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Do, 15:45 Uhr
06.06.2002

Volles Programm für Historiker

Nordhausen (nnz). Anlässlich des Rolandsfestes bietet der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein mehrere Veranstaltungen an. Mit einem Klick auf MEHR erhalten Sie nähere Informationen.


Im Rahmen der „Abendwanderungen“ lädt der Geschichtsverein an den drei Veranstaltungstagen des Rolandsfestes zu drei interessanten Führungen ein. Am Freitag (07.06.) begibt sich Eisenbahnexperte Paul Lauerwald mit den Teilnehmern auf eine Wanderung entlang der Nordhäuser Eisenbahn. Treffpunkt für diese Tour ist 17 Uhr an der Zeppelinbrücke. Die Route ist nicht identisch mit der, die im vergangenen Jahr gelaufen wurde. Am Sonnabend (08.06.) führt Vereinsvorsitzender Jürgen Grönke die Teilnehmer zu den Jugendstil-Villen der Oberstadt. Treffpunkt zu dieser Veranstaltung ist 17 Uhr auf dem Parkplatz Wallrothstraße/ Ecke Geiersberg. Am Sonntag (09.06.) begibt sich Grönke mit den Anwesenden zu den ältesten Profanbauten von Nordhausen. Die Teilnehmer treffen sich um 17 Uhr auf dem Königshof.

Am Dienstag (11.06.) steht um 19.30 Uhr ein Vortrag von Fritz Reinboth aus Braunschweig im Vereinshaus „Thomas Mann“ auf dem Programm. Thema der Veranstaltung ist die „Restaurierung der Klosterruine Walkenried im 19. Jahrhundert“.
Im Jahre 1127 zogen zisterziensische Mönche in Kloster Walkenried ein, das zu einem Ausgangspunkt der Ausbreitung des Ordens bis hin nach Livland avancierte. Bereits im ersten Jahrhundert seines Bestehens erlangte das Kloster großen Besitz, den die Mönche in der Folgezeit mit bewundernswerter Energie und Umsichtweiter ausdehnten. In seiner Blütezeit besaß es weit über 1300 Morgen Ländereien, Erzgruben, Anteile am Rammelsberg und den Salzstöcken in Lüneburg sowie Weinberge bei Würzburg. Die Mönche erwarben sich große Verdienste bei der Urbarmachung der weiten Sümpfe, die damals den Lauf der Helme begleiteten.

Im Bauernkrieg 1525 kam das Aus für das Kloster. Die Mönche flohen nach Nordhausen, die verlassenen Gebäude wurden schwer verwüstet. In den folgenden Jahrhunderten verfiel die Klosterkirche, die Reste zeigen die Dimensionen einer der größten Kirchen Norddeutschlands. Vollständig erhalten sind das Klausurgebäude mit den Kreuzgängen, dem Kapitelsaal, dem Brüdersaal, dem Brunnenhaus und dem Lichthof. Der zweischiffige gotische Nordflügel des Kreuzgangs ist nördlich der Alpen einzigartig.Zahlreiche Aufnahmen ergänzen den Vortrag von Fritz Reinboth. Interessenten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.
Autor: rh

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