Do, 12:31 Uhr
03.04.2008
Nordhäuser in Gedenken
Heute morgen gedachten rund 100 Nordhäuserinnen und Nordhäuser der Bombardierung der Stadt vor 63 Jahren. Vor der Kranzniederlegung gab es einen ökumenischen Gottesdienst im Nordhäuser Dom...
Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD), weitere Vertreter Stadt Nordhausen, der Kirche und der Politik legten Kränze an der Gedenkstele vor dem Rathaus nieder. Gerade an diesem Tag sei es immer wieder erforderlich, sich Klarheit über die Ursachen dieses Infernos zu verschaffen, sagte Jendricke in seiner Ansprache an der Stele.
Diese Klarheit müsse man sich schon deshalb verschaffen weil Nordhausen auch heute noch mit Stolz auf die lange Geschichte ihres freiheitlichen und selbstbewussten Bürgersinns verweist; man müsse es tun, um Kinder und Enkel vor dem Leid zu bewahren, das den Eltern angetan wurde, man müsse es tun, weil wir es den tausenden Menschen schuldig sind, die vor 63 Jahren hier umgekommen sind.
Der große deutsche Schriftsteller, Thomas Mann, habe den Krieg treffend benannt: Es ist der deutsche Vorsprung der Barbarei. So gesehen, sei das Schicksal, das Deutschland im April 1945 ereilte, schlicht und einfach eines gewesen: Die Rückkehr des Krieges an seinen Ausgangspunkt nach Deutschland.
Vor dem Gedenken an der Stele fand im Dom Zum Heiligen Kreuz ein gemeinsamer ökumenischer Gedenkgottesdienst mit viertelstündigem Glockenläuten zur Erinnerung an die fast 9.000 Opfer der Bombardierung statt. Den Abschluss der Gedenkfeier bildete dann für die rund 70 gekommenen Christen die Kranzniederlegung vor dem Rathaus, sagte Dompfarrer Richard Hentrich.
Autor: nnzBürgermeister Matthias Jendricke (SPD), weitere Vertreter Stadt Nordhausen, der Kirche und der Politik legten Kränze an der Gedenkstele vor dem Rathaus nieder. Gerade an diesem Tag sei es immer wieder erforderlich, sich Klarheit über die Ursachen dieses Infernos zu verschaffen, sagte Jendricke in seiner Ansprache an der Stele.
Diese Klarheit müsse man sich schon deshalb verschaffen weil Nordhausen auch heute noch mit Stolz auf die lange Geschichte ihres freiheitlichen und selbstbewussten Bürgersinns verweist; man müsse es tun, um Kinder und Enkel vor dem Leid zu bewahren, das den Eltern angetan wurde, man müsse es tun, weil wir es den tausenden Menschen schuldig sind, die vor 63 Jahren hier umgekommen sind.
Der große deutsche Schriftsteller, Thomas Mann, habe den Krieg treffend benannt: Es ist der deutsche Vorsprung der Barbarei. So gesehen, sei das Schicksal, das Deutschland im April 1945 ereilte, schlicht und einfach eines gewesen: Die Rückkehr des Krieges an seinen Ausgangspunkt nach Deutschland.
Vor dem Gedenken an der Stele fand im Dom Zum Heiligen Kreuz ein gemeinsamer ökumenischer Gedenkgottesdienst mit viertelstündigem Glockenläuten zur Erinnerung an die fast 9.000 Opfer der Bombardierung statt. Den Abschluss der Gedenkfeier bildete dann für die rund 70 gekommenen Christen die Kranzniederlegung vor dem Rathaus, sagte Dompfarrer Richard Hentrich.


