Do, 17:56 Uhr
24.04.2008
Fotos gesucht
Oft liegen sie vergessen in Schuhkartons auf dem Dachboden, oder sie sind fein säuberlich in Familienalben eingeklebt: Fotos aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, die jüngere Südharzer dort nicht erwarten würden, denn sie zeigen Häftlinge, Wachmannschaften und KZ-Baracken. Die werden jetzt gesucht...
Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsmeinschaft (DFG) geförderten Projektes werden in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zur Zeit systematisch die Fotobestände zur KZ-Geschichte und zur unmittelbaren Nachkriegsgeschichte inventarisiert und digital verzeichnet. Ein Teil der Fotos soll ab Ende des Jahres auf der Homepage der Gedenkstätte (www.dora.de) online abrufbar sein.
Sehr viele Fotos liegen aus amerikanischen Beständen vor. Sie zeigen befreite Häftlinge im Lager Dora und in der Boelcke-Kaserne in Nordhausen sowie die unterirdische Raketenfabrik
im Kohnstein und entstanden im April und Mai 1945.
Eine Auswahl dieser Fotos wird zur Zeit in der Sonderausstellung Bilder der Befreiung gezeigt, die bis September 2008 in der ehemaligen Feuerwache in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora gezeigt wird.
Aus der Zeit vor der Befreiung sind bislang nur sehr wenig Fotos bekannt. Das betrifft vor allem die zahlreichen Außenlager, die sich über den gesamten Südharz erstreckten. Aus dem Lager Ellrich-Juliushütte, das mit durchschnittlich 8000 Insassen eines der größten Konzentrationslager
in der Mitte Deutschlands war, liegt bislang nicht ein einziges Foto vor, das vor der Lagerräumung entstanden ist.
Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora wendet sich deshalb mit der Bitte an die Bevölkerung, vorhandene Fotos der Gedenkstätte zur Reproduktion zur Verfügung zu stellen. Gedacht wird
an Fotos, die Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora und seiner Außenlager bei der Zwangsarbeit in örtlichen Betrieben oder beim Durchmarsch durch die Ortschaften im Südharz zeigen, oder auch an Fotos von Familienfeiern, an denen Angehörige der Wachmannschaften teilnahmen. Häufig geben auch Zufallsfotos Aufschluss über die Geschichte des Konzentrationslagers:
Landschaftsaufnahmen, auf denen im Hintergrund ein Lager zu sehen ist, oder Fotos von ober- und
unterirdischen Baustellen, auf denen KZ-Zwangsarbeiter tätig waren (etwa im Himmelsberg bei Woffleben).
Von besonderem Interesse sind für die Gedenkstätte ferner Fotos, die in der Nachkriegszeit entstanden und die ehemaligen Lagerstandorte zeigen, etwa in Dora, Ellrich, Harzungen, Wieda, Osterode am Harz, Blankenburg und in der Nordhäuser Boelcke-Kaserne. Kranke KZÜberlebende wurden 1945/46 in Sanatorien in Sülzhayn und Neustadt gepflegt. Auch dazu liegen bislang keine Fotos vor.
Schließlich werden Fotos von Gedenkveranstaltungen von 1945 bis in die 1960er Jahre gesucht. Wer über entsprechende Fotos oder auch Dokumente zu dem Thema verfügt, wird gebeten, sich unter Tel. 03631/495811 oder per e-mail (info@dora.de) an die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu wenden.
Autor: nnzIm Rahmen eines von der Deutschen Forschungsmeinschaft (DFG) geförderten Projektes werden in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zur Zeit systematisch die Fotobestände zur KZ-Geschichte und zur unmittelbaren Nachkriegsgeschichte inventarisiert und digital verzeichnet. Ein Teil der Fotos soll ab Ende des Jahres auf der Homepage der Gedenkstätte (www.dora.de) online abrufbar sein.
Sehr viele Fotos liegen aus amerikanischen Beständen vor. Sie zeigen befreite Häftlinge im Lager Dora und in der Boelcke-Kaserne in Nordhausen sowie die unterirdische Raketenfabrik
im Kohnstein und entstanden im April und Mai 1945.
Eine Auswahl dieser Fotos wird zur Zeit in der Sonderausstellung Bilder der Befreiung gezeigt, die bis September 2008 in der ehemaligen Feuerwache in der Gedenkstätte Mittelbau-Dora gezeigt wird.
Aus der Zeit vor der Befreiung sind bislang nur sehr wenig Fotos bekannt. Das betrifft vor allem die zahlreichen Außenlager, die sich über den gesamten Südharz erstreckten. Aus dem Lager Ellrich-Juliushütte, das mit durchschnittlich 8000 Insassen eines der größten Konzentrationslager
in der Mitte Deutschlands war, liegt bislang nicht ein einziges Foto vor, das vor der Lagerräumung entstanden ist.
Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora wendet sich deshalb mit der Bitte an die Bevölkerung, vorhandene Fotos der Gedenkstätte zur Reproduktion zur Verfügung zu stellen. Gedacht wird
an Fotos, die Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora und seiner Außenlager bei der Zwangsarbeit in örtlichen Betrieben oder beim Durchmarsch durch die Ortschaften im Südharz zeigen, oder auch an Fotos von Familienfeiern, an denen Angehörige der Wachmannschaften teilnahmen. Häufig geben auch Zufallsfotos Aufschluss über die Geschichte des Konzentrationslagers:
Landschaftsaufnahmen, auf denen im Hintergrund ein Lager zu sehen ist, oder Fotos von ober- und
unterirdischen Baustellen, auf denen KZ-Zwangsarbeiter tätig waren (etwa im Himmelsberg bei Woffleben).
Von besonderem Interesse sind für die Gedenkstätte ferner Fotos, die in der Nachkriegszeit entstanden und die ehemaligen Lagerstandorte zeigen, etwa in Dora, Ellrich, Harzungen, Wieda, Osterode am Harz, Blankenburg und in der Nordhäuser Boelcke-Kaserne. Kranke KZÜberlebende wurden 1945/46 in Sanatorien in Sülzhayn und Neustadt gepflegt. Auch dazu liegen bislang keine Fotos vor.
Schließlich werden Fotos von Gedenkveranstaltungen von 1945 bis in die 1960er Jahre gesucht. Wer über entsprechende Fotos oder auch Dokumente zu dem Thema verfügt, wird gebeten, sich unter Tel. 03631/495811 oder per e-mail (info@dora.de) an die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zu wenden.


