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Fr, 13:03 Uhr
24.05.2002

Keine Strafe für Umweltsünder

Nordhausen (nnz). Eigentlich kennen sie kein Pardon: Die ehrenamtlichen Umweltinspektoren und die Mitarbeiter der Kreisverwaltung wollen den Umweltsündern ans Geld. Doch es gibt auch Ausnahmen.


Seit einigen Wochen machen Bürger aus unterschiedlichen Gebieten des Landkreises seltsame Beobachtungen. Nahezu jeden Morgen stellten sie Verwüstungen in den Bereichen der Restmüllbehälter fest. Ihre Vermutung: „Jugendliche Randalierer“ seien hier am Werke. Umweltinspektor Rüdiger Oppel nahm sich der Sache an. Er installierte Videokameras und kam so den Umweltsündern auf die Spur. Waschbären waren die Übertäter.

Diese Geschichte löste beim gestrigen Agenda-21-Forum „Abfall“ ein vielfaches Schmunzeln aus. So meinte eine Mitarbeiterin des Landratsamtes, die Behörde werde in diesen Fällen keine Verwarnbescheide verschicken. Solche Bescheide wurden aber an zweibeinige Umweltsünder verschickt. Lars Teschner, der gegenwärtig ein freiwilliges ökologisches Jahr im Landratsamt ableistet, kam bisher 93 Verursachern auf die Spur. 42 von ihnen wurden mit Verwarngeldern zwischen 20 und 35 Euro belegt. Zudem mussten vier Bußgeldverfahren gegen ertappte Umweltsünder eingeleitet werden, die auf Behördenschreiben nicht reagierten und auch Anhörungstermine ignorierten.

Nach Angaben der ehrenamtlichen Umweltinspektoren haben sich die Zustände an den Containerstellplätzen in der Stadt Nordhausen gebessert. Zu diesem Ergebnis trugen auch die Aufkleber mit wichtigen Hinweisen, die neue Farbgebung sowie in einigen Fällen auch Standortverlagerungen bei. Die Aktion war vom Landratsamt gemeinsam mit den Stadtwerken Nordhausen initiiert worden.
Autor: nnz

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