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Do, 13:07 Uhr
06.06.2002

Rechts vor links - Sicherheit bringt's

Niedersachswerfen (nnz). Wer kennt das nicht? Kinder heizen mit dem Fahrrad von einer Straßenseite zur anderen. Am Fußgängerüberweg halten sie nicht an. Die Ampel ist rot, trotzdem wird gefahren. Dass die Grundschule in Niedersachswerfen mit gutem Beispiel voran geht, davon hat sich nnz überzeugt.


Konzentration! Raus aus dem Grundschul-Alltag, kein Mathe und Heimatkunde, sondern einmal die praktischen Fähigkeiten testen ­ das war heute bei den ersten bis vierten Klassen in Niedersachswerfen angesagt, denn es war Projekttag. „Rund um das Fahrrad ­ sehen und gesehen werden“ hieß die Devise. Und dem entsprechend war die ganze Schule mobilisiert. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die jungen Verkehrsteilnehmer mussten an acht Stationen in erster Linie ihre Tauglichkeit für den Straßenverkehr unter Beweis stellen.

Eine kleine Sensation war dabei der Fahrrad-Simulator. Auf einem Fahrrad sitzend, werden dem Fahrer auf einem Computer-Bildschirm Videofilme mit Situationen aus dem Verkehrs-Alltag gezeigt. 40 verschiedene Filme stehen zur Auswahl. Ziel ist es, dass der Fahrer die Gefahren-Situationen im Film erkennt und rechtzeitig bremst. Im Computer wird das Ergebnis nach Reaktions-, Brems- und Anhalteweg ausgewertet.

Ein Verkehrssinntrainer in dieser Art ist in Thüringen bisher einmalig. Finanziert wurde er durch die Landes-Verkehrswacht des Freistaates. Der Simulator macht es möglich, Reaktionsvermögen, Konzentrationsfähigkeit, Vorsicht und Umsicht zu schulen und zu testen. Zu diesem Zweck soll er künftig in ganz Thüringen für alle Altersgruppen eingesetzt werden, beispielsweise bei Verkehrssicherheits-Veranstaltungen.

Heute konnte bereits eine erfolgreiche Premiere gefeiert werden. Die Kreisverkehrswacht Nordhausen betreute die jungen Pedalhelden, die am Trainer ihre Kenntnisse, die sie zuvor in der Verkehrserziehung gewonnen hatten, unter Beweis stellen. Alle waren mit vollem Eifer dabei.

Dies war auch an den anderen Stationen der Fall. Auf dem Schulhof war ein Fahrrad-Parcour mit Hütchenfahren und Wippe zu absolvieren. In der Turnhalle hieß es Geschicklichkeit beweisen mit dem Pedalo, einem Schwungtuch, dem Kriechtunnel und einigem mehr. Auf einer Wissensstraße wurden die Kenntnisse der Schüler zum Thema Verkehr getestet. Damit unterwegs auch nichts schief geht, führte Werner Optik einen Sehtest durch. Falls es doch einmal einen Ernstfall gibt, sind die Verkehrsschüler nun auch darauf vorbereitet. Die Johanniter Unfallhilfe führte einen Erste-Hilfe-Kurs durch, die einige Grundlagen vermittelte.

„Wir führen regelmäßig ein Verkehrstraining in der Schule durch“, berichtete Dieter Köhler von der Kreisverkehrswacht gegenüber der nnz. „Es ist wichtig, schon die Kleinen an die Gefahren im Straßenverkehr heranzuführen. Sie sind die Schwächsten im Verkehrsalltag und müssen deshalb unsere vorrangige Zielgruppe sein.

Bleibt zu hoffen, dass alle Schulen ihre Kinder so verantwortungsbewusst unterrichten. nnz wünscht gute und rücksichtsvolle Fahrt!
Autor: mj

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