhr und wird ungefähr fünf Stunden dauern. Vorgestellt werden die ehemaligen Außenlager Gut Bischofferode, Ellrich-Juliushütte, Ellrich-Bürgergarten, Günzerode und Groß-Werther. Dabei wird auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen Außenlagern eingegangen. Ein Schwerpunkt liegt auf Ellrich-Juliushütte, das - mit durchschnittlich 8000 Häftlingen belegt - das größte KZ-Außenlager der Region war.

An jedem Ort werden Einblicke in die Geschichte gegeben, ergänzt durch Auszüge aus Berichten ehemaliger Häftlinge. Alle Interessenten melden sich bitte in der Gedenkstätte unter der Nummer 03631 / 495817. Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl wird um frühzeitige Anmeldung gebeten.
Autor: nnz

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