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Mo, 18:00 Uhr
31.03.2008

Keine Kriegsverherrlichung

Das Denkmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Nordhäuser im Gehege weist erhebliche Schäden auf. Das soll sich in den kommenden Monaten ändern, wurde jetzt im Nordhäuser Rathaus angekündigt...

Sanierungsbedürftig (Foto: psv) Sanierungsbedürftig (Foto: psv)

„Deshalb bereiten wir im Moment die Voruntersuchung durch ein Restaurierungsbüro vor, so dass im Sommer das Denkmal restauriert werden kann“, sagte Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Das nötige Geld - rund 20.000 Euro - sei im Haushalt eingestellt. Ziel der Wiederherstellung sei die nachhaltige, denkmalgerechte Erhaltung des Kriegerdenkmales. „Mit der Sanierung soll nicht die Kriegs-Verherrlichung aufpoliert werden. Es geht in 1. Linie darum, das Gedenken an jene Nordhäuser wach zu halten, die in diesem sinnlosen Krieg einem überzogenen Nationalismus zum Opfer fielen“, so die Oberbürgermeisterin. „Und es geht um die Mahnung an die Nachgeborenen, sich gegen Nationalismus stark zu machen, der Deutschland bereits zweimal ins Verderben gestürzt hat.“

Das am 22. November 1925 von der Stadt Nordhausen errichtete Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges im Gehege besteht aus Porphyr – Hausteinquadern und senkrecht eingelassenen Bahnen aus Hartbrandklinkern, die die Namenszüge der Gefallenen tragen. Die Abdeckung des Denkmals in Form einer Stufenpyramide besteht ebenfalls aus Porphyrsteinen.

„Die größten offensichtlichen Schäden bestehen an den eingelassenen Klinkerplatten, die zumindest teilweise aus Salzausblühungen in unterschiedlicher Intensität und auch durch oberflächliche Abplatzungen aus Frostschäden resultieren“, erklärt Susanne Hinsching von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Nordhausen. Des Weiteren fehlen auch an der Treppenanlage einige Hausteinquader sowie Verfugungen über größere Abschnitte, an denen das Wasser ungehindert eindringen könne. Die Hausteinquader aus Porphyr seien in einem guten Zustand, nur partiell gebe es oberflächliche Abschalungen, die zurzeit noch nicht Bestands gefährdend seien.

Um eine nachhaltige Sanierung mit hoher Kostensicherheit zu gewährleisten, sei jedoch eine fundierte Grundlagenermittlung sinnvoll, ist sich Hinsching in Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie sicher. Deshalb solle eine genaue Bestands- und Schadensanalyse erarbeitet werden, um Schadensursachen zu klären und Schlussfolgerungen für die geeigneten Reparatur- und Restaurierungsmaterialien ziehen zu können.
Autor: nnz

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