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Mo, 19:14 Uhr
17.03.2008

Teurer Sieg

Auch am 18. Spieltag der Handball Landesliga war der Nordhäuser SV nicht zu stoppen. Mit einem 41:28 Kantersieg wurde die „Festung“ Wutha Farnroda eingenommen. Dabei bezahlten die Nordhäuser einen hohen Preis, der sich im Ligaendspurt rächen könnte.


Sorgenfalten gab es schon vor dem Spiel. Mit Ausfall 5 und 6 schmolz die Mannschaft bedenklich zusammen. David Meitzner und Christian Gehr mussten krankheitsbedingt passen. So zog das kleine Häuflein der Südharzer aus, um in der Festung Hörselberghalle ihren Tabellenplatz zu verteidigen. Ein Vorhaben, das durch die sofortige Pressdeckung der Südharzer Torfabrik Stefan Fuhrmann einen erneuten Rückschlag erleiden sollte. Doch nicht diesmal. Mit Linkshänder Sebastian Kreutz schwang sich einer der jungen Wilden auf. Mit am Ende 14 Treffern drückte er dem Spiel seinen Stempel auf.

Nach überstandener Langzeitverletzung zeigte er schon in den vergangenen Spielen ansteigende Form. So verpuffte die Manndeckung gegen Fuhrmann im Nichts. Das Spiel selbst begann verhalten. Nach der Führung des NSV glich Wutha aus. Die erste Tempoverschärfung brachte die Gastgeber dann in Verlegenheit und in 1:3 Rückstand. Danach waren es drei Treffer in Folge die ihnen eine 4:3 Führung bescherte. Es sollte die letzte und somit einzige Führung in dieser Begegnung für Wutha bleiben. Bis zum 7:7 folgte ein zähes Ringen mit dem besseren Ende für den NSV. Zuvor aber mussten diese noch einen herben Rückschlag verkraften, den Ausfall Nummer 7 nach 18 Spielminuten. Christian Flötling verletzte sich bei einer Angriffsaktion am Finger und war dadurch zum zuschauen verdammt.

Das tat dem Nordhäuser Spiel aber keinen Abbruch. Nach einem verwandelten Strafwurf durch Sebastian Kreutz öffnete sich der Knoten völlig. Die Hausherren verloren zunehmend mehr Spielanteile und gerieten in Rückstand (10:14). Plötzlich legte der NSV eine seiner gefürchteten Schaffenspausen ein und kassierte das 14:14. Auch nach dem Führungstreffer zum 15:14 konnte Wutha postwendend ausgleichen. Es war der letztmalige Ausgleich in dieser Begegnung. Die Schlussminuten der ersten Halbzeit gehörten dann wieder den Nordhäusern. Sie erzielten eine 20:15 Halbzeitführung und schockten die Gastgeber.

Der Pausentee tat dem Minikader gut und setzte scheinbar zusätzliche Kräfte frei. Denn nach dem 20:16 zogen sie auf 26:16 auf und davon. Von diesem zweiten Schock erholte sich Wutha nicht mehr. Dabei leisteten Michael Spieß und Marco Holznagel Schwerstarbeit im Deckungszentrum. Die Tempogegenstöße, vorgetragen wie Nadelstiche, zermürbten Wutha sichtlich. Auch die frühe Auszeit brachte da keine Besserung (37. Spielminute), im Gegenteil. NSV Trainer Andreas Meyer ging sogar in die Offensive. Angesichts des noch zu Verfügung stehenden Kaders eine gewagte Entscheidung. Er schickte Marco Bialkowski zum bis dahin besten Spieler aus den Reihen der Gastgeber, Torsten Laufer und verpasste ihm eine Manndeckung. Das war zu viel der Kaltschnäuzigkeit und die Verwirrung war total. So zog der NSV in der bis dahin noch unbezwungenen Festung einsam seine Kreise. Der SV Petkus Wutha Farnroda ergab sich überraschend seinem Schicksal und war nur noch um Schadensbegrenzung bemüht.

Dramatik gab es erst wieder ab der 50. Spielminute. Diesmal war es Torhüter Urgestein Heiko Alert der für Aufsehen sorgte. Nachdem er schon 2 Strafwürfe parierte traf ihn der dritte am Kopf. Der anschließende Nachwurf traf ihn ebenfalls und verursachte eine Platzwunde und damit Ausfall Nummer 8! Nur wenige Minuten später kam es dann ganz dick, Ausfall Nummer 9 und 10. Abwehrstratege Michael musste nach einem Zweikampf mit Verdacht auf Nasenbeinbruch das Spielfeld verlassen. Danach wurde Marcel Effenberger bei einem Tempogegenstoß wie ein Baum gefällt und erlitt, unglücklich fallend, eine Gehirnerschütterung.

Vom Minikader zum Mindestkader. Ab der 56. Spielminute spielte der NSV freiwillig in Unterzahl. Da das Spiel entschieden, wollte der Nordhäuser Couch kein Risiko eingehen und seine angeschlagenen Spieler schonen. Trotz Verletzungspech verteidigte der NSV seinen 2. Tabellenplatz und kann sich nun bis zum nächsten Heimspiel am 05. April / 18:00 Uhr gegen den ThSV Eisenach III ausruhen.

Dennis Odebrecht/ Heiko Alert/ Stefan Fuhrmann 9/ Marco Bialkowski 2/ Michael Spieß 1/ Sebastian Kreutz 14/ Chrstian Flötling 2/ Holger Kühne 5/ Marco Holznagel 4/ marcel Effenberger 4
Autor: nnz

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