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Mi, 14:52 Uhr
26.03.2008

Jendricke: Da gehen doch die Lichter aus!

Eigentlich hatte der Kreistag am 19. Februar seinen Haushalt für 2008 beschlossen und somit auch die Kreisumlage mit 18,3 Millionen Euro festgesetzt. Diese Zahl soll schon nicht mehr Bestand haben, war heute aus dem Nordhäuser Rathaus zu hören....


„Nun kündigte Landrat Joachim Claus (CDU) bei der Bürgermeisterberatung an, dass er unter Umständen die Kreisumlage sogar noch weiter erhöhen und somit den Gemeinden und Städten noch tiefer in die Haushaltstasche greifen will“, sagte Nordhausens Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD). Schaue man sich die Zahlenfakten zur Umlagekraft der Gemeinden im Landkreis Nordhausen an, so müsse man feststellen, dass die Steuereinnahmekraft der Gemeinden und Städte mit insgesamt 29,7 Millionen Euro nur unterdurchschnittlich sei.

Das Statistische Landesamt ermittelt diese Zahlen aus den eigenen Steuereinnahmen aller Landkreisgemeinden im Zeitraum von Juli 2006 bis Juni 2007, um den Landkreisen die Berechnungsgrundlagen für die Festsetzung der Kreisumlagen zu liefern. Doch diese Zahlen seien nicht nur eine reine Berechnungsgrundlage, sondern auch Aussage einer tatsächlichen Wirtschaftskraft einer Region bzw. einer Gemeinde und da sehe es bei den meisten Gemeinden im Landkreis eher schlecht aus.

Während die durchschnittliche Steuerkraftmesszahl je Einwohner in ganz Thüringen bei 395 Euro liegt, so ist dieser Durchschnitt im Landkreis Nordhausen gerade mal 321 Euro. „Ohne die gute Wirtschaftskraft und Zahlenbasis in der Stadt Nordhausen würden in der Region wohl die Lichter ausgehen“, erklärte Jendricke. Die Stadtverwaltung Nordhausen habe mit einer Steuerkraftmesszahl von 405 Euro pro Einwohner als einzige Gemeinde im Landkreis einen Wert oberhalb des Landesdurchschnitts erreicht und habe mit rund der Hälfte der Einwohner natürlich auch einen starken positiven Einfluss auf die Durchschnittsberechnung des Landkreises.

Während die Stadt Bleicherode es wenigstens noch auf einen Wert von 362 Euro pro Einwohner schaffe, liegen die Städte Ellrich mit 243 Euro und Heringen mit 177 Euro weit abgeschlagen. „Dieses Gefälle zwischen Kreisstadt und Umland ist eigentlich nur in unserem Landkreis so extrem ausgeprägt und verdeutlicht einmal mehr das Kreisumlageproblem und das Wirtschaftsgefälle in unserer Region“, machte Jendricke klar.

Da nämlich Nordhausen wesentlich bessere Steuereinnahmen habe, müsse sie rund 60 Prozent der gesamten Kreisumlage bezahlen „und so bleibt ihr fast kein Geld übrig, womit sie die besonderen zusätzlichen Ausgaben für das Theater, die Straßenbahn oder das Badehaus bezahlen kann“. Aber auch für die kleineren Gemeinden im Landkreis sei die Haushaltsposition Kreisumlage eine schwierig zu realisierende Aufgabe, gerade wenn sie noch weiter steigen soll.
Autor: nnz

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