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Do, 11:40 Uhr
05.06.2008

Knappe Wacker-Niederlage

Erhobenen Hauptes konnte die Wackertruppe die Heimreise nach Nordhausen antreten. Trotz einer knappen Niederlage, wie Klaus Verkouter berichtet...


Betrachtet man die Umstände der rot-weiß-freundlichen Verlegung durch den TFV auf Samstagabend, den notwendigen Nachholtermin an einem Werktag, der zwar die Erfurter Jungprofitruppe nicht störte, die Anreise nach teilweise zwölfstündigem Arbeitstag einiger Wackerakteure (einige mussten sogar mangels Arbeitsstelle im Landkreis privat anreisen, die Steinberg-Zwillinge konnten gar nicht), so nötigt der Auftritt der Venth-Truppe höchsten Respekt ab.

In den ersten 30 Minuten hatten die Rot-Weißen zwar mehr Ballbesitz, außer zwei Fernschüssen ließ die Defensivabteilung der Nordhäuser nichts anbrennen. Vor allem Taute und Elle konnten dabei überzeugen. Auch das Mittelfeld, das die Räume für die schnellen Erfurter geschickt verengen konnte, gefiel. Und immer wieder wurden überraschende Konter gefahren, aber leider nicht bis zu Ende konsequent ausgespielt.

In der 29. Minute klappte es dann aber doch. Lars Pohl spielte Stephan Hoffmann den Ball mustergültig in den Raum, der Torwart wurde vernascht und schon war die Nordhäuser Führung perfekt. Das war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, denn außer drei Fernschüssen und einer Schwalbe im Strafraum, auf die Herr Honnef nicht hereinfiel, brachten die Erfurter nichts Zwingendes zustande.

Doch dann erfolgte der Doppelschlag der Rot-Weißen. Zunächst bekam die Wacker-Abwehr in der 35. Minute den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Schönberger kam nicht an den Ball und Hampf netzte mit dem Kopf ein. Als Kinnes knappe Abseitsposition fünf Minuten später von der Assistentin nicht angezeigt wurde, folgte eine Eingabe in den Torraum. Wieder konnte niemand verhindern, dass Hampf doppelter Kopfballtorschütze zum 2:1-Endstand wurde.

Eigentlich war damit das Spiel gelaufen. Erfurt hatte das eigene Ziel erreicht. Für Wacker ging es vorrangig darum, vor dem um Platz 8 wichtigeren Spiel gegen Ilmenau keine hohe Niederlage einzukassieren und alle mit vier Gelben Karten belasteten Spieler am Sonnabend zur Verfügung zu haben.

Beide Ziele wurden dank einer soliden und sauberen Spielweise erreicht. Beinahe wäre es für die Erfurter dann aber noch brenzlig geworden. Dreimal zogen die Nordhäuser Pohl, Hoffmann und Pistorius allein auf den Rot-Weiß-Torhüter Bach los. Während Pohl und Hoffmann noch am erfolgreichen Abschluss gehindert werden konnten, löste das Foul am Nordhäuser Kapitän, der vom letzten Mann unsanft von den Beinen geholt wurde, ziemliches Unverständnis selbst bei in meiner Nähe stehenden Erfurtern aus. Herr Honnef pfiff und entschied auf Freistoß. Da der Regelverstoß von hinten in die Beine ausgeführt wurde, erwarteten alle regelkonformen Zuschauer außerdem die Rote Karte wegen Verhinderung einer klaren Torchance.

Doch da wäre wohl Erfurt nochmals in Bedrängnis gekommen – und das durfte vermutlich nicht sein. Letztendlich muss der Erfurter Sieg als verdient bezeichnet werden, denn alle Wenn und Aber gelten nicht. Wer mehr Tore schießt als der Gegner, hat sich die drei Punkte verdient. Trainer Venth war unter den gegebenen Umständen und Möglichkeiten beider Vereine über das Spiel der Mannschaft nicht unzufrieden. Trotz Kräfteverschleiß hoffen die Anhänger auf einen erfolgreichen Saisonabschluss gegen Ilmenau. Den Fans wird dort auch vor und nach dem Spiel einiges geboten. Dazu mehr in der Spielvorschau.

Wacker trat vor 287 Zuschauern (am Samstag waren es nur 40 – das Zuschauerinteresse war die offizielle Begründung der Verlegung von 15 auf 17 Uhr) so an: Schönberger – Brack, Elle, Taute, Wiegleb, Ebert, Pistorius, Töpfer, Hoffmann, Pohl (75. Lattmann), Jochmann (68. Wenzel)
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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