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Do, 14:20 Uhr
12.06.2008

nnz-Forum: Ursachen ganz nah?

Ein nnz-Leser beschäftigt sich mit den angekündigten Preiserhöhungen für Strom und Gas und hat eine Rechnung aufgemacht...


Jetzt Einhalt bzw. wettbewerbsähnliche Zustände zu verlangen, nachdem die Preissteigerungen auf dem Energie"markt" für jeden privaten und gewerblichen Verbraucher unerträglich geworden sind, ist ehrenhaft. Aber wie sollen politische Versäumnisse der Vergangenheit repariert werden? Mit Bundeskartellamt oder EU- Kommission, wohl nicht. Außerdem "ich säge mir doch nicht den Ast ab, auf dem ich sitze".

Dazu ein Beispiel aus Nordhausen: EVN (Gesellschafter Stadtw. NDH 55,8 % + EON Th. 44,2 %): GuV (Gewinn- u. Verlustrechnung) der EVN - veröffentlicht unter www.energie-nordhausen.de, Pkt.11, Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Wirtschaftsjahr 2006/2007: 7.951.430,01 EUR, Pkt.4 a)Aufwendungen für Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe u. für bezogene Waren (d.h. u.a. für Strom- u. Gaseinkäufe) 2006/2007 ca. 34,2 Mio EUR im Vergleich zu 2005/2006 ca. 36,8 Mio EUR. Überraschende Feststellung: 2006/2007 in Summe ersichtlich weniger als 2005/2006.

Warum müssen denn die Preise überhaupt erhöht werden, wenn pro Einwohner der Stadt Nordhausen (Wikipedia,Stand 31.12.2006: 44 272Einwohner) vom Okt. 2006 bis Sept. 2007 beim Energielieferanten EVN ein Ergebnis, man kann es auch Gewinn nennen, von 179,60 EUR erzielt wird und die Einkaufskosten gefallen sind?

Die Ursachen für die Preiserhöhungen liegen wohl nicht allein in den explodierenden Öl- und Gaspreisen auf den Weltmärkten - sie liegen auch ganz nah.
Roland Handrek
Autor: nnz

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