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Mi, 11:02 Uhr
07.05.2008

„Wir sind Spitze“

Die nnz hatte in der vergangenen Woche über die Schuldenentwicklung der Thüringer Kommunen berichtet. Jetzt gibt es Zahlen aus dem Nordhäuser Rathaus, verbunden mit dem Lob der gemeinsamen Arbeit.


Mit guten statistischen Zahlen wird seit Jahresanfang die Stadt Nordhausen verwöhnt. Erst eine gute Einwohnerprognose bis zum Jahr 2020, dann eine gute Einnahmestatistik für 2007 und nun noch eine besonders niedrige Pro-Kopf-Verschuldung. Am vergangenen Freitag veröffentlichte das Statistische Landesamt die Verschuldungsübersicht der Thüringer Kommunen zum Stand Ende 2007. „Wir haben inzwischen die zweit niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung der zehn größten Thüringer Städte, da kann man schon ein wenig stolz sein auf das Geleistete“, erklärte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) zu den vorliegenden Zahlen. Die Oberbürgermeisterin erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass in der Stadt seit dem Jahr 2000 für die damalige Landesgartenschau viel investiert wurde und somit die finanzielle Situation noch vor Jahren sehr angespannt war.

Grafik (Foto: psv) Grafik (Foto: psv)

„Wir haben damals enorm investiert, haben dann gut gespart und können jetzt wieder neu investieren“, beschrieb die OB die Entwicklung der Rolandstadt. Barbara Rinke betonte in diesem Zusammenhang auch die gute Teamleistung der Stadtverwaltung, des Stadtrates und der Geschäftsführungen der städtischen Unternehmen, welche den Grundstein für die jetzt guten Zahlen legten. Insbesondere würdigte die Oberbürgermeisterin aber auch die Arbeit des für Finanzen zuständigen Bürgermeisters Matthias Jendricke (SPD), welcher nun seit Mai 2005 das zuständige Dezernat leitet.

Lag die Pro-Kopf-Verschuldung Nordhausens Ende 2004 noch bei 819 Euro je Einwohner, so ist sie nun Ende 2007 auf 664 Euro zurückgegangen. Bei all der Loberei darf jedoch nicht vergessen werden, warum dieser Trend vorherrschte. Die kommunalen Aufsichten dieses Landes hatten der Stadtverwaltung die Aufnahme jeglicher Kredite versagt. Neue Schulden durften nicht gemacht, alte mußten schmerzlich abgetragen werden.

Seit dem Jahr 2005 hat die Stadt Nordhausen immerhin rund 17 Millionen Euro Kreditmittel und Haushaltsfehlbeträge zurückgezahlt und so nun nur noch rund 29 Millionen Euro Kreditverpflichtungen. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist dies nach der Stadt Altenburg der zweit niedrigste Wert der zehn größten Thüringer Städte. In der Stadt Suhl (1.311 €) und in der Stadt Weimar (1.431 €) ist die Verschuldung gegenüber der Rolandstadt immerhin doppelt so hoch.

Da die Stadtverwaltung Nordhausen selbst Schul- und ÖPNV-Träger ist, kann sie sich beim Verschuldungskriterium auch uneingeschränkt mit den kreisfreien Thüringer Städten vergleichen. Gerade für die Kosten der Schulsanierungen müssen die großen Städte immer erhebliche Gelder aufwenden, welche zum Teil auch aus Krediten finanziert werden.
Autor: nnz

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