Mi, 16:12 Uhr
05.06.2002
Jury ermittelte "schönstes Dorf"
Nordhausen (nnz). Wie die nnz bereits berichtete, läuft im Landkreis Nordhausen zur Zeit der Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden. Unser Dorf hat Zukunft." Sechs Ortschaften hatten sich gemeldet: Herreden/Hochstedt, Görsbach, Windehausen, Sophienhof, Harzungen und Buchholz. Wer aber wird gewinnen?
Am 23. Mai wurden die ersten drei Dörfer von einer siebenköpfigen Jury bereist. Am Montag starteten die Jurymitglieder bei schönstem Sommerwetter in die drei anderen Orte. Ilfeld/Sophienhof eröffnete den Reigen. Schon bei der Vorstellung von Vergangenheit und Gegenwart des zauberhaft in den Südharzbergen gelegenen kleinen Ortes durch die Bürgermeisterin, das Architekturbüro, das den Flächennutzungsplan erarbeitete, und ortskundige Bürger war man gespannt, was sich in letzter Zeit oben auf den Höhn verändert hat. Kurze oder längere Aufenthalte können in diesem Harzort stattfinden, Erholung kann groß geschrieben werden. Die 61 Einwohner leben in gesunder Umgebung. Wiesen, Wasser, Wald sind nahe, Wanderwege allüberall. "Der braune Hirsch" und die "Ziegenalm" machen hungrige Mägen satt. Eine Heimatstube und ein kleiner Zoo sind des Ansehens wert. Am Ortseingang wurde das Kriegerdenkmal unter uralter Baumgruppe wieder ansehnlich hergerichtet.
Der nächste Ort war Harzungen. Auch hier kann man die landschaftliche Einbettung nur loben. 250 Menschen sind beheimatet, kein Haus steht leer, was nicht oft vorkommt. Harzungen war von 1996 bis 1999 in der Dorferneuerung, damals wurde das neue Feuerwehrgebäude errichtet, vor allem aber wurde die Straßenlage so verändert, dass das Begehen und Befahren nun leicht fällt. Das Ortsbild wird durch mehrere Drei-und Vierseitenhofe geprägt, Fachwerk fällt auf. Die Pferdehaltung ist sehr ausgeprägt. Auf so manchem Dachfirst ist der Wetterhahn durch das Pferd ersetzt worden. Die stellvertretende Bürgermeisterin, das Architekturbüro, das den Flächennutzungsplan erarbeitete und Bürger des Ortes zeigten der Jury so manches bauliche Kleinod, aber auch, was noch verändert werden soll. Die Chancen stehen gut, denn Harzungen wurde zum 2. Mal in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Dieses Mal soll unter anderem der Dorfplatz gestaltet werden und das Haus, wo auch die Gemeinde ihren Sitz hat. Auffallend waren die zahlreichen blühenden Blumen in den Gärten und Vorgärten und unmittelbar an der Straße.
Der dritte Ort im Bunde war an diesem Tag Buchholz, das wiederum in schöne Landschaft eingebettet liegt. Von hier lohnen sich Wanderungen in den Alten Stolberg, in die Gipskarstlandschaft, zur Ebersburg. Buchholz war ehemals ein Bergwerksdorf. Auf Schritt und Tritt wird man daran erinnert, denn die Gemeinde ist von Halden des ehemaligen Kupferschieferbergbaus, des Gips- und Alabasterbergbaus und von Diabassteinbrüchen umgeben. Viele Streuobstwiesen zieren den Ort, Wiesen, Laub- und Nadelwälder sind nahe. Auf dem Dorfplatz steht eine Gruppe alter Linden als Naturdenkmal, als Bodendenkmal fallen die historischen Grenzsteine von 1735 auf, die es hier noch zahlreich gibt. In Buchholz, so verkündete die Bürgermeisterin, werden zahlreiche Feste gefeiert, die Tradition geworden sind. Besonders das Kinderfest vereint alt und jung. Stolz zeigten die Bürgerinnen und Bürger ihr rekonstruiertes Gemeindehaus vor, in dem vor allem Kinder und Jugendliche ein Domizil haben und das eifrig genutzt wird. Die Ortschronik wird in Buchholz vorbildlich geführt, was auch von den anderen Orten gesagt werden kann. Da Buchholz im Programm der Dorferneuerung ist, konnte vieles geschaffen werden, wie das Planungsbüro kundtat. Das Straßennetz ist in Ordnung und die Gehwege gleichfalls, die Dorfbeleuchtung ist intakt, die Ortsbegrünung erfolgt möglichst ortstypisch. Ein Problem bei der Gestaltung des Ortsbildes stellt das ehemalige Gutsgelände dar. Aber auch das, so die einhellige Meinung, wird von den Buchholzern gelöst werden.
Die Jury hat die Auswertung vorgenommen. Der Sieger, der den Landkreis im Thüringer Wettbewerb vertreten wird, ist ermittelt. Am 26.06.2002 um 15.00 Uhr wird der Landrat Joachim Claus den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Orte das Ergebnis kundtun.
Autor: nnzAm 23. Mai wurden die ersten drei Dörfer von einer siebenköpfigen Jury bereist. Am Montag starteten die Jurymitglieder bei schönstem Sommerwetter in die drei anderen Orte. Ilfeld/Sophienhof eröffnete den Reigen. Schon bei der Vorstellung von Vergangenheit und Gegenwart des zauberhaft in den Südharzbergen gelegenen kleinen Ortes durch die Bürgermeisterin, das Architekturbüro, das den Flächennutzungsplan erarbeitete, und ortskundige Bürger war man gespannt, was sich in letzter Zeit oben auf den Höhn verändert hat. Kurze oder längere Aufenthalte können in diesem Harzort stattfinden, Erholung kann groß geschrieben werden. Die 61 Einwohner leben in gesunder Umgebung. Wiesen, Wasser, Wald sind nahe, Wanderwege allüberall. "Der braune Hirsch" und die "Ziegenalm" machen hungrige Mägen satt. Eine Heimatstube und ein kleiner Zoo sind des Ansehens wert. Am Ortseingang wurde das Kriegerdenkmal unter uralter Baumgruppe wieder ansehnlich hergerichtet.
Der nächste Ort war Harzungen. Auch hier kann man die landschaftliche Einbettung nur loben. 250 Menschen sind beheimatet, kein Haus steht leer, was nicht oft vorkommt. Harzungen war von 1996 bis 1999 in der Dorferneuerung, damals wurde das neue Feuerwehrgebäude errichtet, vor allem aber wurde die Straßenlage so verändert, dass das Begehen und Befahren nun leicht fällt. Das Ortsbild wird durch mehrere Drei-und Vierseitenhofe geprägt, Fachwerk fällt auf. Die Pferdehaltung ist sehr ausgeprägt. Auf so manchem Dachfirst ist der Wetterhahn durch das Pferd ersetzt worden. Die stellvertretende Bürgermeisterin, das Architekturbüro, das den Flächennutzungsplan erarbeitete und Bürger des Ortes zeigten der Jury so manches bauliche Kleinod, aber auch, was noch verändert werden soll. Die Chancen stehen gut, denn Harzungen wurde zum 2. Mal in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Dieses Mal soll unter anderem der Dorfplatz gestaltet werden und das Haus, wo auch die Gemeinde ihren Sitz hat. Auffallend waren die zahlreichen blühenden Blumen in den Gärten und Vorgärten und unmittelbar an der Straße.
Der dritte Ort im Bunde war an diesem Tag Buchholz, das wiederum in schöne Landschaft eingebettet liegt. Von hier lohnen sich Wanderungen in den Alten Stolberg, in die Gipskarstlandschaft, zur Ebersburg. Buchholz war ehemals ein Bergwerksdorf. Auf Schritt und Tritt wird man daran erinnert, denn die Gemeinde ist von Halden des ehemaligen Kupferschieferbergbaus, des Gips- und Alabasterbergbaus und von Diabassteinbrüchen umgeben. Viele Streuobstwiesen zieren den Ort, Wiesen, Laub- und Nadelwälder sind nahe. Auf dem Dorfplatz steht eine Gruppe alter Linden als Naturdenkmal, als Bodendenkmal fallen die historischen Grenzsteine von 1735 auf, die es hier noch zahlreich gibt. In Buchholz, so verkündete die Bürgermeisterin, werden zahlreiche Feste gefeiert, die Tradition geworden sind. Besonders das Kinderfest vereint alt und jung. Stolz zeigten die Bürgerinnen und Bürger ihr rekonstruiertes Gemeindehaus vor, in dem vor allem Kinder und Jugendliche ein Domizil haben und das eifrig genutzt wird. Die Ortschronik wird in Buchholz vorbildlich geführt, was auch von den anderen Orten gesagt werden kann. Da Buchholz im Programm der Dorferneuerung ist, konnte vieles geschaffen werden, wie das Planungsbüro kundtat. Das Straßennetz ist in Ordnung und die Gehwege gleichfalls, die Dorfbeleuchtung ist intakt, die Ortsbegrünung erfolgt möglichst ortstypisch. Ein Problem bei der Gestaltung des Ortsbildes stellt das ehemalige Gutsgelände dar. Aber auch das, so die einhellige Meinung, wird von den Buchholzern gelöst werden.
Die Jury hat die Auswertung vorgenommen. Der Sieger, der den Landkreis im Thüringer Wettbewerb vertreten wird, ist ermittelt. Am 26.06.2002 um 15.00 Uhr wird der Landrat Joachim Claus den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Orte das Ergebnis kundtun.

