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Mi, 07:11 Uhr
12.03.2008

Das beste war der Schlusspfiff

Mehr als ein Pflichtsieg war es nicht für den NSV gegen den einstigen Ligaprimus SG Schnellmannshausen. Auf der Internetseite der Gäste stand geschrieben,“.. der Glanz vergangener Jahre blättert…“. Das Spiel vermittelte den gleichen Eindruck, meint Frank Ollech.


Nur eine Notbesetzung fand den Weg in die Ballspielhalle zum Tabellenzweiten NSV, umso größer war der Kampfgeist. Die Nordhäuser mit dem Hindernis der Torleute mussten auch noch auf Abwehrchef und Kreisläufer David Meitzner verzichten. Eine Schwächung, die an diesem Spieltag den Südharzern zwei Punkte hätte kosten können. Nachdem 1:0 durch Holger Kühne sahen alle Zuschauer einen gemütlichen Nachmittag mit einem sicheren Sieg ihrer Mannschaft entgegen. Ein Irrtum, wie sich schon schnell herausstellen sollte.

Was folgte war eine kurze Abtastphase bis zur 3. Spielminute und der Ausgleich. Danach schienen die Gäste sogar optisch überlegen. Der NSV wirkte aufgrund des druckvollen und vor allem körperbetonten Spiels der SG etwas verwirrt. Eigentlich wollten sie Revanche für die Hinspielniederlage nehmen aber davon waren sie weit entfernt. Die Gäste weiterhin konsequent, bemerkten die Unsicherheiten in den Nordhäuser Reihen und erzielten in der 5. Spielminute die 2:1 Führung. Um die eigene Abwehr zu entlasten wurde Stefan Fuhrmann schon frühzeitig eine Manndeckung verpasst, eine Maßnahme die diesmal nachhaltig wirkte.

Die recht aggressive Gangart der Gäste wurde folgerichtig nach 4:20 Minuten von den gut agierenden Schiedsrichtern das erste mal bestraft. Es sollte nicht die letzte bleiben. Bis zur Pausensirene kassierten sie insgesamt 7 Zeitstrafen (14 Minuten). Und die Südharzer? Diese fanden während der ersten 30. Spielminuten nie ihr spielerische Konzept. Trotz Überzahlspiel vermöchten sie es nicht die Führung dauerhaft zu behaupten. Im Gegenteil, zehn mal wechselte die Führung und aus einem 10:8 Vorsprung wurde sogar ein 11:12 Rückstand zur Pause.

Nach dieser wirkte der NSV frischer. Vielleicht lag es daran das Trainer Andreas Meyer seinen Jungs einen deftigen Pausentee servierte. Bei den Gästen machte sich nun die mager besetzte Bank bemerkbar. Die Hausherren gewannen Oberwasser, ohne zu Überzeugen und gaben nach dem 15:14 die Führung nicht mehr aus der Hand. Trotz der Führung im Rücken taten sich weiterhin schwer. So vergaben sie einen Vorsprung beim 18:14 als die Gäste mit einem Zwischenspurt bis auf 18:17 aufholten. Auch ein 28:22, eigentlich die Entscheidung, vermöchte der NSV an diesem Tag nicht zu halten. Bis auf 29:26 kämpfte sich die SG wieder heran ehe das Schlusssignal Spieler und Zuschauer erlöste.

Das Gesamtfazit des Spiels fällt eher nüchtern aus. Ein Spielniveau war nicht zu erkennen. Zu rüde und unfertig wirkten die Gäste in ihnen Aktionen. Die Quittung waren 10. Seitstrafen (20. Minuten) und es hätte durchaus noch die eine oder andere Strafe geben können. So waren 4 Spieler mit 2 x 2 Strafminuten belastet und einer davon konnte sogar ab der 52. Minute die Dusche alleine benutzen.

Angesichts der vielen Zeitstrafen für die Gäste, vor allem in der ersten Spielhälfte, war es unverständlich, warum die Nordhäuser nicht das Spiel unter Kontrolle bringen konnten. In der Abwehr standen sie wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen und im Angriff ließen sie über weite Strecken spielerische Elemente außer acht. Einzig Kampfgeist kann man beiden Mannschaften nicht absprechen, aber vielleicht hätte weniger Kampf das Spiel belebt!

Dennis Odebrecht/ Heiko Alert/ Stefan Fuhrmann 6/ Marco Bialkowski 1/ Chriszian Gehr 3/ Michael Spielß/ Sebastian Kreutz 8/ Christian Flötling 5/ Holger Kühne 2/ Marco Holznagel 1/ Marcel Effenberger 3
Autor: nnz

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