Do, 13:26 Uhr
20.03.2008
Endlich erster Heimsieg seit November?
Seit Jahren findet endlich wieder Wackerfußball zum Ostersamstag im heimischen Albert-Kuntz-Sportpark statt, sofern sich der Wettergott gnädig zeigt. In den vergangenen Jahren war man immer auf Reisen und brachte manche Osterüberraschung mit nach Hause (z.B. einen 8:2-Erfolg bei Blau-Weiß Gera in der Landesklasse oder im Vorjahr den 2:1-Sieg in Steinach). Nun kommt der FC Motor Zeulenroda...
Nicht wieder wie gegen Steinach. Foto: H. Michel
Am 31.10.1910 wurde von einigen jungen Männern der Sportverein Zeulenroda gegründet. Unter verschiedenen Namen fristeten die Ostthüringer in der Region ein eher bescheidenes Fußballerdasein, wurden aber in der Zeit nach 1950 eine spielstarke Bezirksklassenelf. Als Motor Zeulenroda gehörte man 1962, 1969 und ab 1977 der Bezirksliga Gera an. 1979/80 gelang sogar der Aufstieg in die DDR-Liga, in der es zu ersten Vergleichen mit den Nordhäusern kam. Schon in der ersten Begegnung hat Motor Nordhausen das Können Zeulenrodas zu spüren bekommen und dort mit 0:2 verloren.
Damals ging Motor Zeulenroda ohne Hemmungen gegen die alteingesessenen DDR-Ligisten und routinierten Nordhäuser zu Werke und schlugen die Südharzer trotz dieser prominenten Aufstellung: Kronenberg – Gerlach, Jödicke, Grübner, Kunze, Koschlick, Hollstein, J. Weißhaupt, M. Ludwig (24. Kühne), H. Weißhaupt (58. Kartheuser), Engelmann.
In der Saison 1990/1991, Zeulenroda war gerade als ungeschlagener Thüringenmeister in die Amateuroberliga aufgestiegen und im Thüringer Landespokal bis ins Finale vorgedrungen, begegneten sich beide Vereine wieder um Punkte. Bis 1995 war man gemeinsam in der damals dritthöchsten Spielklasse vertreten. 1995 war für Zeulenroda das wohl erfolgreichste Fußballjahr in der Vereinsgeschichte, weil man in der Oberliga den 4. Platz belegte und den Thüringer Hallenmeistertitel erfolgreich verteidigen konnte. Außerdem schlug man sich im Thüringer Landespokal zum zweiten Mal bis ins Finale durch.
Wie bei vielen Ostvereinen musste 1999 Insolvenz beantragt werden. Am 10. Februar 1999 wurde der heutige FC Motor Zeulenroda neu gegründet. Von der untersten Spielklasse arbeitete man sich systematisch wieder hoch, bis 2007 der Aufstieg in die Thüringenliga gelang. Seit der ersten sportlichen Auseinandersetzung 1979 gab es 15 Punktspiele gegeneinander – und die Bilanz offenbart Vorteile für die Südostthüringer, die achtmal siegten und nur fünfmal gegen Nordhausen verloren. Zweimal trennte man sich unentschieden. Die übrigen Vergleiche waren drei Pokalspiele, eine freundschaftliche Begegnung und 1992 das Endspiel um die Thüringer Hallenmeisterschaft in Suhl, das Wacker mit 4:0 für sich entscheiden konnte.
Zeulenroda, wegen seiner geografischen Lage auch Stadt auf der Höhe genannt, kann immerhin 2008 schon 6 Pluszähler vorweisen, lediglich bei der Erfurter Klubreserve wurde verloren. Vor Wochen schon als Absteiger gehandelt, hat der Verein nun wieder den Kontakt zum Mittelfeld hergestellt. Sollte der FC am Sonnabend gar seinen 1:0-Hinrundenerfolg gegen Wacker wiederholen können, würden er zu den erfolgreichsten Mannschaften der letzten Wochen gehören.
Die berühmtesten einstigen Vertreter Zeulenrodas sind Jürgen Raab und Henning Bürger, heute in der Bundesliga bekannte Trainer. Doch die haben keinen Einfluss auf den Ausgang der Begegnung. Die Männer von Burkhard Venth werden versuchen, dieses Mal den Spieß umzudrehen, um endlich – nach über vier Monaten – wieder einen Heimspielsieg einzufahren. Zu Hause hat Nordhausen um Punkte bisher viermal gegen Zeulenroda gewonnen – übrigens alle zu null. Zweimal gab es im AKS ein 2:2, einmal wurde aber auch verloren. Wacker hat aus dem vergeigten Hinspiel nach einer kampfstarken Partie der Heimmannschaft, in der man dem FC Motor seinen klaren Siegeswillen ansah, einiges gutzumachen. Gelingt die Revanche?
Bereits am Karfreitag kommt es in der Staffel 7 der Bezirksliga beim Tabellenzweiten LSG Blau-Weiß Großwechsungen zum fälligen Rückspiel der Wacker-Reserve, die momentan den 3. Rang einnimmt (Hinrunde 2:2). Vor wenigen Wochen hatte die Erste dort noch klar mit 9:1 gewonnen. Ein solches Resultat darf natürlich nicht erwartet werden, denn an den letzten vier Spieltagen konnte kein voller Erfolg errungen werden. Vielleicht platzt der Knoten im Auswärtsspiel wie bei der ersten Mannschaft in Schlotheim.
Klaus Verkouter
Autor: nnzNicht wieder wie gegen Steinach. Foto: H. Michel
Am 31.10.1910 wurde von einigen jungen Männern der Sportverein Zeulenroda gegründet. Unter verschiedenen Namen fristeten die Ostthüringer in der Region ein eher bescheidenes Fußballerdasein, wurden aber in der Zeit nach 1950 eine spielstarke Bezirksklassenelf. Als Motor Zeulenroda gehörte man 1962, 1969 und ab 1977 der Bezirksliga Gera an. 1979/80 gelang sogar der Aufstieg in die DDR-Liga, in der es zu ersten Vergleichen mit den Nordhäusern kam. Schon in der ersten Begegnung hat Motor Nordhausen das Können Zeulenrodas zu spüren bekommen und dort mit 0:2 verloren.
Damals ging Motor Zeulenroda ohne Hemmungen gegen die alteingesessenen DDR-Ligisten und routinierten Nordhäuser zu Werke und schlugen die Südharzer trotz dieser prominenten Aufstellung: Kronenberg – Gerlach, Jödicke, Grübner, Kunze, Koschlick, Hollstein, J. Weißhaupt, M. Ludwig (24. Kühne), H. Weißhaupt (58. Kartheuser), Engelmann.
In der Saison 1990/1991, Zeulenroda war gerade als ungeschlagener Thüringenmeister in die Amateuroberliga aufgestiegen und im Thüringer Landespokal bis ins Finale vorgedrungen, begegneten sich beide Vereine wieder um Punkte. Bis 1995 war man gemeinsam in der damals dritthöchsten Spielklasse vertreten. 1995 war für Zeulenroda das wohl erfolgreichste Fußballjahr in der Vereinsgeschichte, weil man in der Oberliga den 4. Platz belegte und den Thüringer Hallenmeistertitel erfolgreich verteidigen konnte. Außerdem schlug man sich im Thüringer Landespokal zum zweiten Mal bis ins Finale durch.
Wie bei vielen Ostvereinen musste 1999 Insolvenz beantragt werden. Am 10. Februar 1999 wurde der heutige FC Motor Zeulenroda neu gegründet. Von der untersten Spielklasse arbeitete man sich systematisch wieder hoch, bis 2007 der Aufstieg in die Thüringenliga gelang. Seit der ersten sportlichen Auseinandersetzung 1979 gab es 15 Punktspiele gegeneinander – und die Bilanz offenbart Vorteile für die Südostthüringer, die achtmal siegten und nur fünfmal gegen Nordhausen verloren. Zweimal trennte man sich unentschieden. Die übrigen Vergleiche waren drei Pokalspiele, eine freundschaftliche Begegnung und 1992 das Endspiel um die Thüringer Hallenmeisterschaft in Suhl, das Wacker mit 4:0 für sich entscheiden konnte.
Zeulenroda, wegen seiner geografischen Lage auch Stadt auf der Höhe genannt, kann immerhin 2008 schon 6 Pluszähler vorweisen, lediglich bei der Erfurter Klubreserve wurde verloren. Vor Wochen schon als Absteiger gehandelt, hat der Verein nun wieder den Kontakt zum Mittelfeld hergestellt. Sollte der FC am Sonnabend gar seinen 1:0-Hinrundenerfolg gegen Wacker wiederholen können, würden er zu den erfolgreichsten Mannschaften der letzten Wochen gehören.
Die berühmtesten einstigen Vertreter Zeulenrodas sind Jürgen Raab und Henning Bürger, heute in der Bundesliga bekannte Trainer. Doch die haben keinen Einfluss auf den Ausgang der Begegnung. Die Männer von Burkhard Venth werden versuchen, dieses Mal den Spieß umzudrehen, um endlich – nach über vier Monaten – wieder einen Heimspielsieg einzufahren. Zu Hause hat Nordhausen um Punkte bisher viermal gegen Zeulenroda gewonnen – übrigens alle zu null. Zweimal gab es im AKS ein 2:2, einmal wurde aber auch verloren. Wacker hat aus dem vergeigten Hinspiel nach einer kampfstarken Partie der Heimmannschaft, in der man dem FC Motor seinen klaren Siegeswillen ansah, einiges gutzumachen. Gelingt die Revanche?
Bereits am Karfreitag kommt es in der Staffel 7 der Bezirksliga beim Tabellenzweiten LSG Blau-Weiß Großwechsungen zum fälligen Rückspiel der Wacker-Reserve, die momentan den 3. Rang einnimmt (Hinrunde 2:2). Vor wenigen Wochen hatte die Erste dort noch klar mit 9:1 gewonnen. Ein solches Resultat darf natürlich nicht erwartet werden, denn an den letzten vier Spieltagen konnte kein voller Erfolg errungen werden. Vielleicht platzt der Knoten im Auswärtsspiel wie bei der ersten Mannschaft in Schlotheim.
Klaus Verkouter


