eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mo, 10:30 Uhr
14.04.2008

Acht Jahre „heiße Luft“

Kinder, wie die Zeit vergeht, sollten die Nordhäuser ausrufen, wenn sie bedenken, wie lange es die von der nnz besuchte Einrichtung in der Rolandstadt schon wieder gibt.


An den 2. Januar des Jahres 2000 kann sich Peter Jentsch noch ganz genau erinnern. Denn mit dem neuen Jahrtausend begann für ihn auch ein neuer Lebensabschnitt als Medienassistent des Offenen Hörfunkkanals Nordhausen. Der gelernte Rundfunk- und Fernsehmechaniker ist heute der einzige Mitarbeiter aus der Gründerzeit des OKN, der noch dabei ist.

„Als wir hier ankamen, war das die totale Baustelle. Leitungen hingen aus der Wand, Mauern waren aufgebrochen, Dreck und Staub überall“, erinnert er sich an seinen ersten Arbeitstag im Hochhaus am August-Bebel-Platz. „Es war nicht vorstellbar, dass wir hier eines Tages in einem richtigen Rundfunksender arbeiten würden“.

Damals war Jentsch in einem vierköpfigen Aufbauteam, das vom Trägerverein unter seinem Vorsitzenden Dr. Klaus Zeh erst einmal in den 2. Stock geschickt wurde. Nach und nach arbeiteten sich die OKN-Pioniere dann über eine Zwischenstationierung in der 5. Etage in die heutigen Räume untern Dach vor.

Ende März 2000 waren die Bauarbeiten so weit abgeschlossen, dass die nagelneue Studioeinrichtung und hochwertige Technik geliefert und installiert werden konnte. Nun lag es nur noch an der Telekom, die den Sendemast in Salza frei schalten musste.

Am Vortage des ersten großen Ereignisses im Sender – der Offene Kanal hielt einen Tag der offenen Tür ab, um sich vorzustellen – bastelten Jentsch und Co noch in den Studios herum und testeten die Technik. Die Radios, die später den Sendeablauf kontrollieren sollten, waren schon auf die Frequenz 100,4 Mhz eingestellt, „aber es kam natürlich nichts als Rauschen heraus“, erzählt Peter Jentsch. Irgendwann legte er im Studio eine CD ein und in Erwartung des Telekom-Signals war das Studio auf Sendung geschaltet und da plötzlich...
am Nachmittag des 13. April 2000 gingen die ersten Töne über Nordhausen on air. Es handelte sich um einen Titel der englischen Rockband Deep Purple, weiß Jentsch noch, als wäre es erst gestern gewesen.

Am folgenden Tag der offenen Tür konnten sich die Besucher in den schmucken Studios selbst ausprobieren und auf Sendung gehen. „Einige dieser Besucher sind heute noch als Nutzer bei uns aktiv“, sagt der Medienassistent und verweist unter anderem auf Alexander Claus, dessen wöchentliches Magazin „Die Fete“ immer noch jeden Samstag eine große Fangemeinde begeistert. Claus war der erste nachweisliche Nutzer, der den neuen Bürgersender genutzt hat.

In den vergangenen acht Jahren hat sich viel verändert, der Sender wurde und wird gut angenommen von den Nordhäusern. „Inzwischen ist der OKN ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt“, freut sich der gebürtige Nordhäuser Jentsch und ist stolz auf die Entwicklung, die der Sender nahm. Heute hat er mit Sandra Witzel eine Journalistin als zweite Medienassistentin zur Kollegin; Christel Urban kümmert sich um Büro, Planung und Buchhaltung; Claudia Dechant ist die neue Medienpädagogin und Olaf Schulze leitet den vereinsgetragenen Bürgersender schon fast acht Jahre.

Besonders, dass sich die Sendeinhalte so nachhaltig gewandelt haben von reinen Musiksendungen zu vielen lokalen und informativen Beiträgen, dass es regelmäßige Sendungen des Theaters, der Imkerzunft oder auch Fußball-Berichterstattungen am Wochenende gibt, freut Peter Jentsch.

Zurzeit bastelt der Techniker im Rahmen der von ihm gestalteten neuen Homepage des OKN an einer Möglichkeit per live-stream zu senden. „Dann können uns die Nordhäuser in aller Welt via Internet hören“, freut er sich schon und ist optimistisch, auch in den nächsten acht Jahren viele spannende und interessante Beiträge in den Nordhäuser Himmel schicken zu können.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)