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Di, 10:16 Uhr
21.05.2002

Weiteres Bau-Unternehmen in Insolvenz

Nordhausen (nnz). Gegen ein weiteres Bau-Unternehmen im Landkreis Nordhausen ist Insolvenz beantragt worden. Mehr dazu in Ihrer nnz.


Bereits Anfang Mai ist das Insolvenzverfahren über die Beton- und Brückenbau GmbH am Amtsgericht Mühlhausen eröffnet worden. Wie Hartmut Koch von der IG Bau, Agrar und Umwelt der nnz sagte, verlieren mehr als 60 Bauarbeiter dadurch ihren Job. Trotz voller Auftragsbücher sei der Firma der Gang zum Gericht nicht erspart geblieben. Für Koch sei das ein weiteres Zeugnis, dass ein Bieten unter dem eigentlichen Preis letztlich zum Ruin führe. Vor allem Beton- und Brückenbau habe sich an vielen öffentlichen Ausschreibungen mit Dumpingpreisen beworben und auch den Zuschlag erhalten. Genutzt habe das wenig.

Auch der Verzicht der Mitarbeiter auf ihnen zustehende Löhne habe den unternehmerischen Niedergang nicht verhindern können. Nicht nur, dass die Firmenleitung dicht an den Mindestlöhnen entlohnt habe, auch haben die Bauarbeiter geleistete Überstunden dem Arbeitgeber „schenken“ müssen. Letztlich habe das den Niedergang nur hinausgezögert. Während der Insolvenz wurde seitens des Betriebsrates mit dem Insolvenzverwalter ein Sozialplan erarbeitet. Ob der aber zum Tragen kommt, stehe in den Sternen, so Koch gegenüber der nnz. Die Masse des Unternehmens lasse vermutlich ein Wirksamwerden des Sozialplanes überhaupt nicht zu.

Für den Gewerkschafter zeigt sich in der jetzigen Insolvenz ein weiterer Trend bestätigt. Mit dem „Verschwinden“ von der Beton- und Brückenbau GmbH gebe es im Landkreis Nordhausen kaum noch Bau-Unternehmen (außer Henning-Bau), die größere Aufträge von Anfang bis zum Ende ausführen könnten. Den kleinen Unternehmen bliebe dann nur noch die Rolle der Sub-Unternehmer, die letztlich ebenfalls nicht lukrativ sei.
Autor: nnz

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