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So, 11:22 Uhr
26.05.2002

Wacker Nordhausen macht es spannend

Nordhausen (nnz). Am 28. Spieltag der Thüringenliga musste Schlusslicht Wacker Nordhausen beim Tabellenzehnten Rudolstadt antreten. Über den Ausgang der Begegnung berichtet nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.

Totgesagte leben länger, dieses Sprichwort scheint sich bei Wacker zu bestätigen. Der Aufwärtstrend der Weißhaupt-Schützlinge, der seit Beginn der zweiten Halbserie deutlich zu spüren ist, setzte sich auch in Rudolstadt fort. Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Suhl bestand vorsichtiger Optimismus, mit einem vollen Erfolg die Minimalchance auf dem Klassenerhalt zu wahren.

Zu Beginn der Partie sah es jedoch erst einmal nicht besonders gut für Jens Ludwig und Co. aus. Die Gastgeber übernahmen sofort die Initiative und bestimmten eindeutig das Geschehen auf dem Platz. Bereits in der 7. Minute setzten die Rudolstädter Stürmer ein erstes Achtungszeichen, als ein Kopfball nur knapp das Tor verfehlte. Nur fünf Minuten später erzielte Leib die Führung. Er profitierte dabei von einem Fehler von Patrick Michael. Aber der Nordhäuser Keeper machte seinen Fehler in der 27. Minute wieder gut, als er einen Knaller aus Nahdistanz entschärfte. Die erste große Möglichkeit für Wacker bot sich Elle nach exakt einer halben Stunde. Aber zwei Meter vor dem gegnerischen Kasten schob er das Leder am Pfosten vorbei. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Kulbacki mit einem Seitfallzieher nach einer Puc-Flanke den Ausgleich auf den Füßen, aber der Ball strich knapp am Pfosten vorbei.

In der zweiten Halbzeit sahen die etwa 150 Zuschauer eine stark aufspielende Nordhäuser Elf. Von nun an spielte nur noch Wacker. Von den Gastgebern war nichts mehr zu sehen. Den Reigen der Chancen eröffnete Kulbacki in der 50. Minute mit einem sehenswerten Freistoß, der knapp am Pfosten vorbeistrich. Dann war es Pistorius, der im Strafraum eine weitere große Möglichkeit hatte. Sein Heben ging allerdings übers Tor. In der 61. Minute wurden die Angriffsbemühungen der Nordhäuser endlich belohnt, als Kulbacki unhaltbar einschoss. In der 70. Minute war es wiederum der Pole, der mit einem Knaller den überragenden Rudolstädter Schlussmann zu einer Glanzparade zwang. Die Weißhaupt-Truppe erarbeitete sich in der Folgezeit weitere gute Chancen, die jedoch nichts einbrachten. In der 82. Minute verlängerte Pohl mit einem Kopfball eine Flanke von Pistorius, Puc war zur Stelle und erzielte den vielumjubelten Siegesstreffer für Wacker. „Die Jungs wollten unbedingt gewinnen. Dank einer sehr engagierten zweiten Hälfte ist das gelungen. Nun besteht für uns wieder Hoffnung, wenn Mühlhausen und Rudisleben patzen“, so Trainer Jörg Weißhaupt gegenüber der nnz.

Wacker spielte mit: Michael, Schmidt, Puc, Nebelung, J. Ludwig, Elle, Heise, Fr. Ludwig, Pohl, Kulbacki und Pistorius.

Mit diesem Erfolg des Tabellenletzten ist der Abstiegskampf an Spannung kaum noch zu überbieten. Am kommenden Freitag um 19 Uhr (wegen der WM-Liveübertragung im TV finden alle Spiele der Landesliga freitags statt) empfängt Wacker 90 Nordhausen die 2. Mannschaft von Carl Zeiss Jena. Dabei erhoffen sich die Jungs natürlich auf die lautstarke Unterstützung der (hoffentlich zahlreichen) Fans. Die Mühlhäuser spielen zur gleichen Stunde in Suhl und Arnstadt-Rudisleben daheim gegen Meuselwitz. Voraussichtlich am letzten Spieltag entscheidet sich, wer den bitteren Weg in die Landesklasse antreten muss, denn dann spielen Nordhausen in Meuselwitz, Rudisleben daheim gegen Mühlhausen.

Autor: rh

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